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Erinnerungsforum > Gesellschaft > Politik Weltgeschehen > Topic: Deutsche Bahn AG / Stuttgart 21
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Author Topic: Deutsche Bahn AG / Stuttgart 21  (Read 40136 times)
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earthling
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Deutsche Bahn AG / Stuttgart 21
« on: January 08, 2008, 02:56:44 am »

135 Milliarden Volksvermögen in die Tasche von Mehdorn ?

Wie bekannt ist die Deutsche Bahn AG eine Holding, dessen Gesellschaften separat Bilanzieren müssen. Einer dieser Gesellschaften ist die DB Netz AG.

Die DB Netz ist die Gesellschaft mit einem riesigen Grundstücksvermögen. Schätzung ergeben eine Fläche in der Größe von beiden Stadt-Staaten Hamburg und Bremen zusammen, insgesammt 1,35 Milliarden qm. Aber viele Millionen davon sind ungenutzt, nicht mehr für den Bahnbetrieb notwendig. Laut Gesetz müsste in der Regel beim Verkauf dieser Grundstücke der Erlös dem Schienennetz zufließen.

Wie sieht nun die Instandhaltung des Netz aus ?

Laut Hannoversche Allgemeine Zeitung  listet der Bundesrechnungshof insgesamt 2300 Mängel auf. Einige Beanstandungen seien "sicherheitsrelevant". Konkret werde der Bahn vorgeworfen, durch "verschleppte Instandhaltung" in den Jahren 2001 bis 2005 notwendige Reparaturarbeiten im Umfang von rund 1,5 Milliarden Euro unterlassen zu haben. Im einzelnen geht es unter anderem um Ortungsanlagen für gefährliche Schäden an Güterzugachsen. Laut Bundesrechnungshof seien derzeit "rund 14 Prozent dieser vom Bund finanzierten Anlagen nicht betriebsbereit". Zudem gefährdeten verrostete Ankerschrauben an Signalanlagen deren Standsicherheit.
Die stundenlangen Verspätungen beim Zugverkehr nach dem Orkan "Kyrill" vor allem in Nordrhein-Westfalen seien auch darauf zurückzuführen, dass die Bahn Bäume zu dicht an Gleisen wachsen lasse, bemängelt der Bundesrechnungshof der Zeitung zufolge. Einzige Reaktion der Bahn auf viele dieser Mängel sei oft die Reduzierung der Geschwindigkeit. So werde auf Strecken, die auf 160 Stundenkilometer ausgelegt sind, nur noch 120 gefahren.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/meldung57400.html

Was macht der Verkehrsausschuss in der Frage ?

Sie (Koalition u. Opposition) fordern Aufklärung, warum in den vergangenen Jahren trotz anders lautender gesetzlicher Vorschriften Grundstücke nicht übertragen worden seien, auf welchem Stand die Beurteilung als betriebsnotwendig oder nicht stattfinde und wie sich eventuelle Pachtzahlungen auf die Bilanzen ausgewirkt haben. Die SPD forderte, "dass ohne Wenn und Aber das DB-Gründungsgesetz umgesetzt wird" und alle Unklarheiten restlos aufgeklärt werden. Ähnlich formulierten die Oppositionsfraktionen: Die Linke forderte "Klarheit und Transparenz" vor allem über die Auswirkungen auf die Bahn-Bilanzen. Die Grünen unterstrichen, dass, wenn notwendig, Bilanzen auch im Nachhinein korrigiert werden müssten. Die CDU interessierte besonders, woher die 15 Milliarden Euro kommen, mit denen das Schienennetz der Bahn zur Zeit belastet ist. Der Forderung nach Beantwortung der offenen Fragen im Ausschuss verlieh die FDP Nachdruck: "Wenn wir keine ausreichenden Antworten kriegen, müssen wir noch mal über einen Untersuchungsausschuss nachdenken."
http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2006/2006_272/01.html

Einnahmen gehen aber in die Bahnholding und stehen Bahnchef Mehdorn zur freien Verfügung, die Ausgaben für das Schienennetz aber bezahlt der Steuerzahler.
http://www.br-online.de/daserste/report/

siehe auch TV-Sendung: Gleisnetz-Mängel: Rechnungshof kritisiert deutschen Gleisnetz-Zustand
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video57264_bcId-_ply-internal_res-real256_vChoice-video57264.html
« Last Edit: October 29, 2010, 01:14:55 pm by harakiri » Logged
earthling
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Re: Deutsche Bahn AG
« Reply #1 on: January 08, 2008, 03:09:31 am »

Toll! Kapitalismus für Profis

Frontal21 TOLL zur DB Cool

http://www.youtube.com/watch?v=_c3QUGg90hA

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earthling
Guest
Re: Deutsche Bahn AG
« Reply #2 on: January 15, 2008, 04:56:57 pm »

Dein Eigentum:
Die Bahn gehört Dir!


