Die Nachkriegszeit: Deutschland 1945 bis 1949

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Die Zeit in Deutschland zwischen 1945 und 1949, vom Kriegsende durch die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht und Niederlage des Deutschen Reiches bis zur Gründung beziehungsweise Neuorganisation zweier deutscher Staaten als Teile der deutschen Nation und damit dem Beginn der 40-jährigen Geschichte deutscher Teilung, zählt zu den „kompliziertesten Abschnitten der deutschen Geschichte […] einem interdependenten Prozess, an dem alle Weltmächte beteiligt waren.“ (Lutz Niethammer)

Die allgemeine Versorgungslage war vorerst schlecht: die Durchschnittsversorgung pro Tag erreichte z. B. in Bayern gerade 1000 Kalorien. Viele Menschen starben an Hunger oder Durst – insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, weil keine Milch vorhanden war.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_1945_bis_1949

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Hungerwinter: Deutschlands humanitäre Katastrophe 1946/47

http://www.amazon.de/Hungerwinter-Deutschlands-humanitäre-Katastrophe-1946/dp/354907364X/

Hungerwinter 1946/47
Rund 55 Millionen Tote: Das ist die Schreckensbilanz von zwölf Jahren nationalsozialistischer Diktaktur und des von Deutschland ausgehenden Angriffskrieges. Allein die Sowjetunion hat für ihren Anteil am Sieg über das nationalsozialistische Deutschland mit dem Tod von 27 Millionen Menschen bezahlt.
Am Ende des Jahres 1946, des ersten vollen Friedensjahres, ist in vielen kriegszerstörten europäischen Ländern kein Aufschwung in Sicht. Der Wiederaufbau verläuft äußerst schleppend. Ein trockener heißer Sommer hat dafür gesorgt, dass die Ernteerträge vielerorts selbst hinter den bescheidenen Erwartungen zurückgeblieben sind.
Eine unerwartete Entwicklung macht die Lage noch schlimmer: Zwischen November 1946 und März 1947 werden die Menschen einen der kältesten Winter des 20. Jahrhunderts durchleben. Schon im November sinken die Temperaturen unter Null. Anfang Dezember beginnt eine zweite Frostwelle und auch im Januar werden neue Minusrekorde gemessen. Die Kälte ist nicht nur grimmiger als gewöhnlich, sie dauert auch quälend lange an.
"Weißer Tod" und "schwarzer Hunger" lauten Redewendungen der Zeit. Nicht nur Deutschland ist betroffen, die Lage der Bevölkerung in ganz Europa ist dramatisch. Am härtesten trifft es die Sowjetunion. Historikerschätzungen zufolge kosten die Hungerjahre hier zwischen 1946 und 1948 noch einmal rund zwei Millionen Menschenleben.
http://www.ndr.de/kultur/geschichte/hungerwinter166.html

Der Winter 1946/47:
Der Nachkriegswinter 1946/47 gehört zu den kältesten des 20. Jahrhunderts. In Mitteleuropa traf er die Menschen mitten in der schlimmen Nachkriegszeit, in der sowieso erhebliche Versorgungsprobleme auftraten. Durch das eisige Wetter wurde der Winter zum Hungerwinter. http://www.saevert.de/2winter4647.htm

http://www.bild.de/BILD/news/2009/12/23/bild-serie-winter-1946-1947/hungerkatastophe-nach-krieg-besen-war-der-weihnachtsbaum.html
/www.focus.de/politik/deutschland/geschichte-krise-nach-dem-untergang_aid_212819.html

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BERLIN IM AUFBAU / BERLIN BAUT AUF [AT]
Regie: Kurt Maetzig - DDR, 1945-1946
Produktion: Deutsche Film-AG (DEFA), Potsdam-Babelsberg
Produktionsleitung: Paul Schmidt; Aufnahmeleitung: Fritz Anton, Max Jaap; Regieassistenz: Max Jaap; Drehbuch: Marion Keller; Kamera: Heinz Jaworsky, Harry Bremer, Otto Baecker, Walter Fehdmer, C. Jaworsky, Herbert Körner, Kurt Krigar, Erich Nitzschmann, Curt Schlawe, Alfred Westphal; Schnitt: Ella Ensink; Ton: Karl Tramburg, Elisabeth Padel; Musik nach Motiven von: Alexander P. Borodin, Walter Gronostay, Joseph Haydn, Willi Kollo, Franz Schubert, Nikolaj A. Rimski-Korsakow; Gesang: Ernst Busch
mehr http://www.cine-holocaust.de/cgi-bin/gdq?dfw00fbw000641.gd
http://www.progress-film.de/de/filmarchiv/film.php?id=84&back=true
http://www.ofdb.de/film/147705,Berlin-im-Aufbau
Quote

