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Author Topic: Die Fleischlüge  (Read 15039 times)
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earthling
Guest
« on: November 04, 2007, 09:19:23 PM »

Ernährungslüge No.1

Wer kein Fleisch isst, leidet an Eiweissmangel!
Falsch!

Das für den Zellaufbau so wichtige Eiweiß ist in Gemüse und Getreide ausreichend vorhanden, besonders in Bohnen, Erbsen, Linsen, Nüssen. Bei abwechslungsreicher, fleischloser Kost erhält der Körper alle wichtigen Aminosäuren, aus denen die Eiweiße aufgebaut sind - die Sojabohne und die Avocado enthalten sogar die ganze Palette dieser acht Aminosäuren.

Die Deutschen müssen keine Angst vor Eiweißunterversorgung haben, sie essen mehr als doppelt soviel Eiweiß, wie der Körper benötigt. Mit diesem Überschuss geht einher, dass sich tierisches Eiweiß in den Blutgefäßen und im Gewebe anlagert und den Übergang von Vitalstoffen in die Organe, Muskeln und Knochen verhindern kann.

Der übermäßige Verzehr von tierischen Eiweißen führt zu Krankheiten.

»Ich bin Vegetarier und Antialkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann.« Thomas Edison - Erfinder der Glühbirne und des Kinos

Ernährungslüge No. 2

Wer kein Fleisch isst, leidet an Eisenmangel!
Falsch!

Das Spurenelement Eisen findet sich nicht nur in Fleisch, sondern in unzähligen pflanzlichen Nahrungsmitteln. Besonders eisenreich sind Weißkohl, Vollkorngetreide, Sonnenblumenkerne, Rote Bete, Hirse, Linsen, Erbsen, Sojabohnen, Weizenkeime, Portulak, Sesam und Topinambur. Zudem: Vitamin C - z.B. in Form eines Glases Fruchtsaft zum Essen oder ein mit Zitronensaft oder Petersilie versehener Salat - erhöht die Eisenaufnahme aus der Nahrung. Schwarzer Tee und Kaffee hingegen verringern die Eisenaufnahme um 40 bis 50 %.

Ernährungslüge No. 3

Wer kein Fleisch isst, leidet an Vitamin B12-Mangel!
Falsch!

Das Vitamin B12-Thema wird von der Fleischesserfront extrem hochgespielt. Tatsache ist, dass Vegetarier mit den essentiellen Nährstoffen und Vitaminen, wie z.B. Vitamin B1, Folsäure, Vitamin E, Magnesium, Kalium oder Mangan im Schnitt weit besser versorgt sind als die übrige Bevölkerung. Die Zufuhr von Vitamin B12, das als »kritisches Vegetarier-Vitamin« gehandelt wird, ist bei einer lacto-vegetabilen Kost (fleischlose Kost mit Milchprodukten) überhaupt kein Problem. Lediglich Veganer sollten ab und zu bewusst etwas für ihren Vitamin B12- Haushalt tun: mit milchsauer vergorenem Gemüse, Sauerkraut, Weizenbier oder Ergänzungsmitteln.

»Ich bin seit 12 Jahren Vegetarier. Und ich war noch nie ernsthaft krank. Vegetarische Ernährung stärkt das Immunsystem. Ich glaube, dass Fleisch krank macht.« Bryan Adams, Musiker

Ernährungslüge No. 4

Vegetarier leiden an Calcium-Mangel!
Falsch!

Für den Aufbau der menschlichen Knochensubstanz ist Calcium ein wichtiger Bestandteil. Calcium findet sich in Sesam, Nüssen, in Grünkohl, Petersilie, Spinat, Sojabohnen, Wirsing, Pastinaken, Lauch und vielen anderen Gemüse- und Getreidesorten.

Wichtig: Phytinsäure ist eine Speicherform für Phosphor im Getreidekorn und geht mit Calcium eine Verbindung ein. In dieser Verbindung kann Calcium z.B. in Brot vom Körper nicht aufgenommen werden. Nur die traditionelle 24-stündige Sauerteigführung, wie sie seit Jahrhunderten praktiziert wurde, spaltet diese Verbindung auf. Bei der in heutigen Bäckereien üblichen Sauerteigführung mit sogenannten Schnellstartern und Gärzeitverkürzern findet diese Aufspaltung nicht statt - d.h., man kann noch soviel Calcium zu sich nehmen, für den Körper ist es wertlos. Bei Brot hingegen, das wie früher im 24-stündigen Sauerteigverfahren hergestellt wird, kann das enthaltene Calcium optimal aufgenommen werden.

Ernährungslüge No. 5

Kein Fleisch essen heisst nur Körner essen!
Falsch!

