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Erinnerungsforum > Gesellschaft > Politik Weltgeschehen > Topic: Pulverfass Nordafrika u. der "Arabische Frühling"
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Author Topic: Pulverfass Nordafrika u. der "Arabische Frühling"  (Read 80505 times)
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harakiri
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Pulverfass Nordafrika u. der "Arabische Frühling"
« on: January 16, 2011, 12:47:13 am »

Nordafrika ist die am genauesten umrissene multinationale geographische Einheit Afrikas. Ihr hauptsächlicher Bestimmungsfaktor ist die mancherorts bis fast an die Küsten reichende Wüste Sahara. Ihre kulturelle Einheit wird durch den Islam bestimmt, ihre ethnische durch Araber, Mauren und Berber, im südlichsten Bereich auch Nubier, Amharen und schwarzafrikanische Ethnien. Zu den Kernstaaten Nordafrikas zählen Marokko mit der West-Sahara, Algerien, Tunesien (kleiner Maghreb), Libyen (großer Maghreb), Ägypten sowie der Sudan (nur der Norden). Mauretanien, Niger, Mali, Tschad sowie Eritrea sind hingegen Randzonen und nur in den notwendigen Zusammenhängen (z.B. Geologie, Klima, Ökologie, Sahel-Zone) relevant.

Die Staaten Nordafrikas
Historisch ist der Begriff Nordafrika eine Schöpfung der französischen Kolonialverwaltung, die damit ihren rein geographischen Machtbereich umschreiben wollte, der auf lokale Traditionen keine Rücksicht nahm. Die einheimische Bevölkerung hat ihr Gebiet jedoch stets „Maghreb“ genannt (Al Maghrib heißt: der Westen). Nach heutigem Verständnis umfasst Nordafrika jedoch nicht nur die Staaten des kleinen (Marokko, Algerien und Tunesien) oder großen (mit Libyen) Maghreb, sondern auch Ägypten sowie die nördlichen Teile des Sudan. Einige nordafrikanische Länder, vor allem Ägypten und Libyen, werden zudem politisch oft zum Nahen Osten gezählt. Zudem gehört die Sinai-Halbinsel (Teil Ägyptens) zu Vorderasien und ist Teil des Nahen Ostens, und die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien. Da die Sahara bestimmendes Element Nordafrikas ist, zählen geographisch, nicht jedoch UN-politisch auch die südlicheren und westlichen Saharastaaten Mauretanien, Mali, Niger und Tschad bis hin zur Sahelzone noch zu Nordafrika, von Äthiopien jedoch allenfalls der nördlichste Zipfel. Politisch werden alle diese Staaten mehr oder weniger autokratisch regiert, teils mit einem Monarchen (Marokko), teils präsidial als pseudodemokratische, mitunter religiös, häufig militärisch oder über Parteien definierte Diktaturen.

UN-Regionen
 Ägypten (Hauptstadt Kairo),  Algerien (Hauptstadt Algier),  Libyen (Hauptstadt Tripolis),  Marokko (Hauptstadt Rabat),  Sudan (Hauptstadt Khartum) (vor allem der Norden),  Tunesien (Hauptstadt Tunis),  Westsahara (Hauptstadt El Aaiun, unter marokkanischer Verwaltung) (auch Demokratische Arabische Republik Sahara (DARS)).

Geographisch zu Nordafrika zu rechnen, aber anderen UN-Subregionen angehörend:
Äthiopien (Hauptstadt Addis Abbeba).
Tschad (Hauptstadt N'Djamena).
Mali (Hauptstadt Bamako),  Mauretanien, (Hauptstadt Nouakchott),  Niger (Hauptstadt Niamey).
Bei Äthiopien und Sudan werden nur die nördlichen Landesteile geographisch noch zu Nordafrika gerechnet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nordafrika

...

