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Pulverfass Nordafrika u. der "Arabische Frühling"
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Topic: Pulverfass Nordafrika u. der "Arabische Frühling" (Read 80505 times)
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harakiri
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Volksaufstand : Tunesischer Funke könnte Flächenbrand auslösen
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Reply #15 on:
January 16, 2011, 10:26:22 pm »
16.01 [Focus]
Volksaufstand : Tunesischer Funke könnte Flächenbrand auslösen
Nach dem demokratischen Aufstand in Tunesien könnte es für weitere Herrscher in Nordafrika und im Nahen Osten eng werden. In mehreren Ländern formieren sich Demonstranten, die gegen Unterdrückung aufbegehren.
http://www.focus.de/politik/ausland/volksaufstand-tunesischer-funke-koennte-flaechenbrand-ausloesen_aid_590710.html
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Tunesien und die TouristInnen
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Reply #16 on:
January 16, 2011, 10:27:23 pm »
16.01 [ceiberweiber.at]
Tunesien und die TouristInnen
Es ist nur ein Streiflicht aus der Berichterstattung über die Revolte in einem "Urlaubsparadies", aber dennoch bezeichnend: der ORF interviewte TouristInnen, die mit einer Sondermaschine der AUA aus dem Ferienort Monastir ausgeflogen wurden. Je nachdem, ob sie in Österreich oder in Deutschland zuhause waren, beurteilten sie das, was sie gerade hinter sich gelassen haben.
http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=&area=1&p=articles&id=1894
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Re: Pulverfass Nordafrika
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Reply #17 on:
January 16, 2011, 10:29:28 pm »
16.01 [spiegel.de]
Unruhen in Nordafrika : Gaddafi hadert mit aufständischen Tunesiern
Die Tunesier haben ihren Präsidenten verjagt - und im Nachbarland wird die Staatsspitze nervös. Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi kritisierte die Proteste: Die Bürger hätten voreilig gehandelt. Fürchtet er ein Überspringen der Wut?
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,739760,00.html
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Volksaufstand in Tunesien: Fand die erste Wikileaks-Revolution statt?
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Reply #18 on:
January 16, 2011, 11:06:47 pm »
Quote
Fand die erste Wikileaks-Revolution statt?
15. Januar 2011 , von Freeman
Es gibt tunesische Beobachter die sagen, der Katalysator und Zündfunke der den Volksaufstand in Tunesien so richtig auslöste war die Veröffent- lichung der Wikileaks-Dokumente über die Lebensweise und Korruption der Präsidentenfamilie und die anschliessende Unterdrückung und Verfolgung von Internet-Benutzer durch das Regime.
Die sozialen Netzwerkmedien haben das politische Bewusstsein im Nahen Osten und Nordafrika völlig verändert, als die Tunesier die Dienste von Twitter und Facebook benutzten, um ihre Botschaften und Informationen gegen die Regierung zu verbreiten, die auf Wikileaks standen. Als das tunesische Regime versuchte diese entlarvende Information über sich selber zu unterdrücken und massiv gegen die Internet-Nutzer im Lande vorging, wurde ein Zorn und eine Wut ausgelöst, nach dem Motto, und jetzt erst recht.
Hier weiterlesen:
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/01/fand-die-erste-wikileaks-revolution.html
Freeman mal wieder. WL Halelujah-Chorknabe singt sein Lobpreis... siehe auch diesen Kommentar:
Quote
Wikileaks-Revolution? Nein!
"Enthaltet euch mit Spekulationen. Dies ist keine Wikileaks-Revolution. Diese Revolution gehört voll und ganz dem tunesischen Volk, einer Nation, in der Ausländer Fabriken aufmachen können, null Steuern zahlen und alle Produkte nach Europa ausführen können, ohne dass auch nur ein einziger Dollar an Gewinn für das Volk dabei herausspringt, einer Nation, wo die herrschende Nomenklatura völlig korrupt ist und den Kontakt zur Realität verloren hat, einer Nation, in der Ausländer ohne Gebühren ein Geschäft gründen können, während die Tunesier dies nur dürfen bei immensen Kosten ( ... ). Eine Nation wie diese mit einer gut ausgebildeten und gut informierten Jugend war reif für diesen Moment. Die übrige arabische Welt wird bald folgen, mit Ausnahme des mittelalterlichen Saudi Arabien und der Golf-Staaten..."
