Dass starke Gefühle physische Schmerzen verursachen, wissen romantische Schriftsteller längst. Forscher haben den Effekt nun auch messtechnisch nachgewiesen
Winter adé! Scheiden tut weh. Aber dein Scheiden macht, Dass mir das Herze lacht! Was Hoffmann von Fallersleben in diesen vier Zeilen beschreibt, beschäftigt auch heute noch die Wissenschaft. Wie funktionieren Schmerz und Freude? Klar ist immerhin, wo das Gehirn beides verarbeitet. Für Schmerzen sind primär der dorsale anteriore cinguläre Cortex (dACC) zuständig, die Inselrinde und der somatosensorische Cortex. Während letzterer die Lokalisierung physischer Schmerzen übernimmt ("wo hat die Biene gerade zugestochen?"), ist der dACC für den unangenehmen Teil zuständig - eben den Aspekt des Schmerzes, der ihn uns als unangenehm empfinden lässt ("ah, das brennt so!").
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In beiden Fällen aber haben Schmerz und Belohnung eine Funktion. Der Schmerz gibt uns zu verstehen, was dem Körper gerade unangenehm ist, das Belohnungssystem hilft dabei, solche Fehler künftig zu vermeiden. Schmerz und Belohnung, wie Zuckerbrot und Peitsche, motivieren, aus Erfahrungen zu lernen. Wer Hunger leiden muss, empfindet Durst, bekommt er dann etwas zu trinken, wird er von Freude bestimmt. Ähnliches gilt beim Menschen als soziales Wesen offenbar auch für seine sozialen Bedürfnisse, wie ein japanisches Forscherteam nun im Wissenschaftsmagazin Science zeigt.[...]
Quelle & weiter:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29728/1.html