Quote
Botschafterin im Interview: Tunesien ist Vorbild für die arabische Welt  21.11.2010
Karlsruhe (mda) - Alifa Chaabane Farouk ist tunesische Botschafterin in Berlin. ka-news traf die Frauenrechtlerin am Rande des Bundesparteitags der CDU in Karlsruhe. Sie sprach mit uns über Sonnenstrand-Tourismus, Frauenrechte und deutsche Firmen in der arabisch-islamischen Republik.
http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Botschafterin-im-Interview-Tunesien-ist-Vorbild-fuer-die-arabische-Welt;art6066,513040


Tunesien: Eine gute Adresse für Ihre Investitionen.
Qualifizierte Arbeitskräfte, Investitionsanreize und eine leistungsfähige Infrastruktur – Tunesien hat viele Anstrengungen unternommen, um sich zu einem Standort mit Zukunft zu entwickeln. Mit Erfolg, wie wir als AHK bestätigen können. Und auch die Zahlen sprechen für sich: In aktuellen Ländervergleichen belegt Tunesien erstklassige Plätze.
http://tunesien.ahk.de/tunesien-kompakt/besondere-chancen/
« Last Edit: October 18, 2011, 07:55:21 pm by harakiri » Logged
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Nordafrika: Unruhen wg. Verschlechterung bereits schlechter Lebensbedingungen
« Reply #1 on: January 16, 2011, 12:48:31 am »

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Gewaltsame Proteste erreichen tunesische Hauptstadt 12.01.2011
TUNIS: Die schwersten Unruhen seit Jahrzehnten in Tunesien haben auf die Hauptstadt Tunis übergegriffen. Die Polizei feuerte in einer Vorstadt Warnschüsse ab und ging mit Tränengas gegen Hunderte Jugendliche vor, die Steine auf Polizisten warfen und Geschäfte zerstörten. Zudem wurden eine Bank und ein Regierungsgebäude angezündet. Ähnliche Zusammenstöße gab es am Dienstag auch in der Provinzstadt Gassrine im Westen von Tunesien. Dabei kamen vier Menschen ums Leben. Bei den gewaltsamen Protesten für mehr Jobs und bessere Lebensbedingungen wurden landesweit nach offiziellen Angaben bisher 23 Menschen getötet.
http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_14762777,00.html


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Jung und ohne Zukunft-Zu den kulturellen Hintergründen der Jugendrevolte im Maghreb Von Kersten Knipp 11.01.2011
Die aktuellen Unruhen im Maghreb drücken die Wut vieler Jugendlicher in Tunesien, Algerien und Marokko aus, ihr Leben nicht nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Und das hat nicht nur wirtschaftliche Ursachen.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1362730/
AUDIO


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Pulverfass Nordafrika Tote bei sozialen Unruhen in Tunesien 11.01.2011
Cottbus (ots) - Die Lunte vor der südlichen Haustür Europas glimmt schon lange. Und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis das Pulverfass in Nordafrika explodiert. Auch Diktatoren, wie Tunesiens Staatschef Ben Ali, können irgendwann nicht mehr die jahrelang angestaute Frustration des Volkes im Zaum halten. Den Zorn über mangelnde Bürgerfreiheiten, Korruption der Mächtigen und über fehlende wirtschaftliche wie politische Perspektiven. Da gibt es zwischen den drei Nachbarn Tunesien, Algerien und Marokko wenig Unterschiede und viel Gefahrenpotenzial. Herrscher, die wie Despoten regieren. Eine sehr große junge, gut ausgebildete, aber verarmte Bevölkerungsschicht, die den Glauben an die Zukunft verloren hat - mehr als zwei Drittel der Nordafrikaner sind unter 30. Und eine wachsende Flucht in den islamistischen Fundamentalismus, der mit Gewalt im Zaum gehalten wird. Hinzu gesellt sich der unschöne Eindruck, dass Europa über Untaten hinwegsieht und die nordafrikanischen Regimes verhätschelt. Weil sie als das kleinere Übel gelten, verglichen mit islamistischen Staatsführungen, die bei freien Wahlen sich auch in Nordafrika durchsetzen könnten. Und weil die Länder wie etwa der Erdgasstaat Algerien auch als europäische Rohstofflieferanten unentbehrlich werden. Die soziale Revolte in Tunesien ruft plötzlich in Erinnerung, dass die teuer erkaufte Ruhe und Stabilität im tunesischen Urlaubsparadies trügerisch war.
http://www.presseportal.de/pm/47069/1746787/lausitzer_rundschau