Die Deutsche Bahn ist in vielen Jahren von unseren Steuergeldern aufgebaut worden. Nun soll sie ohne große Diskussion verkauft werden. An private Investoren. Die Öffentlichkeit wird nicht gefragt. Es geht um riesige Profite für Wenige – und schlechtere Leistungen für Alle.

Im Herbst 2007 verhandelt der Bundestag über den Verkauf. Ein katastrophaler Gesetzentwurf liegt bereits vor. Schon jetzt sind die schwerwiegenden Folgen einer Privatisierung für uns alle absehbar.

Das Verscherbeln unseres Eigentums muss verhindert werden.

Der Wert der Bahn wird inklusive 34.000 km Schienen, 5.500 Bahnhöfen und weiterem Eigentum auf über 100 Milliarden Euro geschätzt. Würde man das deutsche Schienennetz, so wie es heute ist, neu bauen müssen, dann müsste man dafür 220 Milliarden Euro investieren. Für maximal 15 Milliarden Euro soll all dies an Großinvestoren verscherbelt werden.

mehr/Quelle: http://privatisierungstoppen.deinebahn.de/story/01/101.html
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earthling
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Re: Deutsche Bahn AG
« Reply #3 on: March 29, 2009, 04:35:49 am »

Endstation Deutsche Bahn
29. März 2009, Für den Bahn-Chef wird es immer enger. Hartmut Mehdorn soll die E-Mails seiner Mitarbeiter ausgespäht haben, um Konzernkritiker kaltzustellen. Wenn das stimmt, ist der erfolgreiche Manager nicht mehr zu halten...

Noch bis vor wenigen Monaten zitterten Mehdorns Presseleute jedem öffentlichen Termin ihres Chefs entgegen: Erst einmal warm geworden, schlug der gern über die Stränge und teilte lustvoll Hiebe nach allen Seiten aus. Entsprechend viel Zeit und Energie kostete es seine Berater später, den Flurschaden wieder zu bereinigen.

Seit einiger Zeit aber ist es seltsam still geworden um das Raubein in der Riege der deutschen Topmanager. Zwar steht sein Konzern so massiv in der Kritik wie nie zuvor, zwar werden auch die Stimmen derer, die Mehdorns Kopf fordern, immer lauter. Aber ausgerechnet von dem, der noch nie eine Gelegenheit ausließ, zurückzupoltern, ist kaum noch etwas zu hören. Lediglich knappe Kommentare sickern aus der gläsernen Konzernzentrale im Herzen Berlins, die meisten Gespräche laufen im Hintergrund, viel mehr Mehdorn gibt es auf der Bühne Berlins nicht.

Diese neue Verschwiegenheit dürfte dem obersten Bahner der Nation zum Verhängnis werden. Als bekannt wurde, dass der letzte deutsche Staatskonzern über Jahre hinweg mehr als 170 000 seiner eigenen Mitarbeiter ausgespäht und deren E-Mail-Korrespondenz systematisch überwachen ließ, suchte man vergeblich nach der früheren Direktheit des Konzernchefs, der doch noch nie um eine Antwort verlegen gewesen war.

