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Erinnerungsforum > Gesellschaft > Politik Weltgeschehen > Topic: Kasachstan
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Author Topic: Kasachstan  (Read 1507 times)
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Kasachstan
« on: December 17, 2011, 08:33:14 pm »

Kasachstan das neue Lybien?

17.12.2011
Kasachstan: 70 Tote, Hunderte Verletzte nach Angriff auf Kundgebung streikender Ölarbeiter
Am heutigen Tag der 20jährigen Unabhängigkeit Kasachstans griffen Polizei und Sicherheitskräfte eine Kundgebung der streikenden Ölarbeiter in Zhanaozen an. Die Polizei provozierte die Menge, indem sie mit einem Auto gezielt in den friedlichen Protest fuhr. Sie schoss dann unter Anderem mit scharfer Munition in die Menge der Streikenden und ihrer Familien. Bei den Ereignissen wurden nach Angaben von cwi-Reportern über 70 Menschen, hauptsächlich streikende Ölarbeiter, getötet und 700-800 verwundet.

Die westkasachische Stadt befindet sich im Chaos, das Stadtratsgebäude ist abgebrannt, das Verwaltungsgebäude eines der bestreikten Konzerne, OzenMunaiGas, ist offenbar gesprengt worden. Panzer und Militärs wurden in die Stadt geschickt und Helikopter patroullieren über Zhanaozen. Es herrscht eine völlige Informationssperre. Sämtliche sozialen Netzwerke und Teile des Handynetzes waren über lange Zeit abgeschaltet. Erst gegen 21 Uhr Ortszeit wurde eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht, laut der „bei gewalttätigen Ausschreitungen der streikenden Ölarbeiter 10 Menschen getötet und einige verletzt wurden, darunter Polizisten“.

Die gesamte Ölindustrie der Region liegt lahm, weil ArbeiterInnen aller anderen Ölraffinerien, Zulieferer und Weiterverarbeiter in Solidarität mit den angegriffen Ölarbeitern streiken.
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=12447&Itemid=314
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Reported 70 Dead & 500 wounded by riot police in Kazakhstan
« Reply #1 on: December 17, 2011, 08:37:00 pm »

Reported 70 Dead & 500 wounded by riot police in Kazakhstan

LATEST UPDATE 17:54 GMT Breaking News: Peaceful protesters & supporters of striking oil workers fired upon
Update 17:54 GMT: The Kazakh regime claims that only 10 have died during todays events however strikers claim via the CWI Russian website that they have 70 bodies and are still claiming hundreds were wounded. They are also reporting that the electricity has been turned off in Zhanaozen and that there are helicopters patrolling the skies while military forces including troops and vehicles are in the city.

In Berlin, Brussels, London, Vienna and elsewhere today there were protests at Kazakh embassies, consulates and other targets against the regime and in solidarity with the protesters and strikers.
http://www.socialistworld.net/doc/5489

17.12.2011
Eine Erklärung des Generalstaatsanwalts der Republik Kasachstan Askhat Daulbayev
Astana, Kasachstan (ots/PRNewswire) - Während der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag verübte heute, am 16. Dezember 2011, um 11:30 Uhr in der Stadt Schangaösen im Gebiet Mangghystau eine Gruppe kriminelle Handlungen, die zu Massenunruhen führten.

Friedliche Bürger, die sich auf dem zentralen Platz versammelt hatten, um den 20. Jahrestag der Unabhängigkeit Kasachstans zu feiern, wurden von einer Gruppe von Randalierern angegriffen.