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Unruhen in Algerien: Hunderte Verletzte und drei Tote bei Protesten 9. Januar 2011
In Algerien haben am Freitag erneut wütende Bürger gewaltsam gegen die steigenden Lebenshaltungskosten demonstriert. Dabei sind Hunderte verletzt und zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Wut der Demonstranten richtet sich gegen die hohen Lebensmittelpreise.
http://www.stern.de/politik/ausland/unruhen-in-algerien-hunderte-verletzte-und-drei-tote-bei-protesten-1641145.html
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Rohstoffpreise explodieren - Angst vor Hungerrevolten
« Reply #2 on: January 16, 2011, 12:49:06 am »

Rohstoffpreise explodieren - Angst vor Hungerrevolten 13. JANUAR 2011

In Tunesien und Algerien sind die Menschen bereits auf den Straßen. Seit sich in Tunesien ein arbeitsloser Akademiker aus Frustration an zündete um gegen die Armut zu protestieren, steigen die Rohstoffpreise immer weiter, manche sprechen sogar von "explodieren". In Tunesien demonstriert bereits der Staat STÄRKE und prügelt die Demonstranten nieder bzw. schießt scharf....

....... http://politikprofiler.blogspot.com/2011/01/rohstoffpreise-explodieren-angst-vor.html

Polizeigewalt in Kasserine - Tunis
http://www.youtube.com/watch?v=w8JSiogoi6Y
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Unruhen in Tunesien: Präsident Ben Ali flieht nach Saudi-Arabien
« Reply #3 on: January 16, 2011, 12:54:07 am »

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Unruhen in Tunesien: Präsident Ben Ali flieht nach Saudi-Arabien 14. Januar 2011
Der tunesische Ministerpräsident Ghannouchi hat nach tagelangen blutigen Protesten gegen die Politik von Präsident Ben Ali die Macht übernommen.

video http://www.stern.de/politik/ausland/unruhen-in-tunesien-praesident-ben-ali-flieht-nach-saudi-arabien-1643513.html


TUI holt alle deutschen Tunesien-Urlauber heim  15.01.2011
http://www.focus.de/reisen/fliegen/unruhen-tui-holt-alle-deutschen-tunesien-urlauber-heim_aid_590444.html
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Unruhen in Tunesien und Algerien
« Reply #4 on: January 16, 2011, 12:58:18 am »

Unruhen in Tunesien und Algerien: "Niemand begeht politischen Selbstmord" 15. Januar 2011
Die Unruhen in Tunesien und Algerien lassen die Debatte über die politische Entwicklung im Maghreb-Raum aufflammen. Gleichzeitig geht die Angst um, radikale Islamisten könnten die Stabilität in Nordafrika gefährden. Hardy Ostry, Maghreb-Experte der Konrad-Adenauer-Stiftung, bleibt gelassen. Er sieht keinen nordafrikanischen Staat von der Übernahme durch Islamisten bedroht. In Tunesien erkennt er eine Chance für die Demokratie und sieht die Republik in Sachen Modernisierung gar als "Vorzeigeland".

.... http://www.n-tv.de/politik/Niemand-begeht-politischen-Selbstmord-article2368466.html
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Unruhen in Tunesien: Clinton warnt Arabiens Despoten vor Wutwelle
« Reply #5 on: January 16, 2011, 01:00:40 am »

Unruhen in Tunesien: Clinton warnt Arabiens Despoten vor Wutwelle 13.01.2011
Die Wut der Demonstranten in Tunesien ist nicht zu bändigen: Tausende sind seit Tagen auf der Straße. US-Außenministerin Clinton zeigt Verständnis für die aufgebrachten Jugendlichen und kritisiert arabische Regierungen - in ungewöhnlich scharfem Ton.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,739330,00.html

Besorgnis über Unruhen in Tunesien
Als „zutiefst besorgniserregend“ hat Außenminister Guido Westerwelle die Nachrichten über die eskalierenden Unruhen in Tunesien bezeichnet. „Wir erwarten, dass das massive Vorgehen gegen Demonstranten ein Ende hat“, erklärte Westerwelle am 13. Januar in Berlin.
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Aktuelle_Artikel/Tunesien/110113-TunesienUnruhen-node.html