Dass »vegetarisch« nicht einfach mit Körner- und Grünzeug essen gleichzusetzen ist, beweist die zunehmende Zahl an vegetarischen Gerichten in Feinschmeckerlokalen sowie die unzähligen Kochbücher mit excellenten vegetarischen Gerichten. Denn: Die Würze macht’s! Wer schon einmal in ein rohes, ungewürztes Stück Fleisch gebissen hat, dem muss man nicht erzählen, dass tote Tiere nach nichts schmecken. Das deftige, würzige Aroma, das die meisten Menschen dem Fleisch zuschreiben, ist nichts anderes als der Geschmack von gut Gewürztem, Angebratenem. Den Aufwand, den mancher betreibt, ein Stück Fleisch zu panieren, zu würzen und zu braten, kann man ebensogut für das Panieren und Braten einer Auberginen- oder Sellerie-Scheibe verwenden. Schmeckt ebenso deftig, würzig, angebacken - eine Delikatesse, für die kein Tier sterben muss.

»Kann es denn aber etwas Abscheulicheres geben, als sich beständig von Leichenfleisch zu ernähren?« Francois de Voltaire (1694-1778)

Ernährungslüge No. 6

Schwangere Frauen müssen Fleisch essen, sonst leidet das Ungeborene
Falsch!

Eine lakto- (ovo-) vegetarische Ernährung, bei der außer pflanzlicher Nahrung auch Milch- und Eierprodukte auf dem Speiseplan stehen, deckt auch während der Schwangerschaft den Bedarf an erforderlichen Nährstoffen.

Durch eine vegetarische Ernährung werden Schwangere sogar mit vielen essentiellen Nährstoffen besser versorgt als Nicht-Vegetarierinnen.

Bei rein veganer Ernährung (ohne Milch und Ei) muss man während der Schwangerschaft auf eine ausreichende Zufuhr von Eiweiß, Calcium, Eisen, Zink, Vitamin B2 und B12 besonders achten und gegebenenfalls in Absprache mit dem betreuenden Arzt die Kost mit Vitamin- oder Mineralstoffpräparaten ergänzen.

Ernährungslüge No. 7

Babys und Kinder brauchen Fleischnahrung
Falsch!

Untersuchungen belegen, dass Muttermilch von Vegetarierinnen gesünder für Säuglinge ist, da sie weniger Umweltgifte enthält, dafür aber mehr Vitamine und ungesättigte Fettsäuren. Es gibt dagegen keine wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass fleischlos, vollwertig ernährte Säuglinge Mangelerscheinungen, z.B. Eisenmangel, aufweisen. Für einen 6-11 Monate alten Säugling werden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ca. 8 mg Eisen/Tag empfohlen. Eine von Kinderärzten empfohlene Mahlzeit von 25 g magerem Rindfleisch pro Woche liefert nur 0,65 mg Eisen. Eine Portion (100 g ) Haferflocken hingegen enthält 3,6 mg Eisen, eine 100g-Portion Vollreis 2,6 mg, eine Fenchelknolle 2,5 mg.

Kindern ist die Liebe zu Tieren und die Scheu vor dem Töten angeboren. Wer möchte Kindern das Wegschauen bei Leid und Töten vermitteln? Mit dem Verzehr von Fleisch wird das Kind zur Unterscheidung von lebenswertem und lebensunwertem Leben erzogen: Zu Katzen und Hunden soll es nett sein, aber ein unschuldiges Ferkel oder Rehkitz soll es esssen.

Ernährungslüge No. 8

Fleischessen gehört zum Leben
Falsch!

Fleischessen ist mitverantwortlich für Hungersnot!

»Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren.« Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde

Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.

Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.

Dabei bräuchte niemand auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch nur um zehn Prozent reduziert würde.

»Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.« Albert Einstein

Quelle: http://www.brennglas.com/
« Last Edit: July 29, 2009, 04:09:01 AM by earthling » Logged
Erinnerungsforum
« on: November 04, 2007, 09:19:23 PM »

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Boomer
Guest
« Reply #1 on: July 23, 2008, 06:02:55 PM »

Zitat
[...]Die meisten Kinder haben eine Abneigung, etwas vom getöteten Tier zu essen. Sie gewöhnen sich meist nur widerwillig daran. Oft geraten sie dadurch in einen Konflikt zwischen ihren Gefühlen und den Eltern (Iss das Fleisch, damit du gross und stark wirst!). In der Regel entscheiden sie sich für die Eltern und haben damit gelernt, ihren Gefühlen nicht länger zu trauen bzw. die eigenen Gefühle zu unterdrücken. In einigen Fällen kann dies sogar zu einem unbewussten Hass auf die Eltern führen, wenn die Kinder von ihnen z.B. gezwungen wurden, ihr eigenes Kaninchen zu essen. Da ein solcher «Hass» gegen die Eltern auch wieder unterdrückt werden muss, kann es leicht vorkommen, dass er auf andere Mitmenschen projiziert wird. Meist ist dieses Geschehnis im Erwachsenenalter völlig verdrängt und wird nur in seltenen Fällen wieder bewusst. Bei empfindlichen Menschen kann diese Verdrängung der eigenen Gefühle sogar bis zu Neurosen führen, wie die Psychologin G. L. van Dalfsen bei vielen eigenen Untersuchungen feststellen musste.