In einer eklatanten Verletzung der öffentlichen Ordnung griffen die Täter ausserdem die Polizei an, stellten den Weihnachtsbaum auf den Kopf und zerstörten Jurten (Zelte) sowie die Bühne, welche für die Feierlichkeiten auf dem Platz errichtet worden waren. Sie setzten auch einen Polizeibus in Brand. Die Gruppe von Randalierern begann, Zivilisten zu verprügeln und nahe des Platzes geparkte Autos zu zertrümmern.
weiter auf:
http://www.presseportal.de/pm/103749/2167468/eine-erklaerung-des-generalstaatsanwalts-der-republik-kasachstan-askhat-daulbayev
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Kasachstans Präsident verhängt Ausnahmezustand
« Reply #2 on: December 17, 2011, 08:39:30 pm »

17.12.2011

Kasachstans Präsident verhängt Ausnahmezustand
Astana — Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten im Westen Kasachstans hat Staatschef Nursultan Nasarbajew über die Stadt Schanaosen den Ausnahmezustand verhängt. Bis zum 5. Januar gelte zudem eine nächtliche Ausgangssperre, hieß es auf der Internetseite der Präsidentschaft. Offiziellen Angaben zufolge stieg die Zahl der Toten bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen auf elf, die Opposition vermutet aber deutlich mehr Opfer.
(...)
Der in Kirgistan ansässige kasachische Oppositionssender K-plus berichtete unter Berufung auf demonstrierende Arbeiter und andere Augenzeugen, die Polizei habe auf unbewaffnete Protestierende geschossen.
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gWi7aZIXnljZcqqzCV0vD0k1ZN9w?docId=CNG.4d0aad136bb3f952fe9ca572e84301a9.3e1

Politik
Zahl der Opfer bei Krawallen in Kasachstan gestiegen

http://de.ria.ru/politics/20111217/262032196.html

20 Jahre Unabhängigkeit Kasachstans - 20 Jahre autoritäre Herrschaft
Am 16. Dezember 2011 feiert die Republik Kasachstan ihr 20-jähriges Jubiläum als unabhängiger Staat - ein Status, den sie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bekommen hat. Präsident Nasarbajew und seine Regierung stellen dies als 20 Jahre der Freiheit und beispielloser Stabilität dar. Während eine Clique um Nasarbajews Familie extrem reich geworden ist und die großen Banken, Öl-Konzerne und andere multinationale Konzerne nahezu unbegrenzten Zugang zu dem Reichtum und den natürlichen Ressourcen des Landes bekommen haben, lebt die Masse der Bevölkerung unter schlimmen Bedingungen. Wenn die Menschen den Mut haben, dagegen aufzubegehren, werden sie mit Repression und Gewalt konfrontiert. Anwälte, MenschenrechtsaktivistInnen, JournalistInnen und GewerkschafterInnen werden regelmäßig verprügelt, eingesperrt und einige wurden sogar ermordet.

Trotz all dem stehen EU-PolitikerInnen Schlange, um Präsident Nasarbajew zu Kasachstans 20. Jubiläum zu gratulieren. EuroNews zeigt bezahlte Werbspots, die Kasachstan als einen sicheren Hafen für Unternehmen darstellen. Der frühere britische Premierminister Tony Blair ist inzwischen ein Berater Nasarbajews. Der britische Musiker Paul McCartney beabsichtigt, beim offiziellen Jubiläumskonzert des Regimes aufzutreten. Wir appellieren an Paul McCartney, dem Beispiel des Musikers Sting zu folgen, der sein Konzert in Kasachstan im letzten Juli abgesagt hat, um gegen die Verletzung der Rechte streikender Öl-ArbeiterInnen in Kaschstan zu protestieren.

Genau sieben Monate vor dem 16. Dezember begann der Streik bei dem Öl-Konzern "KazMunaiGaz" in der westkasachischen Mangystau-Region. Die ArbeiterInnen fordern das Recht, eine unabhängige Gewerkschaft zu bilden, und Lohnzulagen für Arbeiten unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen. Ihnen wurde mit brutaler Repression begegnet und über 2500 wurden entlassen. Ihre Anwältin Natalja Sokolowa wurde „wegen Schürens sozialer Konflikte“ zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

In seiner Furcht vor einem kasachischen Tahrir-Platz wird das Nasarbajew-Regime sogar noch diktatorischer. Alle wichtigen Oppositionsparteien wurden von der Teilnahme an den Parlamentswahlen im nächsten Januar ausgeschlossen.
http://www.sozialismus.info/?sid=4576