Dutzende Tote bei Unruhen in Tunesien 11.1.2011
Die sozialen Unruhen in Tunesien haben offenbar deutlich mehr Menschen das Leben gekostet als von der Regierung angegeben. Es könnte bis zu 70 Todesopfer gegeben haben.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/unruhen-tunesien-tote

Unruhen in Tunesien: Regierung schließt Schulen und Universitäten 11.1.2011
Bei den jüngsten Unruhen in Tunesien sind womöglich mehr Menschen ums Leben gekommen als bislang bekannt. Beobachter sprechen von mindestens 30 Toten. Aus Angst vor neuen Protesten hat die Regierung Schulen und Universitäten geschlossen - und versucht mit neuen Versprechungen zu beschwichtigen.
http://www.tagesschau.de/ausland/tunesienunruhen102.html

TUNESIEN: WEITERE WILLKÜRLICHE FESTNAHMEN DROHEN 11. Januar 2011
Amnesty International warnte vor der Gefahr weiterer willkürlicher Festnahmen in Tunesien, nachdem Präsident Ben Ali im nationalen Fernsehen die andauernden landesweiten Proteste als "Terrorakte" bezeichnet hatte.
Im Zuge von Demonstrationen wegen schlechter Lebensbedingungen, Arbeitslosigkeit und Korruption, die zum Teil in Gewalt eskalierten , sind allein am vergangenen Wochenende mindestens 23 Menschen getötet worden.
Quote
Die von der EU geforderten Privatisierungen dienen vor allem Ben Alis Klientel- und Sippenwirtschaft. Die spärlichen EU-Fördermittel für die Zivilgesellschaft kommen nur selten bei den Akteuren an.
http://www.amnesty.de/2011/1/12/tunesien-weitere-willkuerliche-festnahmen-drohen
« Last Edit: January 16, 2011, 10:53:13 am by harakiri » Logged
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Tunesien: Es gibt kein ruhiges Hinterland
« Reply #6 on: January 16, 2011, 01:02:11 am »

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Tunesien: Es gibt kein ruhiges Hinterland  23.12.2010

Im armen und abgehängten Hinterland der Küste finden erneut massive soziale Unruhen statt. Dieses Mal erschüttern sie die Kreisstadt Sidi Bouzid. Zwei Selbstmord(versuch)e von Arbeitslosen in aller Öffentlichkeit fanden dort innerhalb von weniger als acht Tagen statt: am vergangenen Freitag und gestern Abend. Am vorigen Wochenende und zu Anfang dieser Woche kam es darüber hinaus zu heftigen Straßenkämpfen…

Die tunesische Jugend hat keine Angst mehr vor der Polizei. Jedenfalls nicht in der Kreisstadt Sidi Bouzid, 40.000 Einwohner/innen, circa 265 Kilometer süd-südwestlich der Hauptstadt Tunis gelegen. Das ist neu: Das nordafrikanische Land, das in Westeuropa - aufgrund des Hotelbooms für Dummtouristen (solche ohne Interesse für Gesellschaft & Leute) - fälschlich als idyllisches Quasiparadies betrachtet wird, ist ein „effizienter“ Polizeistaat. Letzterer schafft es bislang sogar, effektiv das Internet zu zensieren, woran sich manch' andere Regimes die Zähne ausbeißen, denkt man nur an die Diktatur im Iran. Regiert wird er von einer Clique, die aus den Familienangehörigen von Präsident Zine el-Abidine Ben Ali und vor allem der erweiterten Sippschaft seiner um mehrere Jahrzehnte jüngeren Gattin Leila Trabelzi besteht und sich hemmungslos selbst bereichert. Wie dank der Publikation der WikiLeaks-Dokumente jüngst herauskam, betrachten US-Diplomaten das dort herrschende Pack ganz offen als, wie sie sich wörtlich ausdrücklich, „Quasi-Mafia“.