Den Kindern wird schon früh beigebracht, dass unterschiedliche Tierarten völlig unterschiedlich behandelt werden dürfen (Hunde werden gestreichelt, Schweine getötet und aufgegessen). Da die Kinder eine viel engere Beziehung zu den Tieren haben als die meisten Erwachsenen, ist es nicht erstaunlich, wenn sie dieselben willkürlichen Unterscheidungen auch zwischen Menschenrassen machen (dunkelhäutige Menschen sind nicht so viel wert wie hellhäutige). Dasselbe kann sich natürlich auch auf Inländer – Ausländer ausdehnen.

Einen positiven Aspekt des Fleischkonsums auf die Psyche des Konsumenten möchte ich auch nicht verschweigen:
Der Fleischkonsum hebt (meist unbewusst) das Selbstwertgefühl des Konsumenten, da bloss wegen seiner kurzen Gaumenfreuden es als sinnvoll erachtet wurde, ein leidensfähiges Geschöpf zu töten. Dies gibt dem eigenen Leben einen höheren Stellenwert. Das ist natürlich besonders für Leute interessant, die an Minderwertigkeitskomplexen leiden (was in den Industrienationen leider keine Seltenheit ist). Dennoch sollte man natürlich die Ursachen der psychischen Probleme solcher Menschen behandeln und nicht die Symptome.

[...]

Eine weitere Personengruppe darf hier natürlich auch nicht übergangen werden, diejenige der in der Fleischindustrie tätigen Menschen. Man sollte nicht glauben, die Schlachthofarbeiter (übrigens meistens Ausländer) hätten keine psychischen Probleme mit dem Töten der Tiere. Fast täglich gibt es in Schlachthäusern Spannungen und Auseinandersetzungen zwischen den Arbeitern bei der Frage, wer die undankbare Arbeit des Tötens übernehmen muss.

Es ist kaum möglich, diesen Beruf über längere Zeit auszuüben, ohne das Mitgefühl mit den Tieren zu verlieren und sie als reine Fleischlieferanten zu betrachten. Dies ist nur schon aus Selbstschutz des Arbeiters notwendig und hat nichts mit einer charakterlichen Schwäche zu tun. Trotzdem wird oft die Ausrede gebraucht, dies sei alles nicht so schlimm, da sowieso nur Menschen mit einer angeborenen Veranlagung zu rohen und grausamen Handlungen einen solchen Beruf ergreifen. An denen könne also nicht mehr viel verdorben werden. Erstens ist dies ein Vorurteil, um das eigene Gewissen zu beruhigen, und zweitens: Hätten wir nicht die moralische Pflicht, solche Menschen erst recht vor Tätigkeiten zu bewahren, die ihre negativen Charaktereigenschaften fördern und die positiven unterdrücken?[...]


Quelle & alles lesen:
  http://www.vegetarismus.ch/info/3.htm
« Last Edit: July 23, 2008, 06:28:11 PM by Boomer » Logged
Erinnerungsforum
« Reply #1 on: July 23, 2008, 06:02:55 PM »

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Boomer
Guest
« Reply #2 on: July 26, 2008, 10:44:23 AM »


Trugschlüsse für das Essen von Fleisch:
http://www.animalfreedom.org/deutsch/meinung/argumente/Fleischessen.html
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Erinnerungsforum
« Reply #2 on: July 26, 2008, 10:44:23 AM »

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earthling
Guest
« Reply #3 on: January 12, 2009, 06:11:25 PM »

Da die Seite zu schnell weitergeleitet wird, stelle ich sie einmal hier in gänze herein http://www.vebu.de/alt/nv/dv/dv_1984_4__Das_Vitamin_B12,_Dr_med_M_O_Bruker.htm