Alle 53 Nachrichtenartikel »
https://news.google.com/news/more?q=kasachstan&hl=de&gbv=1&prmd=imvnsu&um=1&ie=UTF-8&ncl=d6mMz3d1UrtqqMM3zTs79oFUmO7vM&ei=oeLsTp_eAoXc4QTtltSJCA&sa=X&oi=news_result&ct=more-results&resnum=1&ved=0CBoQqgIwAA

Beim grössten Binnenstaat der Erde und einem der rohstoffreichsten Länder der Erde sollte man genauer hinschauen

Naturressourcen
Kasachstan ist eines der rohstoffreichsten Länder der Erde.

Um das Kaspische Meer liegen große Erdöl- und Gasfelder, die fast den gesamten Westen des Landes einschließen, besonders die Gebiete von Mangghystau, Atyrau und Aqtöbe. Bedeutendste Quellen sind Makat, Dossor, Usen, Karazhanbas, Karatschaganak. Es werden außerdem Erdölvorkommen um den Aralsee vermutet. Weitere, ärmere Erdöl- und Gasfelder gibt es im Süden des Landes, in den Gebieten von Taras, Schymkent, Schesqasghan und Qysylorda.

Ein weltweit bedeutendes Steinkohlevorkommen ist das Becken von Qaraghandy. Diese Region war eine der wichtigsten Kohlelieferanten in der Sowjetunion. Auch die Becken von Ekibastus und Astana sind längst noch nicht ausgeschöpft.

Im Gebiet von Qostanai befinden sich reiche Eisenerzvorkommen. Um Schesqasghan und Balqasch liegen die bedeutendsten Kupfervorkommen des Landes, und in den Altai-Bergen wird Gold gewonnen. Ergiebige Manganvorkommen existieren um Atassu und Schesdy nahe Schesqasghan. Im Gebiet von Aqtöbe liegt Nickel unter der Erde.

Etwa 200 Kilometer südwestlich von Qostanai liegt die einst schöne Stadt Schitiqara (Dschetygara). Das Gold liegt hier buchstäblich unter den Häusern. Diese werden nun abgerissen, um an das Gold zu gelangen.

Kasachstan nimmt weltweit den ersten Platz an Vorkommen folgender Rohstoffe ein: Chrom, Vanadium, Wismut, Fluor. Einen der führenden Plätze hat Kasachstan bei den Vorkommen von Uran (bei der Uranprospektion wurden auch Opale gefunden), Eisen, Kupfer, Kohle, Cobalt, Wolfram, Blei, Zink und Molybdän.


Rohstoffe
Siehe auch: Erdölgewinnung am Kaspischen Meer


Erdöl- und Erdgasförderung sowie Ölprodukte bilden die Basis kasachischer Wirtschaft. In den 1990er Jahren wurden im Norden des Kaspischen Meeres und in der kasachischen Steppe die größten Erdölreserven der letzten 30 Jahre gefunden. Experten schätzen sie auf rund neun Milliarden Barrel. Die Ausbeutung erfolgt mit Hilfe ausländischer Gesellschaften. Sie müssen von der Fördermenge zwischen 40 bis 50 Prozent an den kasachischen Staat abgeben. Allein im Jahr 2002 wurden in Kasachstan rund 360 Millionen Barrel im Wert von 7 Milliarden Euro gefördert. Dank der zunehmenden Ausbeutung der in den 1990er Jahren entdeckten riesigen Vorkommen konnte die Fördermenge bis zum Jahr 2010 auf rund 580 Millionen Barrel gesteigert werden. Dank dem gleichzeitig stark gestiegenen Ölpreis stiegen die Öleinkünfte daher um ein vielfaches und verhelfen Kasachstan zu einem sehr starken Wirtschaftswachstum.