Zwar beauftragte Mehdorn eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und zwei große Anwaltskanzleien damit, Licht ins Dunkel der Spähaffäre zu bringen. Aber statt selber offensiv aufzuklären, entschied er sich dafür, der Öffentlichkeit die Wahrheit nur in leicht verdaulichen Häppchen zu servieren. Frei nach dem Motto: Erst dann reden, wenn es wirklich nicht mehr anders geht.

alles http://www.welt.de/wams_print/article3463773/Endstation-Deutsche-Bahn.html
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earthling
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Re: Deutsche Bahn AG
« Reply #4 on: March 30, 2009, 01:02:02 pm »

Deutsche-Bahn-Chef Mehdorn tritt ab  30.03.2009
Wegen der Datenaffäre war Harmut Mehdorn zunehmend unter Druck geraten. Er gibt aber an keine eigene Schuld in der Affäre zu haben.
http://www.kurier.at/geldundwirtschaft/307026.php
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earthling
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Re: Deutsche Bahn AG
« Reply #5 on: April 15, 2009, 03:28:22 am »

Schlafende Lokführer im Führerstand
Wie die Bahn ihr Personal mit Überstunden überfordert 07.11.2008
http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4039784/7n6aqc/index.html
« Last Edit: April 15, 2009, 03:31:28 am by earthling » Logged
harakiri
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Now Britain's railways are taken over... by Germany
« Reply #6 on: May 25, 2010, 04:05:36 am »

Quote
Now Britain's railways are taken over... by Germany 23rd April 2010
Germany's state-owned rail company is to take over one of Britain's biggest train firms.

Deutsche Bahn has agreed a £1.59billion deal to buy Arriva, in a move which marks the loss of yet another key element of Britain's manufacturing and infrastructure heritage to foreign ownership.
Furious unions yesterday condemned the takeover, saying DB had 'slashed its workforce by half ' since moves to privatise it began in 1994....

.....Britain's transport 'crown jewels' already under German ownership include Rolls-Royce and Mini, which belong to BMW, and Bentley, which is owned by Volkswagen - itself saved from ruin by the British Army after the Second World War.
Many more firms are under wider foreign ownership, such as Jaguar Land Rover which is owned by India's Tata, and airport operator BAA, which is owned by Spain's Ferrovial.....

Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1268112/German-rail-group-1-6bn-takeover-British-bus-rail-firm-Arriva.html


http://www.thetrumpet.com/index.php?q=7209.5773.0.0
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harakiri
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DB/Stuttgart 21 - Vernichtendes Zeugnis: Geheimstudie im Internet
« Reply #7 on: July 29, 2010, 02:44:55 pm »

"Projekt Stuttgart 21" und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm
Quote
Vernichtendes Zeugnis: Geheimstudie im Internet 28.07.2010

....Die als geheim klassifizierte Studie von 2008 attestiert dem Bahnprojekt Engpässe beim Verkehrsfluss, erhebliche Konflikte zwischen ICE- und Regionalverkehr sowie Nachteile für den S-Bahn-Verkehr. Ursache sei die zu knapp ausgelegte Infrastruktur. ...

...Eines geht aus einem Aktenvermerk der SMA-Gutachter deutlich hervor: dass die Studie nicht zur Veröffentlichung gedacht war. "Aufgrund der Brisanz der vorliegenden Resultate ist absolutes Stillschweigen erforderlich", heißt es in dem Bericht. Das Landesverkehrsministerium hatte dagegen Anfang Juli erklärt, die Untersuchung sei nicht geheim. ....

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2571755_0_8331_-vernichtendes-zeugnis-geheimstudie-im-internet.html


Hier ist das vollständige SMA-Gutachten zu finden. » http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=534

http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21

http://www.das-neue-herz-europas.de/
Broschüre: http://www.das-neue-herz-europas.de/de-DE/download/200911-Flyer-Wahrheit_ueber_Stuttgart_21.pdf
« Last Edit: September 04, 2010, 05:12:46 am by harakiri » Logged
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Verkehrs- und Städtebauprojekt "Stuttgart 21"
« Reply #8 on: August 21, 2010, 12:56:16 pm »

Stuttgart 21

Um was geht es?
Quote
Stuttgart 21 ist ein im Bau befindliches Verkehrs- und Städtebauprojekt zur Neuordnung des Eisenbahnknotens Stuttgart. In Verbindung mit der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm wird es offiziell auch als Bahnprojekt Stuttgart–Ulm (ehemals, ab Mitte 2000, auch Baden-Württemberg 21) bezeichnet.