Dr. med. M. O. Bruker zum Streit-Thema Vitamin B12

Lebensnotwendig für Gemischköstler und Vegetarier
Die etablierte medizinische Wissenschaft vertritt immer noch das Dogma, daß der Mensch ohne tierisches Eiweiß nicht existieren könne. Die scheinbar zugkräftigsten Argumente gegen die vegetarische Ernährung stützen sich auf rein chemisch-analytische Untersuchungsmethoden, wogegen geographische Beobachtungen an riesigen Bevölkerungsgruppen über Jahrtausende nicht zur Beurteilung herangezogen werden. Gründliche Durchsicht der wissenschaftlichen Literatur über ein halbes Jahrhundert liefert keine wissenschaftlich haltbare Begründung für die These, daß ein Drittel der Einweißzufuhr aus tierischen Nahrungsmitteln stammen müsse. Trotzdem wird unentwegt an den Universitäten, in Lehr-und Schulbüchern, in der Tagespresse und bei jeder sonstigen Gelegenheit die Fleischthese als ein Lehrsatz vorgebracht, an dem überhaupt kein Zweifel möglich sei. Es ist nicht nur aus Gründen der wissenschaftlichen Sauberkeit und Wahrheit notwendig, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese These des Tieressenmüssens vorzugehen, sondern genauso dringend im Hinblick auf die Welternährungslage. Könnten doch auf dieser Erde fünfmal mehr Menschen ernährt werden, wenn nicht der verschwenderische und unnötige Umweg über das Tier gegangen würde. Dabei steigt der Verzehr von tierischem Eiweiß „reicher" Länder immer noch unablässig.
Diese nüchternen Fakten, daß seit Bestehen der Welt Milliarden Menschen ohne tierisches Eiweiß gelebt haben und dabei gesund waren, stehen also in krassem Gegensatz zu dem Dogma der Lehrmedizin, daß es ohne tierisches Eiweiß nicht ginge. Solche Widersprüche sind in der Wissenschaft nicht selten. Claude Bernard sagt dazu: „Wenn die Tatsache, mit der wir es zu tun haben, im Gegensatz zu einer herrschenden Theorie steht, muß man die Tatsache akzeptieren und die Theorie abtun."
Dies trifft genau auf das vegetarische Problem zu und ganz besonders auf die These, der Mensch benötige deshalb tierische Nahrung, weil sonst die Gefahr ungenügender Versorgung mit Vitamin B12 bestünde; denn dieses lebensnotwendige Vitamin käme nur in tierischen Nahrungsmitteln vor, also sei deren Verzehr unerläßlich.

Gesunde Veganvölker ohne B12-Zufuhr
Dafür, daß auch an dieser These etwas nicht stimmen kann, spricht ähnlich wie bei der Frage des Eiweißbedarfs die Tatsache, daß Milliarden Menschen aus der Vergangenheit und Millionen in der Gegenwart ohne Tierprodukte leben. Da Vitamin B12 nicht nur im Fleisch, sondern auch in den Tierprodukten Milch und Ei vorkommen, können alle Völker, die jegliche Tierprodukte meiden, ebenso als Beweis dafür angeführt werden, daß eine Ernährung ohne B12-haltige Tierprodukte nicht zu Gesundheitsschäden führt, wie dies für die Deckung des Eiweißbedarfs gilt. Auch für diese Bevölkerungsgruppen, die regelmäßig keine tierischen Nahrungsmittel verwenden und die Milch nicht kannten und trotzdem genug Vitamin B12 zur Verfügung haben mußten, können ausgedehnte geographische Zonen angeführt werden. Solche Völker finden sich in Indonesien, Afrika, Asien und Ozeanien. Riesige Bevölkerungen lebten Jahrtausende lang ohne Milch und fast ohne Fleisch und Ei, dies eben nur bei seltenen Ausnahmen. Da diese Bevölkerungen sehr fruchtbar waren (und sind) und die Fruchtbarkeit des Spermas stark von genügender Versorgung mit Vitamin B12 abhängt, müssen sie genug von diesem Vitamin bekommen haben auch ohne tierische Nahrung. Die Binnenlandpapua von Neuseeland zum Beispiel sind bei praktisch reiner Pflanzenkost körperlich gut entwickelt und zur Leistung von Schwerarbeit fähig, ohne daß irgendwelche B12-Mangelschäden gefunden wurden - und dies bei 30 g rein pflanzlichem Eiweiß. Dies geht aus Untersuchungen von Oomen, Voeding et al, der Sektion für menschliche Anpassungsformen des internationalen biologischen Programms hervor. Darüber ist referiert in „Wendepunkt" Nr. 8/1968, S. 348. Dasselbe ist berichtet von den Einwohnern von Okinawa, den Nordchinesen und den jemenitischen Juden.
Nun liegen aber zudem aus neuerer Zeit wissenschaftliche Untersuchungen von Prof. Per-Arne Öckerman vor, die an einer Gruppe von Personen durchgeführt wurden, die sich seit drei bis dreißig Jahren von reiner Vegankost, also ohne Fleisch und jegliche Tierprodukte ernährt haben. Prof. Öckerman hat das Untersuchungsergebnis auf einer Ärzteversammlung in Stockholm Ende 1979 vorgelegt. In der schwedischen „Tidskrift för Hälsa", Heft 2/79 ist darüber berichtet.
Die Menge an Vitamin B12 lag in der Vegankost außerordentlich niedrig. Nur in milchsauren Gemüsen und Getreidebrei konnte eine geringe Menge B12 nachgewiesen werden. Ein Vergleich mit einer Kontrollgruppe von Rentnern ergab, daß diese zehnmal so viel Vitamin B12 zu sich nahmen. Das Überraschende war jedoch, daß im Blut der Vegans ausreichend Vitamin B12 vorhanden war. Als Nebenbefund fand sich, daß die Veganer zwei- bis dreimal mehr Kalium, Magnesium, Zink zu sich nahmen als die Kontrollgruppe. Zusammenfassend urteilte Prof. Öckermann, daß die Veganernährung eine realistische Alternative im Kostsystem darstellt.
Mit der Feststellung, daß in Wirklichkeit Leben und Gesundheit ohne Vitamin B12-haltige Tierprodukte möglich ist, könnte man das Thema „Vitamin B12" eigentlich ad acta legen. Es ist aber interessant und erscheint auch notwendig, im einzelnen aufzuzeigen, wie sich die Widersprüche zwischen den analytischen Forschungsergebnissen und den Beobachtungen in der Wirklichkeit erklären lassen. Dabei sollen folgende Ausführungen helfen.