Im Gegensatz zum Programm mit Kurzfilmen aus West-Berlin versammeln die Beiträge des ostdeutschen Films durchweg offizielle Verlautbarungen, filmische Selbstdarstellungen, die vor allem Optimismus vermitteln sollten. Für kritische Anmerkungen oder gar Darstellungen von Randbereichen der Gesellschaft war hier selbstverständlich kein Platz. Kurt Maetzigs Berlin im Aufbau gehört zu den allerersten Produktionen der DEFA überhaupt und fällt im Vergleich zu anderen Filmen noch am differenziertesten aus. Berlin im Aufbau verbindet Ausschnitte aus Folgen der Wochenschau Der Augenzeuge und neu gedrehte Szenen zu einem Kaleidoskop des Wiederaufbaus in sämtlichen Bereichen. Maetzigs Film beschönigt die notwendigen Anstrengungen keineswegs.  http://www.dhm.de/kino/kdd_berlin.html


http://www.youtube.com/user/steini1953
http://www.youtube.com/watch?v=hzVTr1H8YkI

http://www.youtube.com/watch?v=aAknStrFTQs

http://www.youtube.com/watch?v=bulX1iwlbSE

http://www.youtube.com/watch?v=zEmEpeQbbIU

http://www.youtube.com/watch?v=lnElZ6r7Mjc

http://www.youtube.com/watch?v=1f9Vza69fKg

http://www.youtube.com/watch?v=KPDHFTbn8P4

http://www.youtube.com/watch?v=GGz9JUdfu0s

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Der Weg nach oben
Regisseur: Andrew Thorndike http://de.wikipedia.org/wiki/Andrew_Thorndike
Ein früher, selbstbewußter DEFA-Propagandafilm über die Geschichte Ostdeutschlands von 1945 bis 1950 als Chronik des Aufstiegs". Mit Orginalaufnahmen von Nachkriegsnot und Parteien-Vereinigung, Aktivistenbewegung, Landwirtschaft, Bildung und Kultur. Und: vom Gründungstag der DDR. Dem Glück des Ostens wird das Leid des Westens gegenübergestellt, der angeblich in einen neuen Krieg steuert... Die Uraufführung war am 1. Jahrestag der DDR in Berlin geplant. Doch aus Angst, das Kino nicht füllen zu können, wurde der Start in die Provinz verlegt..."
http://www.amazon.de/Weg-nach-oben-VHS/dp/B00004RXTE
http://www.progress-film.de/de/filmarchiv/film.php?id=178&back=true

http://www.youtube.com/watch?v=9IcREokaB7k

http://www.youtube.com/watch?v=9IcREokaB7k

http://www.youtube.com/watch?v=Lhj3XddP9Dw

http://www.youtube.com/watch?v=NcjgCUl1ag4

http://www.youtube.com/watch?v=GZCF_eKwlk0

http://www.youtube.com/watch?v=9yLnG2kTn0Y

http://www.youtube.com/watch?v=JRMT3fwMeqk

http://www.youtube.com/watch?v=LvImbhjFocM

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Quote

Als Trümmerfrauen werden die Frauen bezeichnet, die nach dem Zweiten Weltkrieg die deutschen und österreichischen Städte von den Trümmern der zerbombten Gebäude befreiten. Sie schufen damit die Grundvoraussetzung für den Fortbestand der Innenstädte.

Statistisch waren Trümmerfrauen zwischen 15 und 50 Jahre alt, weil die alliierten Besatzungsmächte Befehle herausgegeben hatten, wonach alle Frauen zwischen 15 und 50 Jahren sich zu dieser Arbeit zu melden hatten. Das Kontrollratsgesetz Nr. 32 vom 10. Juli 1946 hob frühere Arbeitsschutzbestimmungen der Frauen dafür teilweise auf. Unter den Trümmerfrauen waren (statistisch) auch meist Witwen mit ein bis zwei Kindern, weil es laut Bevölkerungsstatistik von 1945 rund 7 Millionen Frauen mehr als Männer in Deutschland gab.

Schätzungen zufolge gab es in Deutschland nach Kriegsende mehr als 400 Millionen Kubikmeter Schutt.

Von 16 Millionen Wohnungen in Deutschland waren etwa 25 Prozent total zerstört und etwa gleich viele stark beschädigt. Die Hälfte aller Schulgebäude war nicht nutzbar und rund 40 Prozent der Verkehrsanlagen unbrauchbar.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%BCmmerfrauen


Dokumentarbilder aus dem Film "Die Trümmerfrauen von Berlin" von Hans Dieter Grabe (1968).
http://www.youtube.com/watch?v=9hpLcR75Wro


Ein Werbespot aus dem Jahre 2003 vom Bürgerkonvent. Thema Trümmerfrauen
http://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerkonvent http://www.buergerkonvent.de/
http://www.youtube.com/watch?v=sEoVziUPQW0


Quote

"Die Trümmerfrauen - Frauenschicksale zwischen 1945 und 1955"  „ da kommt seine Herrlichkeit zurück und will alles entscheiden ...“
Schülerinnen der 8b interviewten Zeitzeuginnen, die zwischen 1945 und 1955 in der Steiermark lebten und zu den vielzitierten “Trümmerfrauen” zählen. Die Begegnung zwischen jungen Mädchen mit Frauen ihrer Großmüttergeneration war gezeichnet vom Erstaunen über die unterschiedlichen Lebenswelten.
http://www.gibs.at/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=96&Itemid=1


... und trotzdem gab es Hoffnung. "Trümmerfrauen" aus Österreich berichten
http://www.amazon.de/trotzdem-Hoffnung-Trümmerfrauen-Österreich-berichten/dp/3702011277

Quote

'Anonyma': Das schwere Los der Trümmerfrauen
Das Drama erzählt von den physischen und psychischen Übergriffen durch sowjetische Besatzer, denen Frauen in den ersten Nachkriegsmonaten ausgesetzt waren.  http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1224222946500

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