Kernstück ist die Umwandlung der 17-gleisigen oberirdischen Kopfbahnhofanlage des Stuttgarter Hauptbahnhofs in einen achtgleisigen unterirdischen Durchgangsbahnhof. Die Zulaufstrecken werden dabei in schnell befahrbare Tunnel verlegt. Etwa ein Quadratkilometer freiwerdende Gleisflächen werden so der Stadtentwicklung zur Verfügung gestellt. Neben einem Ringschluss im Stadtgebiet sind ein neuer Fern- und Regionalbahnhof am Flughafen Stuttgart, ein neuer Abstellbahnhof in Untertürkheim sowie eine neue S-Bahn-Station Mittnachtstraße geplant.Insgesamt sollen 57 km Eisenbahntrasse neu entstehen.

Das Bahnhof-21-Projekt ist Teil der Vorrangigen Achse Nr. 17 der Transeuropäischen Netze („Magistrale für Europa“). Es wird von der Deutschen Bahn AG, der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Baden-Württemberg, der Region Stuttgart und der Landeshauptstadt Stuttgart vertreten.

Das Konzept geht auf einen Vorschlag des Verkehrswissenschaftlers Gerhard Heimerl von 1988 zurück und wurde am 18. April 1994 der Öffentlichkeit vorgestellt.[6] Der Finanzierungsvertrag wurde am 2. April 2009 unterschrieben. Die geplanten Kosten liegen derzeit bei etwa vier Milliarden Euro (Stand: Dezember 2009). Am 2. Februar 2010 begannen die Bauarbeiten.[7]

Das Projekt ist umstritten und wird seit Jahren kontrovers diskutiert. In Meinungsumfragen sprach sich eine Mehrheit der Stuttgarter Bürger wiederholt gegen das Projekt aus; an zahlreichen Demonstrationen beteiligten sich tausende Bürger. Ein Alternativkonzept wird unter dem Namen Kopfbahnhof 21 diskutiert


http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21
« Last Edit: August 27, 2010, 01:55:57 pm by harakiri » Logged
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Streit um Großprojekt Soll der Bahnhof unter die Erde?
« Reply #9 on: August 21, 2010, 01:03:21 pm »

Streit um Großprojekt
Soll der Bahnhof unter die Erde?


21.8.2010
Quote
Das Projekt Stuttgart 21 sei eine gute Investition, glaubt Robert Leicht. Pure Geldverschwendung, erwidert Kerstin Bund. Ein Pro und Contra.
.......
Und schließlich die Demokratie: Seit über 20 Jahren wird das Projekt diskutiert, die Beschlussfassung ist in Stadt, Land und Bund demokratisch legitimiert – die Stadt- und Landespolitiker müssten es eben nur eindringlich erläutern. Im Übrigen: Ein Volksentscheid, vor ein paar Jahren abgehalten, hätte eine satte Mehrheit für das Vorhaben ausgewiesen.


Stuttgart 21
Schwabenstreich


13.8.2010
Quote
Stuttgart will seinen Bahnhof im teuersten Loch Deutschlands versenken. Das Projekt 21 spaltet die Stadt

Erwartete Kosten: 7 Milliarden Euro. Allein die Neubaustrecke nach Ulm soll 2,9 Milliarden Euro kosten, erst vor Kurzem musste Bahnchef Rüdiger Grube 865 Millionen Euro draufsatteln. Hinzu kommen 4,1 Milliarden Euro für das Bahnhofsprojekt – zu Beginn der Rahmenplanung 1995 ging die Bahn noch von 2,5 Milliarden aus. Das ist fast eine Verdoppelung, und Verkehrsexperten wie Karl-Dieter Bodack schätzen die Kosten für das »irrwitzige Prestigeobjekt« inzwischen auf insgesamt »mindestens 10, eher 12 Milliarden Euro«.

Und was haben die Bürger davon? »Mehr Grün. Mehr Parkanlagen. Mehr Freizeit.« Das zumindest verspricht Oberbürgermeister Wolfgang Schuster, wenn durch die Verlegung der Gleisanlagen unter die Erde 100 Hektar Innenstadtfläche frei werden. Eine zweite City soll entstehen mit 11.000 Wohnungen, so die Verheißung. Auch wenn die wohl frühestens in 25, 30 Jahren wahr werden dürfte.