Vorkommen von Vitamin B12
Vitamin B12 ist lebensnotwendig. Chemisch ist es Cobalamin. Das Molekül ist ein Coenzym und enthält das Spurenelement Kobalt. Es gibt mehrere B12-Formen, deren Wirkungsweise verschieden ist, das Cyanocobalamin, das Hydroxocobalamin und das Methylcobalamin. Im Blut findet es sich als Methylcobalamin. Die in der Therapie verwendeten Formen entsprechen nicht der im Körper vorkommenden Coenzymform. Der Entdecker von Vitamin B12 ist Lester Smith. Die Reindarstellung gelang erstmalig 1948. Das Vitamin ist sehr stabil, das durch Hitze, Licht, Alkali oder Bestrahlung kaum etwas von seinen Eigenschaften verliert.
Schon die verschiedenen Formen von B12 und ihre unterschiedliche Wirkung weisen darauf hin, daß das Vitamin B12-Problem komplizierter ist als allgemein dargestellt. Zur weiteren Kompliziertheit trägt die interessante Tatsache bei, daß B12-Mangel genau dieselben Schäden hervorruft wie die Vergiftung durch ein Cyanid. Zur Entgiftung des Cyanids benötigt der Körper genug schwefelhaltige Aminosäuren im Eiweißmolekül, nämlich Methionin und Cystin. Diese Aminosäuren finden sich in pflanzlicher Kost eher als in tierischer. Es kommt darauf an, die Pflanzenkost richtig zu kombinieren. Es gibt auch cyanidhaltige pflanzliche Nahrungsmittel, die die Lage verschärfen können. Zu wenig B12 und zu viel Cyanid können dann zusammentreffen. Die Lage kann aber auch durch Rauchen verschärft werden.
B12-Mangelschäden entstehen nur durch Mangel an brauchbarem B12, und die Wirkung des Cyanids entsteht, wie man jetzt weiß, dadurch, daß es das verfügbare B12 unverwendbar macht. Aber auch dazu kommt es meistens erst dann, wenn zu wenig Coenzym zur Verfügung steht. Überdies ist ausreichende Folsäure wichtig, weil ein Mangel daran die B12-Wirksamkeit ebenfalls herabsetzt. Unerhitzte Grünblattpflanzen sind die besten Großlieferanten von Folsäure. (Dr. Frank Wokes).
Lange Zeit wurde angenommen, daß B12 nur in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft vorkomme, nicht in Obst und Gemüse. Diese Aussage erweckt den Eindruck, als ob Vitamin B12 tierischer Herkunft sei. Dies trifft aber nicht zu; denn Vitamin B12 wird ausschließlich von Bakterien und anderen pflanzlichen Mikroorganismen und Schimmelpilzen gebildet, ist also vom Ursprung her durchaus keine Gabe des Tierreichs. Auch die als Medikament verwendete Form stammt aus natürlicher Synthese, nämlich aus Gärungsprozessen, bei denen die Mikroorganismen (Propionsäurebakterien) mit rein pflanzlichen und mineralischen Stoffen gefüttert werden. Das Tier ist also bestenfalls ein Zwischenträger des Vitamins.
Die Beobachtung, daß bei geringer B12-Zufuhr in der Nahrung sich im Blut Vitamin B12 in mehr als ausreichender Menge findet, hat von jeher vermuten lassen, daß B12 im Darm von Mikroben gebildet wird. Diese Vermutung hat heute der Sicherheit Platz gemacht. Als erster wies Dr. Wolfgang Tilling nach, daß B12 im Darm produziert und auch genügend resorbiert werden kann. In einer Studie des Frances Stern Nutritional Center an der Tuffs Medical School in Besten wird gezeigt, daß Kinder, die noch nie in ihrem Leben Tierkost bekommen haben, reichlich mit Vitamin B12 versorgt waren.