Die Fördermenge wird auch in Zukunft weiter ausgeweitet, da wichtige Felder im Kaspischem Meer noch erschlossen werden. Die Gasförderung in Kasachstan hat sich in den 10 Jahren zwischen 2000 und 2010 von 10,4 Mrd. m³ auf 33,6 Mrd. m³ mehr als verdreifacht. Kasachstan ist eines der Länder, die in der strategischen Ellipse liegen. In Kasachstan sind weite Landstriche durch die radioaktiven Abfälle aus Öl- und Gasförderung verseucht.[26]

Als Energieträger hat Steinkohle nach wie vor große Bedeutung. Kasachstan besitzt außerdem reiche Reserven an Zinn, Uran, Blei, Zink, Bauxit, Eisen, Gold, Silber, Phosphor, Mangan, Kupfer und anderem.

Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte in Kasachstan beträgt 6,01 Einwohner pro Quadratkilometer und ist damit eine der niedrigsten der Welt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kasachstan

auch interessant:


"Nukleare Testgebiete

Von 1949 bis 1989 fanden auf dem Atomwaffentestgelände Semipalatinsk 470 Atomtests (davon 124 oberirdisch) statt. Das stark verseuchte Areal wurde am 29. August 1991 geschlossen.
Zu Zeiten der Sowjetunion gab es weitere kleine Atomtestgebiete, u.a. zwei im Nordwesten Kasachstans, auf der kaspischen Halbinsel Mangyschlak und nördlich des Aralsees. Über das Land sind 5 Standorte für Raketentests verteilt. Auf dem Raketentestgelände Saryschagan befindet sich außerdem das Lasertestzentrum Terra-3."

Erdölgewinnung am Kaspischen Meer
Im Bereich des Kaspischen Meeres existieren zahlreiche Lagerstätten großer Erdöl- und Erdgasvorkommen. Die Ausbeutung der Öl- und Gasfelder wird von allen Anrainerstaaten betrieben und ist für die Region ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Region ist aufgrund ihrer Reserven geopolitisch sehr wichtig in den Plänen für die zukünftige Energieversorgung sowohl der EU als auch Chinas. Im Gegensatz zu vielen wichtigen Fördergebieten hat das Kaspische Meer sein Fördermaximum bei Weitem noch nicht erreicht und wird daher in Zukunft höchstwahrscheinlich weiter an Bedeutung gewinnen.
(...)
Iran

Die staatliche iranische Ölgesellschaft National Iranian Oil Company wird 1951 gegründet. Im Iran findet 1978/79 die Islamische Revolution statt - der Schah wird gestürzt. Die komplette Ölindustrie wird verstaatlicht und unter dem Dach der National Iranian Oil Company gebündelt.

Im Juli 2009 gab das Ölministerium bekannt, dass 46 Öl-Gasfelder im iranischen Teil des Kaspischen Meers lokalisiert wurden. Dazu wurde die vom Iran und einer schwedischen Firma gebaute 14.000t Bohrplattform "Iran-Alborz" in Betrieb genommen. Sie ist die größte ihrer Art im Mittleren Osten. Bei einer Wassertiefe von bis zu 1.000m können Bohrungen bis 6.000 m unter den Meeresboden erfolgen.

Der Bau der 2 Mrd. US$ Pipeline von Neka am Kaspischen Meer nach Jask am Golf von Oman wurde von der iranischen Regierung in Auftrag gegeben. [6]

Im Januar 2010 begann die "Iran Alborz" Bohrplattform der "North Drilling Company" mit der ersten Erkundungsbohrung im iranischen Teil des Kaspischen Meers. [7]


Aserbaidschan

Ab 1958 entsteht 45 km vor der Küste ein 7.000 ha großer künstlicher Inselkomplex. Mitten im Meer entstehen hunderte künstliche Inseln, Bohr- und Förderplattformen, 450 km Straßen, Wohnkomplexe, alles steht auf Pfählen im Meer oder befindet sich auf künstlich aufgeschütteten Inseln.

Von Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1971 förderte Aserbaidschan eine Milliarde Tonnen Öl.
2008 Bohrplattform "Iran Khazar" bei Bohrungen für Dragon Oil vor der Küste Turkmenistans

1991 werden die zwei staatlichen Gesellschaften Azerneft and Azneftkimiya zur staatlichen Öl- und Gasgesellschaft "State Oil Company of Azerbaijan Republic" SOCAR verschmolzen.