Für die Gegner bedeutet Stuttgart 21 vor allem eine riesige Dauerbaustelle mit täglich mehr als 2000 Lastwagen, die im 30-Sekunden-Takt durch die Innenstadt rollen. Obendrein würden 280 uralte Bäume im Schlosspark gefällt, würden die denkmalgeschützten Bahnhofsflügel des Architekten Paul Bonatz abgerissen und könnten die Mineralquellen unter der Stadt verseucht werden!


http://www.zeit.de/2010/33/Stuttgart-21?commentstart=9#comments


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Umweltbundesamt Bahn und Bund verschwenden Steuergeld
« Reply #10 on: August 21, 2010, 01:12:27 pm »

Umweltbundesamt
Bahn und Bund verschwenden Steuergeld


11.8.2010
Quote
Bahn und Bund geben nach ZEIT-Informationen Milliarden für unnötige Projekte aus. In einer Umweltbundesamt-Expertise wird gefordert, etwa auf Stuttgart 21 zu verzichten.

In dem Gutachten für das Umweltbundesamt (UBA) heißt es, die Infrastrukturpolitik müsse "grundlegend umgestaltet" werden und diese Kehrtwende dulde "keinen weiteren Aufschub". Ohne "Verzicht auf die Prestigeprojekte" beim Schienenbau seien "die sinnvollen Vorhaben nicht einmal bis 2030 finanzierbar".
Anzeige

Das Gutachten liegt der ZEIT vor. Die Gutachter empfehlen auf das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 zu verzichten. Es müsse "umgehend gestoppt werden", unter anderem weil es "kein Nadelöhr beseitigt, sondern neue schafft", so die Studie. "Konzeptionell falsch" sei ebenfalls die Schnellfahrstrecke von Wendlingen nach Ulm. Auch der ICE-Strecke von Nürnberg über Erfurt nach Halle und Leipzig fehle "jegliche Legitimation". Dem Güterverkehr auf der Schiene, der über ein hohes Wachstumspotential verfüge, nutzten diese Investitionsvorhaben praktisch nicht; sie allein beanspruchten aber Bundesmittel in Höhe von elf Milliarden Euro.


http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-08/bahn-verschwendung-stuttgart21

Kommentare dazu aus dem Bericht:

Quote
das war nötig

Sau blöd nur, dass die Bagger in Stuttgart längst angerollt sind und das man viel zu spät kommen wird. Ersatzweise könnte man für den Betrag, den die Umgestaltung des Stuttgarter Bahnhofes und anliegender Strecken verschlingt, 80 (!) Bahnhöfe für 50 (!) Millionen € renovieren. Schade auch, dass gewisse Realitätsferne, wie es häufig Aktivisten von RobinWood sind, mit ihren bisweilen infantilen Kampagnen pragmatischere Gegnern des Projektes mit in die Unglaubwürdigkeit gezogen haben. So hatten Oettinger und Co. auch recht leichtes Spiel. Von der Bahn ist man ja nichts anderes gewohnt, also gegen das Allgemeinwohl zu handeln...


Quote
Kein Prestigeprojekt?

Der Widerstand gegen das Projekt wächst von Tag zu Tag, und dennoch hält man weiter eisern an Plänen fest, die im Jahre 1997 vielleicht noch sinnvoll erschienen, jetzt aber von der Zeit und der wirtschaftlichen Entwicklung völlig überholt wurden. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch ist Stuttgart 21 ein Skandal (Stichwort abgelehnter und nunmehr neu angestrebter Bürgerentscheid). Es gäbe Alternativen, doch diese werden nicht diskutiert. Wäre Stuttgart 21 kein Prestigeobjekt, würden auch die Alternativen diskutiert, bei denen man nicht den halben Bonatz-Bau abreißen und wertvolle Grünflächen dem Erdboden gleichmachen müsste.


Quote
Das Projekt hat

alle demokratischen und rechtlichen Hürden genommen. Wurden die Bürger nicht genügend in den Entschiedungsprozess mit einbezogen bzw. herausgehalten? In dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag zu Stuttgart 21 heißt es: "Ein der Vielschichtigkeit des Projekts angemessenes, die Öffentlichkeit einbeziehendes, strukturiertes und verbindliches Diskurs-Verfahren, das dem Wunsch vieler Bürger nach Mitsprache Rechnung trägt und diskursethischen Anforderungen genügt, wurde nicht gefunden. Leistungsfähige förmliche Verfahren zur Bürgerbeteiligung für Projekte dieser Komplexität existieren nicht."