William Shurleff, Direktor des New Age Food Center in Lafayette/USA, weist auf die Möglichkeit der innerleiblichen Produktion von B12 im Menschen hin. Daß dies im Darm durch Mikroorganismen stattfindet, steht heute außer Zweifel.
Wenn auch der hohe B12-Gehalt im Blut bei Vegans bei dem niedrigen Gehalt an B12 in pflanzlichen Lebensmitteln dafür spricht, daß eine Quelle der B12-Produktion im Körper selbst - also mit Sicherheit Mikroorganismen im Darm - stattfindet, so darf andererseits der Gehalt an B12 in pflanzlichen Lebensmitteln nicht unterschätzt werden.
Nach dem Vitalstofftabellarium von Prof. Schweigart findet sich in Weizen und Roggen je 0,1, in Hafer 0,3y/100 g; zum Vergleich in Vollmilch 0,7y/100 g. (y = 1 gamma = 1 Millionstel Gramm)
Shurleff nennt noch andere Lebensmittel, in denen B12, wenn auch in geringen Mengen, nachgewiesen ist und die eine regelmäßige Zufuhr von B12 garantieren. Er unterscheidet drei Gruppen:
1. durch Fermentation mit Hilfe von Bakterien und Schimmelpilzen gewonnene Sojaprodukte wie Miso, Tempeh und Natto
2. Einzeller-Proteine, vor allem Mikroalgen (Spirulina, Chlorella und Scenedesmus) und Hefen
3. Nahrungspflanzen des Meeres.
Bei Hefen ist wesentlich, ob sie auf entsprechenden Nährböden gewachsen sind. Grundsätzlich wichtig ist aber, daß sie imstande sind, B12 zu produzieren. Manche dieser Lebensmittel enthalten soviel B12, daß schon kleine Mengen ausreichen, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken; so enthalten z. B. 6,5 g Spirulina das 5 1/2 fache der von National Research CounciI der National Academy of Science festgelegten Bedarismenge. Es gibt also pflanzliche Lebensmittel, die reiche Quellen von B12 sind.
In der Literatur finden sich noch Angaben über andere Nahrungsmittel, in denen B12 nachgewiesen wurde. Es werden genannt: Petersilie, Pfirsiche, Schwarzwurzeln, Getreidekeime, Zitronenmelisse, Beinwell (Symphytum) = Comfrey, Erdnüsse und Sauerkraut. Die vergorenen Sojaprodukte sind schon erwähnt. Bei Sauerkraut, bei dem eine bakterielle Gärung stattfindet, läßt sich der B12-Gehalt leicht erklären. In neuen Produkten der Firma Kanne, dem „Brottrunk", der durch besondere Gärungsprozesse aus Demetergetreide hergestellt ist, und dem entsprechenden „Demeter-Ferment-Getreide" findet sich It. Analyse 1 y B12 in 100 g.
Für den Gehalt an B12 in Pflanzen spielen auch Bodeneigenschaften, d. h. Humusreichtum und Kobaltgehalt eine Rolle. In Böden mit langer Kunstdüngerbewirtschaftung ist sowohl der Humus wie der Kobaltgehalt geringer. Dies kommt z. B. am wechselnden Gehalt von B12 in der Kuhmilch zum Ausdruck.
Es sei nochmals betont:
B12 herstellen können nur Bakterien, Schimmelpilze, Algen und Hefen und zwar im Übermaß. Alles höhere Leben bezieht seinen Bedarf von ihnen.

