Ungeheuerlich: Geplantes indisches Gesetz soll Kritik an GVOs unter Strafe stellen F. William Engdahl 16.03.2010
Das indische Parlament berät seit Anfang März über einen Vorschlag für ein Gesetz, durch das die Redefreiheit in beispielloser Weise einschränkt werden soll: Für öffentlich geäußerte Kritik an gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) oder anderen Produkten drohen Gefängnisstrafen. Das bislang nicht verabschiedete Gesetz ist ein Beweis dafür, wie weit das weltweite GVO-Agrobusiness geht, um die Akzeptanz für ihr patentiertes Saatgut zu erzwingen, dessen angebliche Vorzüge nicht bewiesen sind.
Der Entwurf für das Gesetz
»Biotechnology Regulatory Authority Bill« (BRAB), den die UPA-Regierung von Ministerpräsident Manmohan Singh vorgelegt hat, fordert in Kapitel 13, Paragraf 63: »Wer ohne Beweise oder ohne wissenschaftliche Grundlage die Öffentlichkeit hinsichtlich der Sicherheit der Organismen und Produkte irreführend informiert …, wird mit einer Gefängnisstrafe von mindestens sechs Monaten bis höchstens einem Jahr, einer Geldstrafe bis zu einer Höhe von zweihunderttausend Rupien oder beidem belegt.«
Das Gesetz wurde von der Abteilung Biotechnologie beim Ministerium für Wissenschaft und Technologie formuliert. Es wurde im Anschluss an heftige Massenproteste gegen den Anbau von »Monsanto Bt Brinjal«, einer der Aubergine ähnlichen beliebten Gemüsepflanze, im Parlament eingebracht. Angesichts der massiven Proteste sah sich Umweltminister Jairam Ramesh gezwungen, den Anbau von Bt Brinjal einstweilig auszusetzen.
weiter http://info.kopp-verlag.de/news/ungeheuerlich-geplantes-indisches-gesetz-soll-kritik-an-gvos-unter-strafe-stellen.html siehe auch
http://www.sein.de/news/2010/maerz/gesetz-in-indien-soll-kritik-an-gentechnik-verbieten.htmlhttp://beta.thehindu.com/news/national/article108821.ece Biotechnology Regulatory Authority of India bill “This draft bill further exposes
Science and Technology minister Prithviraj Chavan direct links with the GM industry. Instead of working closely with the environment and health ministers to strengthen bio-safety regulation and safeguard human health respectively, Chavan is trying to change the rules of the game to facilitate the back door entry of Bt Brinjal and GM Rice.”
http://www.greenpeace.org/india/press/releases/the-biotechnology-regulatory-a 
Science and Technology Minister Prithviraj Chavan
...das ging ja flott, dieser Mafia-Schlag gegen die indischen Bauern. Noch im Februar hieß es:Aus für Gentech-Aubergine in IndienDer breite Protest hat sich gelohnt. In Indien wird in absehbarer Zeit keine Gentechnik-Aubergine zugelassen. Umweltminister Jairam Ramesh hat verkündet, dass er ein Moratorium für die Zulassung der Bt-Aubergine solange verhängen will, bis Langzeitauswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Umwelt geklärt sind. Grund für das Moratorium war neben erheblichen wissenschaftlichen Bedenken vor allem der massive Protest der Landbevölkerung.
http://www.sein.de/news/2010/februar/aus-fuer-gentech-aubergine-in-indien.html Gentechnik keine Lösung für Hungernde....."Mit dem indischen Anbauverbot für Gentech-Auberginen wurde das von der Gentech-Industrie wiederholt vorgebrachte Argument - Gentechnik sei lebensnotwendig für die hungernden Landbevölkerung in den Entwicklungsländern - endgültig als Marketingslogan ohne Wahrheitsgehalt enttarnt", erklärt Müller.
"Es waren vor allem die Massenproteste der indischen Landbevölkerung, die die indischen Umweltminister zum Einlenken brachten", erklärt Müller. "Die Menschen sahen in der Gentech-Aubergine eine Bedrohung für die natürliche Vielfalt mit über 4.000 Sorten in Indien. Dieses natürliche Erbe wollten sich die indischen Bauern nicht zerstören lassen."
http://pressetext.com/news/100210030/aus-fuer-gentech-aubergine-in-indien/ 
protest against Bt brinjal in New Delhi
http://www.outlookindia.com/article.aspx?264276BT BRINJAL BANNED IN INDIA 17. Februar 2010
Government of India banned entry of Bt.Brinjal in INDIA for few more years. Environment minister Jayram ramesh said moratorium required for more/thorough research and consciences among the scientist community/farmers/NGOs.