67.000 Unterschriften (davon ca. 62.000 gültig von 20.000, die nötig waren) konnten keine politische und rechtliche Wirkung entfalten. Das Projekt hat viele Ebenen und damit viele Verantwortliche.

Ich stoße beim Lesen der Nachrichten immer wieder auf das gleiche Grundproblem. Es läßt sich schlichtweg nicht nachvollziehen, wie die Verantwortung genau zu lokalisieren ist. Erst dann ist es doch möglich, jemanden überzeugen zu wollen und möglicherweise auch zu können.

Der Bürgerprotest richtet sich gegen das gesamte Projekt. Das ist eine schöne Sache zu sehen, dass Menschen sich engagieren. Problematisch ist aber, dass es ja nicht um das Projekt als solches geht, sondern um die, die die Verantwortung dafür tragen. Sprechen die Menschen miteinander? Es gibt eine klare parlamentarische Mehrheit für das Projekt. Man hört, die Mehrheit der Bürger sei dagegen. Wo ist die Verbindung?


Quote
Kein Prestigeobjekt ?

wenn der Umbau eines Bahnhofs 4 Milliarden kostet, wohlgemerkt UM-BAU, eines bereits bestehenden Bahnhofs, dann weiß ich nicht was Sie unter Prestige verstehen. The Palm in Dubai ??
Der NEU-BAU des Berliner HBF´s hat 1 Milliarde gekostet. Für mich ist das alles nicht mehr nachzuvollziehen. Es handelt sich hierbei um nichts anderes als eine gigantische Geldvernichtung öffentlicher Gelder.

Und wenn Sie die Region Stuttgart mit Massachusetts und Südkorea vergleichen schlage ich vor Sie nehmen die 4 Milliarden und bauen Stuttgart dort wieder auf. Dann wäre das Geld wenigstens sinnvoll investiert



In dem Zusammenhang:
Zufällig ist nämlich die Kanzlei Heuking in Person von Jaspers auch hier mit von der Partie,denn sie beraten den
Verband Region Stuttgart SPNV-Vergaben
Quote
Der Verband Region Stuttgart schreibt SPNV-Leistungen für sein S-Bahn-Netz europaweit aus im Rahmen des Großprojekts "Stuttgart 21". Hierbei handelt es sich um die größte Wettbewerbsvergabe im SPNV in Deutschland überhaupt.

Heuking Kühn Lüer Wojtek unterstützt den Verband Region Stuttgart bei der Erstellung der Vergabeunterlagen, der Beantwortung von Rügen und Rückfragen und den Verhandlungen mit den Bietern. Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.heuking.de/fileadmin/user_upload/Bilder/Projekte_Bilder/Vergaberecht/Verband_Region_Stuttgart.pdf


Das ist die Kanzlei,die im klammen Duisburg gleich mehrere Großprojekte berät,der Stadt Duisburg das Gutachten erarbeitet zur Loveparade,den PR-Berater besorgte und bezahlte,was nicht eindeutig belegbar ist und weiterhin die Stadt Duisburg im Vorgehen
gegen den Blog"xtranews.de"aus Duisburg unterstütze.(Was man bisher zu lesen bekam)

Wir haben ein Recht zu erfahren,wie die angeblichen so knappen Gelder verbrannt werden und wer sich die goldenen Nasen dabei verdient.

« Last Edit: August 22, 2010, 11:03:35 pm by Verschlußsache » Logged
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Bahnhofs-Streit Eine Stadt steht kopf
« Reply #11 on: August 21, 2010, 11:41:18 pm »

Bahnhofs-Streit
Eine Stadt steht kopf


21.08.2010
Quote
Den Bauzaun, hinter dem der Abrissbagger inzwischen seine kleinen Kreise zieht, haben sie mit Zetteln und Plakaten in eine Art Klagewand verwandelt: »Ba(h)nanenrepublik« steht da oder »Wir sind im Widerstand, aber wir gehen nicht in den Untergrund«. Erregte Streitgespräche zu jeder Tageszeit. Seit Juli achtet eine Mahnwache rund um die Uhr auf Bewegungen des Gegners und organisiert Widerstand per Telefonkette. Und als Warnung für die Landtagswahl im kommenden Frühjahr: »Wer den Bahnhof quält, wird abgewählt.«
Anzeige

Die vielbeschworene »Mitte« der Gesellschaft zeigt sich widerborstig, viele darunter sind wirtschaftsnah und haben immer CDU gewählt, viele Ältere, Seriöse. Sie kommen zum Protest-Streichquartett an den Bauzaun, aber sie haben keine Lust auf Rangeleien mit der Polizei. Sie sind gebildet und hervorragend informiert, über den Landeshaushalt ebenso wie über wasserführende Gesteinsschichten. Das macht ihren Widerstand neuartig und wirkungsmächtig. Der Protest ist bürgerlich. Und er zeigt sich verdammt zäh.