Kasachstan


Im Jahr 2000 wird im nördlichen Teil des Kaspischen Meers eines der größten Ölfelder der Welt entdeckt (Kaschagan). 2002 werden die staatliche "CJSC National oil and gas company Kazakhoil" und die "CJSC NC Transport of Oil and Gas" zur staatlichen Öl-und Gasgesellschaft Kasachstans KazMunayGas verschmolzen. [1]

Turkmenistan

Das Kumdag Feld (1948) und das Koturdepe Feld (1959) werden entdeckt. Im Jahr 1970 wird der Höhepunkt der Ölförderung mit 15,7 Mio t erreicht.

Turkmenistan gründet 1991 die staatlichen Öl- und Gasgesellschaften Turkmenneft und Turkmengaz. Turkmenistan ist der einzige Staat am Kaspischem Meer in dem die Ölförderung von untergeordneter Bedeutung ist. Dafür zählen die Erdgasreserven Turkmenistans zu den größten der Welt.

Bis zur Eröffnung der Central Asia-China Gas Pipeline im Jahr 2009 war Turkmenistan beim Erdgastransport auf russische Pipelines angewiesen und musste dafür Transitgebühren für den sehr langen Transportweg nach Europa bezahlen. Turkmenistan ist weiterhin bemüht diese Abhängigkeit von Russland zu reduzieren.
[Bearbeiten] Rechtsstreit um die Schürfrechte unter Anrainerstaaten

Im Jahr 2009 ist noch immer nicht geklärt, wie genau die Schürfrechte unter den Anrainerstaaten aufgeteilt werden. Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres, die die Ausbeutung der Ölfelder für sich beanspruchen sind Russland, Kasachstan, Turkmenistan, Iran und Aserbaidschan. Bei der Klärung dieses andauernden Rechtsstreits geht es insbesondere um die Definition des Kaspischen Meeres. Je nachdem ob das größte Binnengewässer der Welt nun als Meer oder als See betrachtet wird, werden die Erdöl- und Erdgasreserven unterschiedlich aufgeteilt. Dabei verhält es sich genau andersherum als gemeinhin angenommen: Betrachtet man das Kaspische Meer als Meer, dann würden die Anrainer lediglich einige Seemeilen vor ihrer Küste kontrollieren. Die große Mitte des Meeres hingegen wäre internationales Gewässer, dessen Schifffahrtswege, Fischschwärme und Bodenschätze von allen Beteiligten gemeinsam genutzt werden könnten. Sie müssten sich darauf einigen, wie die Ölquellen ausgebeutet und die Profite geteilt werden. Ist das Kaspische Meer hingegen ein See, wird der gesamte Grund unter den Anrainern zu gleichen Teilen aufgeteilt. Die meisten Rechtsexperten legen die internationale Konvention des Seerechts so aus, dass das Kaspische Meer ein Meer ist.

Reserven und Produktion

In und um das Kaspische Meer lagern enorme Mengen an Erdöl und Erdgas. Geologen vermuten 50 Milliarden Barrel Erdöl auf dem Grund und an den Küsten des Kaspischen Meeres. Optimistische Schätzungen gehen von bis zu 100 Milliarden Barrel aus. Die Erdgasreserven in den Vereinigten Staaten werden auf 7,71 Billionen m³ und die des größten Erdgasfeldes der Welt, dem North Field-South Pars (Qatar und Iran) auf 33,4 Billionen m³ geschätzt. Im turkmenischen Teil des Meeres liegen mehr als 7,5 Billionen m³ Gas.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6lgewinnung_am_Kaspischen_Meer

weiteres:
02.04.2011
Kasachstan
Nervöser Nasarbajew verordnet seinem Volk eine Blitzwahl

Alle reden über Gaddafi, die übrigen Autokraten nutzen die günstige Gelegenheit. So lässt Nursultan Nasarbajew, Herrscher in Kasachstan, sich schnell noch einmal wählen. Seine Gegner sind reine Zählkandidaten - und nur die mutigsten unter seinen Bürgern wagen einen Aufruf zum Wahlboykott.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,754025,00.html

Vielsagender Artikel!
Wird hier der nächste "Despot" demontiert?


