Strom aus der Folie[...]Würth Solar zählt weltweit zu den Pionieren unter den Dünnschicht-Technologen. Im Herbst 2006 startete das Unternehmen im baden-württembergischen Schwäbisch Hall seine erste Großserienproduktion, die bis Ende 2007 Solarzellen mit einer jährlichen Leistung von 30 Megawatt bauen soll. Etwa 1000 Module, 60 mal 120 Zentimeter groß, werden dann täglich die Fabrik verlassen. Und zwar in CIS-Technologie. Das Kürzel steht für eine Verbindung aus den Metallen Kupfer und Indium sowie dem Halbmetall Selen; der Stoff verhält sich wie ein fotoaktiver Halbleiter. Andere Dünnschichtzellen verwenden Cadmium-Tellurid (CdTe) oder Kupfer, Indium, Gallium, Selen und Schwefel (CIGSSe) als halbleitende Materialien.
Selbst aus Silizium, dem Ausgangsstoff der dicken, kristallinen Solarzelle, lassen sich dünne, lichtempfindliche Schichten herstellen.
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Doch egal, aus welchen Stoffen die Sonnenfänger künftig hergestellt werden – eines gilt unter Experten als ausgemachte Sache: Die Solarzelle der Zukunft ist dünn, sie kann kostengünstig produziert werden und verbraucht wenig Rohstoffe. Zu einem Selbstläufer aber wird die Fotovoltaik, wie Experten befürchten, auch dadurch nicht. Zwar ist Solarenergie in Unmengen vorhanden – in einer halben Stunde schickt die Sonne mehr Energie zur Erde, als alle Menschen zusammen in einem Jahr verbrauchen –, trotzdem kommen Solarzellen noch immer nicht jedem Hausherren aufs Dach. Oftmals beschränkt sich ihr Einsatz auf Kleinstanwendungen wie Parkscheinautomaten.[...]
Quelle & weiter:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,482350,00.html