Die Stadt und die Landespolitik halten dagegen: Der Tiefbahnhof ist das entscheidende Zukunftsprojekt der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Die verbesserte Erreichbarkeit erhöht die Attraktivität des Standortes. Mehr Menschen und mehr Güter werden auf die Schiene gelenkt. Hinterm Bahnhof entsteht dann ein ganz neues, grünes Stadtviertel, das die alte Trennung der Stadt durch die Gleisanlagen beseitigen wird. Für das von Hügeln eingekesselte Stuttgart ist diese Fläche die einzige Chance, noch zu wachsen


http://www.zeit.de/2010/34/Stuttgart-21
Quote
Mahnwachen, Telefonketten, Parolen: Im Streit um den Stuttgarter Hauptbahnhof geht es nicht mehr um die Sache
« Last Edit: August 22, 2010, 11:04:45 pm by Verschlußsache » Logged
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Protestler stoppen Abriss des Stuttgarter Bahnhofs
« Reply #12 on: August 26, 2010, 05:10:16 pm »

Protestler stoppen Abriss des Stuttgarter Bahnhofs

26.08.2010
Quote
Stuttgart.  Tausende Gegner des Projekts „Stuttgart 21“ haben gegen den Beginn der Abrissarbeiten am Bahnhof protestiert. Sieben Demonstranten erklommen das Dach des Gebäudes – und brachten so die Arbeiten zum Stillstand.

Demonstranten haben die für das umstrittene Bahnprojekt „Stuttgart 21“ nötigen Abrissarbeiten am Stuttgarter Bahnhof vorläufig zum Stillstand gebracht. Weil mehrere Protestierende auf dem Dach des alten Bahnhofs verharrten, konnten die Abbrucharbeiten am Nordflügel am Donnerstag zunächst nicht fortgesetzt werden. Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) kritisierte die Gegner von „Stuttgart 21“ als unredlich.

Nachdem bereits am Mittwoch nach Polizeiangaben 6000 Menschen - laut Veranstalter der Demonstration waren es 12.000 Menschen - gegen den Beginn der Abrissarbeiten demonstriert hatten, eskalierte die Situation am Abend. Sieben Aktivisten erklommen das Bahnhofsdach, um den Abbruch des Nordflügels zu stoppen, wie die Polizei mitteilte. Die Arbeiten ruhten den Angaben zufolge deshalb auch noch am Donnerstag. Die Behörden bemühten sich um „Lösungsmöglichkeiten“, sagte ein Polizeisprecher. Auf dem Bahnhofsvorplatz verharrten unterdessen erneut hunderte Demonstranten, die Zufahrtswege für Baufahrzeuge bis Freitag blockieren wollen.


http://www.derwesten.de/nachrichten/Protestler-stoppen-Abriss-des-Stuttgarter-Bahnhofs-id3608087.html
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Stuttgart: Tausende am "Tag X" gegen Abbruch des Nordflügels am Bahnhof
« Reply #13 on: August 26, 2010, 08:23:33 pm »

Stuttgart: Tausende am "Tag X" gegen Abbruch des Nordflügels am Bahnhof - Innenstadt blockiert

Mittwoch, 25. August 2010
Quote
Mehrere tausend Menschen protestierten heute gegen den am Nachmittag begonnenen Abbuch des Nordflügels. Nach der Auslösung des Alarms durch die Parkschützer kam es zu verschiedenen Massenblockaden vor Ort.

Während Oberbürgermeister Schuster sich unter Polizeischutz (und hinter den Gittern des alten Schlosses, wo er der Meinung vieler S21 GegnerInnen nach auch hin gehört) vor den BesucherInnen bei der Eröffnung des "Weindorfes" posierte, machten sich die mehr an der Stadt interessierten BürgerInnen auf, um neben diversen Verkehrsknotenpunkten auch den Hochgeschwindigkeitszug TGV zu blockieren.