Bedarf an Vitamin B12
Auch über den täglichen Bedarf an B12 besteht in wissenschaftlichen Kreisen noch keine Einigkeit. Man schätzte früher die nötige Menge auf 3 y.
Nach Shurleff ist eine Anzahl namhafter Ernährungsforscher der Überzeugung, daß der tägliche Bedarf wesentlich niedriger liegt als offiziell angenommen (nach UNO 2 y). Shurleff erwähnt Untersuchungen von Victor Herbert, wonach statt 3 y schon 0,1 y täglich für einen normalen Menschen ausreichend sind. Zum gleichen Resultat gelangten Ärzte bei Untersuchungen von Siebenten-Tags-Adventisten an der Loma-Linda-Uni-versität. Zen-Mönche beschränkten sich jahrhundertelang streng auf Pflanzenkost, dabei galten sie als die gesündesten und langlebigsten Glieder der Gesellschaft. Was sie sich an B12 zuführten, kam im Regelfall aus vergorenen Sojaprodukten und aus Meerespflanzen.
Ralp Bircher berichtet im „Geheimarchiv der Ernährungslehre" (S. 46ff.) über die Untersuchungen von Bergersen und Hipsley, die 1979 im Darm der Batatenesser im Hochland von Neuguinea Bakterien nachgewiesen haben, die aus dem im Darm vorgefundenen Luftstickstoff hochwertige Aminosäuren synthetisierten. Die Bataten, von denen sich diese Menschen fast ausschließlich (80-90 %) ernähren, sind eine Art Süßkartoffel. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, daß diese von den Bakterien im Dickdarm erzeugten Aminosäuren vom Dickdarm resorbiert werden, also in Blut und Lymphe übergehen. Auf diese Weise decken die Batatenesser ihren Eiweißbedarf. Damit haben sich die Zweifel, ob Bakterienprodukte vom Dickdarm in den Organismus gelangen, als unbegründet erwiesen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Parallele zu B12, das ebenfalls in erheblichen Mengen von Bakterien im Dickdarm erzeugt wird. So erklärt es sich, daß bei diesen Vegans keinerlei Erscheinungen von B12-Mangel gefunden wurden, obwohl diese Menschen hart und hurtig arbeiten. Dies ist deshalb so bedeutungsvoll, da immer wieder die Aufnahmefähigkeit von B12 aus dem Dickdarm bezweifelt wurde, während die Resorption des mit der Nahrung aufgenommenen B12 im Dünndarm bekannt ist. Hierzu ist allerdings der Begleitstoff des intrinsic faktors notwendig.
Der Bedarf an B12 ist bei Ernährung mit reiner Pflanzenkost wesentlich geringer als beim Verzehr von Tierprodukten. Man nimmt an, daß dies darauf beruht, daß die Vegans durch den reichlichen Genuß von Frisch-Grünkost viel mehr Folsäure zu sich nehmen, die beim Blutaufbau das Vitamin B12 teilweise ersetzen kann. Da die Folsäure thermolabil ist, kann Kochen die Hälfte der Folsäure vernichten.
Die Erzeugung von Vitamin B12 setzt eine gesunde Darmflora voraus. Die enzymreiche Rohkost hat auf die Darmflora einen ausgesprochen regenerierenden Einfluß, während Fleischkost ungünstig wirkt. Ralph Bircher weist darauf hin, daß Fleischesser trotz aller B12-Zufuhr an B12-Mangel leiden, da ihr Organismus nicht auf wirksame Eigenproduktion umschalten kann. Dem oft gerühmten Vorteil, daß gemischte Kost eine so schöne Zufuhr von B12 garantiert, steht der Nachteil gegenüber, daß sie die bakterielle Grundlage seiner Produktion im Körper selbst gefährdet.
Nach l. J. Hutchins scheint sich die Tüchtigkeit der Darmflora in der Vitaminerzeugung umgekehrt proportional zur Vitaminzufuhr zu verhalten. Wenn ein Vitamin in der Nahrung fehlt, wird es im Darm erzeugt und umgekehrt werden Vitamine weniger erzeugt, wenn die Nahrung genug davon zuführt. Die Anpassung benötigt allerdings eine gewisse Zeit. Nach meinen klinischen Erfahrungen ist die Darmflora die Resultante der Kostform, die in den letzten drei Monaten verzehrt wurde.
Vitamin B12-Mangel ist also kein vegetarisches Problem, sondern erweist sich angesichts der Tatsache, daß B12 ausschließlich von Mikroben produziert wird, in erster Linie als ein Problem der Darmflora. Bei den Wiederkäuern unter den Pflanzenfressern (Rind, Schaf, Ziege usw.) wird das B12 durch die Bakterienflora des Pansen erzeugt und geht in den Organismus und die Milch über. Bei nicht wiederkäuenden Pflanzenfressern (Kaninchen, Elefant) geschieht die Aufnahme des von den Darmbakterien erzeugten B12 teilweise durch Koprophagie (Kotfressen). Andere monogastrische Tierarten (mit 1 Magen) resorbieren das B12 in größerem Umfang aus dem Dickdarm. Es ist unverständlich, weshalb beim Menschen die Aufnahme von B12 aus dem Dickdarm angezweifelt wurde. Es gibt aber keine andere Erklärung für die volle Gesundheit von Vegans und deren hohem B12-Gehalt im Blut trotz des geringen B12-Gehalts in der Nahrung.