.....http://www.labournet.de/internationales/tn/sidibouzid1.html


Tunesien: Streikbewegung wächst, internationale Solidarität auch. Unterdessen bleibt die Schwäche der politischen Opposition
-   Auch in Algerien rappelt es zwei Tage lang. Brennt der Maghreb, gewinnen die Brotrevolten Aufschwung... ?
lesen http://www.labournet.de/internationales/tn/tunisiapower.pdf

Quote
Soziale Revolte in Tunesien und Algerien 11.01.2011
Der Präsident sieht „Terroristen“ am Werk, muss jedoch der Sozialrevolte zumindest vordergründig Zugeständnisse erklären....

http://www.labournet.de/internationales/tn/benali3.html


mehr http://www.labournet.de/internationales/tn/index.html
« Last Edit: January 16, 2011, 01:04:12 am by harakiri » Logged
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Arabischer Frühling
« Reply #7 on: January 16, 2011, 01:12:15 am »

Arabischer Frühling Von petrapez | 15.Januar 2011
Der vierwöchige friedliche Aufstand der Bevölkerung löste eine einmalige Revolution in Tunesien aus. Proteste in Algerien und Jordanien gegen steigende Rohstoffpreise, Arbeitslosigkeit und Armut.
Präsident Ben Ali floh vor den Massenprotesten ausser Landes nach Saudi-Arabien und Premierminister Mohammed Ghannouchi reisst verfassungswidrig die Macht an sich.
Für das gesamte Land wurde anschliessend eine Ausgangssperre verhängt, Provokateure stecken Zentralbahnhof von Tunis in Brand – Militäreinsatz.
USA bieten unmittelbar nach der Flucht des tunesischen Präsidenten Hilfe bei der Organisation von Neuwahlen und der Bildung einer neuen Regierung im Rahmen von Demokratie und Menschenrechte an.

Am 17. Dezember 2010 übergoss sich vor einem lokalen Regierungsgebäude in der Öffentlichkeit der sechsundzwanzigjährige Mohamed Bouazizi in der Provinzstadt Sid Bouzid mit Benzin und zündete sich selbst an....

Weiterlesen » http://www.radio-utopie.de/2011/01/15/arabischer-fruhling/
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harakiri
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Tunesien am Tag 1 nach dem Sturz von Ben Ali
« Reply #8 on: January 16, 2011, 01:15:10 am »

Tunesien am Tag 1 nach dem Sturz von Ben Ali 15. Januar 2011
Der tunesische Diktator Ben Ali ist am gestrigen Freitag nach Saudi Arabien geflüchtet. Eine zentrale Forderung der Demonstranten in Tunesien ist damit erfüllt. Doch auch am heutigen Samstag überschlagen sich die Ereignisse in Tunesien. Mein Parteibuch veröffentlicht deshalb hier an dieser Stelle auch heute wieder einen Beitrag, der fortlaufend mit neuen Meldungen zur Revolte in Tunesien ergänzt wird.

Freitag zu Samstag Nacht: In der Nacht ist es in Tunis zu Plünderungen gekommen. Auch Polizisten in Uniform beteiligten sich an den Plünderungen. Der Bahnhof von Tunis ist abgebrannt. Es wurde geschossen.

Samstag, 15.01.2011: In Tunesien gilt weiterhin der von Ben Ali ausgerufene Ausnahmezustand. Auf Versammlungen von rei oder mehr Personen kann ohne Vorwarnung scharf geschossen werden.

10:30h: Das tunesische Verfassungsgericht hat Ben Ali für abgesetzt erklärt und, wie es die Verfassung vorsieht, Parlamentssprecher Foued Mebazaa zum Übergangspräsident ernannt. Dieser muss nun innerhalb von 60 Tagen die Bevölkerung einen neuen Präsidenten wählen lassen...

weiter  http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2011/01/15/tunesien-am-tag-1-nach-dem-sturz-von-ben-ali/

------
http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2011/01/14/es-riecht-nach-revolution-in-tunesien/
http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2010/12/29/zur-revolte-in-tunesien/
« Last Edit: January 16, 2011, 01:23:23 am by harakiri » Logged
Verschlußsache
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Hausgemachte Terroristen
« Reply #9 on: January 16, 2011, 01:24:20 am »

Hausgemachte Terroristen

15.01.2010
Quote
Anfang der Woche sprach Ben Ali in einer Ansprache an die tunesische Bevölkerung noch davon, dass "feindliche Elemente, die vom Ausland bezahlt werden und ihre Seele an den Extremismus und den Terrorismus verkauft haben" für die Unruhen verantwortlich seien (siehe Der Feind Tunesiens).