Nachdem ein Dutzend beherzte AktivistInnen den TGV zunächst mit einer Gleisblockade an der Abfahrt hinderte, zogen mehrere hundert Menschen nach und drängten vor auf den Bahnsteig 9. Erst durch die Abschirmung einer Polizeikette - bei der die BeamtInnen in gefährlicher Nähe zum Zug standen - konnte dieser mit erheblicher Verspätung abfahren.

Währenddessen fand eine Demonstration durch die Stuttgarter Innenstadt statt, an der wieder mehrere tausend Menschen teilnahmen. Die Demonstration endete am Arnulf Klett Platz / Ecke Friedrichstrasse mit einer Blockade. Die Blockade am Charlottenplatz, die zusammen mit einer Blockade vor dem Haus der Abgeordneten zum Erliegen des Verkehrs auf der Bundesstrasse 10 und der B27 führte, wurde während der Demonstration von den BlockerierInnen vorübergehend aufgelöst. Sie wurde im Anschluss wieder bis ca. 22:30 besetzt.

Um weitere Abrissarbeiten zu verhinden, sind am Nordflügel eine "kritische Masse" von mehreren hundert Menschen nötig. Daher wurde dazu aufgerufen, besonders auch in den frühen Morgenstunden verstärkt an der Mahnwache und Aktionen rund um den Nordflügel teilzunehmen.

Am Freitag, den 27. August findet ab 19:00 die nächste Großdemonstration statt.


http://www.trueten.de/archives/6275-Stuttgart-Tausende-am-Tag-X-gegen-Abbruch-Innenstadt-blockiert.html
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harakiri
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Financial Times: Bei Stuttgart 21 die Notbremse ziehen!
« Reply #14 on: August 27, 2010, 01:51:29 pm »

Bei Stuttgart 21 die Notbremse ziehen! 26.08.2010
Die Bagger rollen, Bund und Land sagen: Beim Bahnhofsprojekt Stuttgart gibt es kein Zurück mehr. Besser und billiger wäre es aber, jetzt noch die Notbremse zu ziehen. Andernfalls drohen eine Kostenexplosion und eine Problembaustelle über viele Jahre

Quote
Schlimmer noch: Nach einem Gutachten des europaweit renommierten Gutachterbüros SMA + Partner aus Zürich wäre Stuttgart 21 mit seinen nur 8 Gleisen deutlich weniger leistungsfähig als der heutige Kopfbahnhof mit seinen 17 Gleisen. Die Gutachter befürchten ein Verkehrschaos insbesondere für den Fernverkehr, der ja eigentlich von dem Projekt profitieren soll.
Die Bauarbeiten in dem tückischen Quellgips der Schwäbischen Alb werden mit Sicherheit langwieriger und teurer werden als die Politiker jetzt zugeben. Im Vergleich zu Stuttgart 21 sind die Bauarbeiten auf der Schnellstrecke München-Erfurt noch harmlos und schon die verzögern sich und werden weit kostspieliger als geplant.
Der eigentliche Bahnhof Stuttgart 21 wird jetzt mit rund 4,5 Mrd. Euro angesetzt, die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm mit 2,9 Mrd. Euro. Nach einer Studie des Umweltbundesamtes ist aber mit Gesamtkosten von 9 bis 11 Mrd. Euro zu rechnen. In Zeiten von Sparpaketen ist das maßlos - insbesondere, wenn der Nutzen nicht klar ist.


http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:milliardenprojekt-bei-stuttgart-21-die-notbremse-ziehen/50161604.html

siehe auch http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-08/bahn-verschwendung-stuttgart21

Hier einige Originale aus der Studie: http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=534
sowie auch hier: http://www.bruchsal.org/story/stuttgart-21-parteien-protest-gutachten

siehe dazu: Stellungnahme von SMA und Partner AG zu Veröffentlichungen von vertraulichen Sitzungsunterlagen
http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/66249/_Stellungnahme_von_SMA_und_Partner_AG.pdf?command=downloadContent&filename=_Stellungnahme_von_SMA_und_Partner_AG.pdf
« Last Edit: August 27, 2010, 02:07:22 pm by harakiri » Logged
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