Vitamin B12-Mangelerscheinungen
Am bekanntesten ist, daß Vitamin B12 zur Blutbildung notwendig ist. Eine bestimmte Form der Blutarmut (hyperchrome Anämie) ist daher eine der Folgen von B12-Mangel. Für die Entstehung der perniziösen Anämie infolge Vitamin B12-Mangel sind aber noch andere Faktoren von Bedeutung: Für die Verwertung des mit der Nahrung zugeführten Vitamins B12 ist eine Art „Begleitschutz" bis zur Resorptionsstelle im Dünndarm in Form des intrinsic faktors nötig, an den es im Magen gekoppelt wird. Der intrinsic faktor ist ein Glykoprotein, das bei der Eiweißverdauung im Magen entsteht. Bei fehlender Magensäure oder bei fehlendem Magen infolge Operation fällt die Eiweißverdauung und damit die Bildung des intrinsic faktors und der Begleitstoff für B12 aus. Aber selbst bei intaktem Magen kann der intrisic faktor durch Antikörper blockiert werden.
Zur Vermeidung von Mißverständnissen ist vielleicht der Hinweis nötig, daß in der heutigen Zivilisation Anämien sehr zahlreich sind, die mit Vitamin B12-Mangel nichts zu tun haben. Interessant ist auch, daß solche Anämien bei Fleischessern häufiger sind als bei Vegetariern und daß sie bei Fleischessem sich rasch durch zusätzlichen Verzehr von Frischkost beheben lassen. Einzelne Fälle von Anämien bei Vegans werden verständlicherweise in der Literatur hochgespielt, sind aber im Vergleich zu der Zahl von Anämien bei der üblichen Zivilisationskost, die oft sehr einseitig ist, eine Ausnahme.
Andere mögliche Folgen von Vitamin B12-Mangel sind degenerative Erkrankungen des Nervensystems, z. B. die funikuläre Myelose. Aber auch im psychischen Bereich kann B12-Mangel zu Störungen wie Depression und neurasthenischen Zuständen führen.
Da Vitamin B12 bei vielen intermediären Prozessen im Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel der einzelnen Zellen beteiligt ist, kann es im weitesten Sinne als stoffwechselnotwendig und für die körperliche und geistige Gesundheit als unerläßlich bezeichnet werden. Infolge seiner universellen Funktionen wird es in der Medizin heute auch sehr vielseitig verwendet, aber nicht bei Vegetariern und Vegans, sondern eben bei den zahlreichen ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten. Die therapeutisch verwendeten Präparate stehen aus mikrobieller Synthese billig zur Verfügung.
In den einzelnen Organen kommt B12 in unterschiedlichen Konzentrationen vor, am stärksten in der Leber und den blutbildenden Organen des Knochenmarks. In der Leber ist eine Speicherung bis zu 5000 y möglich, so daß vorübergehend verringerte B12-Zufuhr über lange Zeit ausgeglichen werden kann. Gefahr der Unterversorgung besteht bei einem Blutspiegel unter 100 y/ml. Ein Spiegel von 300-400 y/ml im Blut ist die Norm. Bei ausreichender Eiweißzufuhr sinkt der Bedarf an B12 um so mehr, je höher die Folsäurezufuhr ist.
Einige Zusammenbrüche von Vegans nach dem zweiten Weltkrieg, auf die in der Literatur immer wieder Bezug genommen wird, auf B12-Mangel zurückzuführen, erscheint angesichts der Tatsache, daß Milliarden Menschen seit Jahrtausenden bei einer solchen Kostform gesund und leistungsfähig blieben, nicht berechtigt. Stellt man diesen Einzelfällen die große Zahl von „Zusammenbrüchen" bei Gemischtessern gegenüber, deren Ursache nicht geklärt ist, so verlieren jene Fälle an Relevanz.
Zusammenfassend ist aus den zahlreichen angeführten Fakten der Schluß zu ziehen, daß vom wissenschaftlichen Standpunkt aus ungenügende B12-Versorgung kein stichhaltiges Argument gegen vegetarische Ernährung ist, auch in der strengen Form der Vegans ohne Milchprodukte und Ei. Gesunde und leistungsfähige Menschen, die sich so ernähren, sind ein unumstößlicher Beweis. Wenn bei chemisch-analytischer Betrachtung noch Lücken in der Erklärung der nicht zu widerlegenden Realität bestehen, so soll dies zwar zu weiterer wissenschaftlicher Forschung anregen; ungenügende Forschung berechtigt aber nicht, sie als Beweis gegen die Realität zu verwenden.

siehe auch http://wiki25.parsimony.net/cgi-bin/wiki/program/db-view.cgi?wiki63512;NeuesZuVitaminB
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zoe
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« Reply #4 on: July 19, 2009, 05:36:04 PM »


Quote
Wie man hier sehr eindrucksvoll erkennen kann, ist es ein gewaltiger Unterschied wie sich Fleisch oder Obst zum Menschen verhält.


Der Mensch - Fleischesser oder Obstesser?
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