Wie der Bericht eines französischen Diplomaten offenbart
http://tempsreel.nouvelobs.com/actualite/top-news/20110115.AFP9827/des-partisans-de-ben-ali-impliques-dans-les-exactions-affirme-un-temoin.html
, steckt der Ex-Präsident selbst hinter Gruppen, die für Gewalteskalationen während der Demonstrationen der letzten Tage verantwortlich waren, nicht zuletzt für brutale Angriffe auf Zivilisten. Von "Milizen" oder "Partisanen Ben Alis" spricht der Diplomat gegenüber einer Nachrichtenagentur.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/149087
 
Der Feind Tunesiens



http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33996/1.html

Der Feind Tunesiens

Quote
ist sein Youth bulge
http://www.coopami.org/images/pyramide/tunisia_population.jpg

seine Nachbarländer haben das gleiche Problem:
http://images.nationmaster.com/images/pyramids/ly-2003.png
http://www.freewebs.com/joccaire/Population-Maroc-2000.png

und weiter ab dagegen stellt sichs gesünder dar:
http://www.coopami.org/images/pyramide/egypt_population.jpg

wir dagegen:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/79/Population_Pyramid_Germany_Year_2000.png

Was tun, bei so wenig / so viel Jugend?
"Seid fruchtbar und mehret euch" ist eine Handlungsanweisung einer mittelalterlichen Religion an eine mittelalterliche Sozialgesellschaft, in der Lebensrisiken wie hohe Kindersterblichkeit, Seuchen durch mangelnde Hygiene, Hungersnöte, und mangelbedingte Kriegswüstungen gang und gäbe sind.

Aber heute stehen "die "Segnungen der westlichen Moderne(TM)" des technisierten Europas aller Welt qua Globalisierung zur Verfügung, mit der Folge dass ohne stattgehabten Prozess der Aufklärung (sic!) und parallele Anpassung der Sozialsysteme (soziale Marktwirtschaft) der Blinde hinkt und der Lahme schielt.

Selbst schuld?

Nach der überbordenden Fruchtbarkeit folgt stets die überbordende Furchtbarkeit.

Der seit 1987 amtierende Präsident Zine el-Abidine Ben Ali, also seit exakt 23 Jahren amtierende Nachfolger Bourguibas, mag die Bevölkerungsexplosion evoziert haben, da er eine bessere Zeit und wirtschaftliches Wachstum versprach.
Doch trotz seiner westlichen Ausbildung in Fr und USA und seiner vorausgegangenen militärischen Karriere in Tunesien war er
ausserstande o.g. Zusammenhänge und Notwendigkeiten zu verstehen, einzusehen und zu etablieren.
Dieser lahme Blinde hinkt und schielt, jedoch nur auf seine Macht, und wird damit als Potentat das Opfer von Potenz.



« Last Edit: January 17, 2011, 12:15:49 am by Verschlußsache » Logged
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Tunesien: Hunderte Elitepolizisten festgenommen
« Reply #10 on: January 16, 2011, 10:44:12 am »

Interimspräsident will vermitteln 15.01.2011
Nach der Flucht des langjährigen Machthabers Zine el-Abidine Ben Ali ins Exil wird geplündert und gebrandschatzt. Kurz nach der Vereidigung des Parlamentsvorsitzenden Fouad Mebazaa als Übergangspräsident lieferten sich Soldaten und Polizisten am Samstag ein Feuergefecht mit Angreifern.

Quote
Hunderte Elitepolizisten festgenommen
In einer dramatischen Entwicklung nahmen tunesische Soldaten indes Hunderte Elitepolizisten des geflohenen Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali fest. Das wurde am Samstag aus Sicherheitskreisen bekannt. Ihnen wird vorgeworfen, für die gewaltsame Eskalation bei den Massendemonstrationen der vergangenen Tage in Tunesien verantwortlich gewesen zu sein. Mehrere von ihnen stehen zudem im Verdacht, an Plünderungen und Zerstörungen beteiligt gewesen zu sein.
http://news.orf.at/stories/2036588/2036589/

siehe auch https://www.blogger.com/comment.g?blogID=6822317169270344340&postID=3971381786278011
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US-Dienste betreiben Volksverhetzung in Tunesien: Ammar 404 geht, SITE kommt
« Reply #11 on: January 16, 2011, 09:55:40 pm »