Land und Leute
Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan 1-5
Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan 1/5
(teil 1)
Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan 2/5
(teil 2)
Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan 3/5
(teil 3)
Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan 4/5
(teil 4)
Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan 5/5
(teil 5)
« Last Edit: December 17, 2011, 10:02:04 pm by fehlfarben » Logged
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Unruhen in Kasachstan – Ölarbeiter fordern mehr Geld
« Reply #3 on: December 17, 2011, 10:19:25 pm »

17.12.2011

Unruhen in Kasachstan – Ölarbeiter fordern mehr Geld
In Kasachstan kamen laut Medienberichten gestern 10 Menschen bei Zusammenstößen ums Leben. Über die Öl-Stadt Schanaosen wurde der Ausnahmezustand verhängt. Offenbar fordern Ölarbeiter höhere Löhne. Kasachstan ist für die weltweite Ölversorgung wichtig, laut CIA-Factbook produzierte das Land in 2010 1,6 Millionen Barrel Erdöl und liegt damit auf Platz 19 der weltgrößten Förderer, direkt nach Libyen, dessen Förderausfall im Februar den Ölpreis von 100 auf über 120 US$ katapultierte und dazu führte, dass die Internationale Energieagentur ihre strategischen Ölreserven anzapfte, um die Preisentwicklung zu dämpfen. 250.000 Barrel verbraucht das Land selbst, der Rest steht zum Export bereit. Öl und Ölprodukte machen 59% der Exportwerte aus. Was die bewiesenen Reserven angeht liegt Kasachstan mit 30 Milliarden Barrel sogar auf Platz 11 der "Weltrangliste". Über 11.000 Kilometer Öl- und über 12.000 Kilometer Gas-Pipelines durchziehen das Land.

http://www.peak-oil.com/2011/12/unruhen-in-kasachstan/

Kasachstan: Polizei richtet Massaker unter ÖlarbeiterInnen an.
Seit mehr als sechs Monaten streiken in der kasachischen Provinz Mangystau tausende von ÖlarbeiterInnen gegen Ausbeutung und für höhere Löhne. Mehr als 1.000 wurden wegen des Streiks gefeuert. Am 16. Dezember griff die Polizei des diktatorischen Regimes eine Kundgebung in der Stadt Zhanaozen (Jañaözen) an. Nach Berichten von AugenzeugInnen soll es dabei bis zu 70 Tote und 700 bis 800 Verletzte unter den Streikenden und ihren UnterstützerInnen gegeben haben.
http://www.fau.org/artikel/art_111217-051314
« Last Edit: December 17, 2011, 10:29:33 pm by fehlfarben » Logged
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Merkel und die Diktatoren
« Reply #4 on: February 12, 2012, 01:23:40 pm »

11.2.2012

Merkel und die Diktatoren
"Angela Merkel hat den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew in Berlin empfangen und bei dieser Gelegenheit ein Abkommen unterschrieben, dass es deutschen Firmen ermöglichst, seltene Erden in dem zentralasiatischen Land zu fördern.

Obwohl das Gesetz vorschreibt, dass die Amtszeit des Staatsoberhauptes auf zweimal fünf Jahre begrenzt ist, führt Nursultan Nasarbajew Kasachstan bereits seit 1991. Sein Regierungsstil ist autoritär. Die Rechte der Opposition sind stark eingeschränkt. Die Medien stehen unter strenger Überwachung und das Internet in Kasachstan ist zensiert. Dies alles stört die Kanzlerin offenbar nicht, solange sie nur die Bedürfnisse des BDI befriedigen kann."


weiterlesen:
> http://jacobjung.wordpress.com/2012/02/08/merkel-und-die-diktatoren-rohstoffe-gegen-menschenrechte/
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