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US-Dienste betreiben Volksverhetzung in Tunesien: Ammar 404 geht, SITE kommt Von petrapez | 16.Januar 2011
Aufhebung der Medienzensur im Internet und im staatlichen Fernsehen – von Revolution völliges überrolltes SITE verpennt Umsturz-Auftritt
Der Zensor des Innenministeriums, bei tunesischen Internetbenutzern als Ammar 404 bekannt, hat sich ins Nirwana verflüchtigt. Die Webseiten Dailymotion und Youtube sind seit Donnerstag, den 13.Januar 2011, wieder freigeschaltet. “Ammar 404 ist arbeitslos” und “bye bye Ammar 404?, zitierte dazu Der Standard am 14.Januar 2011 die Kommentare der User in Facebook. Weiterlesen » http://www.radio-utopie.de/2011/01/16/us-dienste-betreiben-volksverhetzung-in-tunesien-ammar-404-geht-site-kommt/


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Die Terrororganisation Al Kaida im islamischen Maghreb (Aqmi) unterstützt laut dem auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierten US-Unternehmen SITE die Demonstrationen in Tunesien. Aqmi-Chef Abu Mussab Abdel Wadud habe in einem im Internet veröffentlichten 13-minütigen Video die Tunesier zum bewaffneten Kampf aufgerufen, um das "korrumpierte, kriminelle und tyrannische Regime" in Tunis zu stürzen und die Scharia einzuführen, erklärte SITE. Die Demonstrationen sollten dem Al-Kaida-Arm "ihre Söhne schicken, damit sie eine militärische Ausbildung erhalten", wurde Wadud zitiert.
http://derstandard.at/1293370659787/Nutzer-Mehrere-zensierte-Websites-in-Tunesien-wieder-zugaenglich
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Tunesien: Freie Wahlen oder neue Diktatur
« Reply #12 on: January 16, 2011, 09:59:39 pm »

Tunesien: Freie Wahlen oder neue Diktatur Von Daniel Neun | 16.Januar 2011
Tunis: Die “Jasmin-Revolution” im Periperie-Staat der Mittelmeerunion ist keine Revolution. Der alte Apparat wechselt die Gallionsfigur, die Oberschicht krallt sich an die Macht, das Kapital wechselt wie ein Chamäleon die Farbe und passt sich an. Die Bürger des Landes bleiben ohne Hoffnung, ohne Demokratie und ohne Chance.  Belogen und betrogen, gefoltert und geschlagen, unterdrückt und ausgeplündert sind die Tunesier wieder einmal das naive Volk, welches sich anschickt einen erfolgreichen Aufstand der Verzweiflung hoffnungsvoll wieder der eigenen Geheimpolizei, dem eigenen Militär und den alten Peinigern in Europa, Asien und Amerika in den Schlund zu werfen.

Weiterlesen » http://www.radio-utopie.de/2011/01/16/tunesien-freie-wahlen-oder-neue-diktatur/
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Tunisia’s revolution on twitter
« Reply #13 on: January 16, 2011, 10:22:42 pm »

Tunisia’s revolution on twitter

Minute by minute updates on the unfolding events in Tunisia at:

http://24sur24.posterous.com/

http://twitter.com/search?q=%23Tunisia
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Tunisia: The end of an era
« Reply #14 on: January 16, 2011, 10:24:13 pm »

Tunisia: The end of an era January 14, 2011 By Hashem Ahelbarra

Those who watched President Ben Ali delivering his most recent speech noticed a man with a trembling voice saying the opposite of what he stood for.

He said that he was sorry, that he’s been duped by his entourage, that now he got the message and that he will leave power in 2014.

Was he genuine or just buying time.? He is definitely in damage control mode, and while we don’t know for sure what his next move will be, it’s pretty much obvious that the glass ceiling of fear has been for ever shattered in Tunisia and that the police state that Ben Ali created in 1987 when he came to power in a coup seems to be disintegrating.

It all started about a month ago when a public suicide of a frustrated, disillusioned Tunisian grew into widespread anger. Days later the ink-spot has been ever growing in an unprecedented scope and magnitude.

Read more at: http://blogs.aljazeera.net/2011/01/14/tunisia-end-era#
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