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Jemen: Freies Tunis, Sanaa grüsst dich tausend Mal
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Reply #19 on:
January 17, 2011, 02:47:25 am »
Jemen: Freies Tunis, Sanaa grüsst dich tausend Mal
Von petrapez | 17.Januar 2011
“Liberty’s Tunisia, Sanaa salutes you a thousand times”
Im Jemen kam es am Sonntag, den 16.Januar 2011 zu spontanen Demonstrationen der Solidarität mit dem tunesischen Volk.
Tausende Studenten versammelten sich auf dem Universitätsgelände der Sanaa University in der Hauptstadt und zogen durch die Strassen zu der tunesischen Botschaft.
Weiterlesen »
http://www.radio-utopie.de/2011/01/17/jemen-freies-tunis-sanaa-grusst-dich-tausend-mal/
Quellen:
(1)http://politics.inquirer.net/politics/view/20110116-314796/Yemen-Students-call-for-Arabs-to-rise-up
(2)
http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12169313
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Tunesischer Präsident mit 1,5 Tonnen Gold geflohen
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Reply #20 on:
January 17, 2011, 05:55:31 pm »
Tunesischer Präsident mit 1,5 Tonnen Gold geflohen
17.Januar 2011
Der Glanz des Goldes. Laut Berichten der Le Monde, wurden von der Präsidentengattin Leila Trabelsi vor der Flucht – mutmaßlich richtung Dubai – noch 1,5 Tonnen Gold, im Wert von 45 Millionen Euro von der Zentralbank in Tunis abgeholt. Wie Lemonde meldet, weigerte sich der Bankchef eingangs das Gold auszuhändigen, gab allerdings auf drängen des Präsidenten nach...
http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/01/17/tunesischer-praesident-mit-15-tonnen-gold-geflohen/
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/01/ben-ali-familie-mit-15-tonnen-gold.html
Quote
Tunis – Der gestürzte tunesische Diktator Zine el Abidine Ben Ali und seine Frau Leila sind durch einen Geheimtunnel aus seinem Präsidentenpalast in Karthago geflohen. Dann stiegen sie in einen Hubschrauber. Beide werden voraussichtlich noch einige Wochen in Saudi-Arabien bleiben. Das wurde aus gut unterrichteten Kreisen in der Hauptstadt Riad bekannt. Sie seien von der Herrscherfamilie Ibn Saud in einem Palast in der Hafenstadt Dschidda untergebracht worden. Bei ihnen sollen die jüngste Tochter des Paares und eine Schwester der Präsidentengattin sein.Sie wollten in einigen Wochen nach Kanada zu ihrer ältesten Tochter Nesrin reisen, die ein Baby erwarte. Nesrin und ihr Ehemann hatten sich, kurz bevor der Aufstand in Tunis seinen Höhepunkt erreicht hatte, nach Kanada abgesetzt.
http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=15531416.html
Laila, die Regentin von Karthago
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/01/laila-die-regentin-von-karthago.html
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Last Edit: January 17, 2011, 06:04:56 pm by harakiri
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Das Regime Ben Alis und der Westen: Gemeinsam für Repression und Verelendung
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Reply #21 on:
January 17, 2011, 06:09:02 pm »
Quote
Das Regime Ben Alis und der Westen: Gemeinsam für Repression und Verelendung
17. Januar 2011-10:21
In Frankreich und den USA zum Geheimdienst- offizier ausgebildet war Zine Al Abidine Ben Ali willkommener und zuverlässiger Partner des Westens und ihrer verbündeten arabischen Regime im »Kampf gegen den Terror«.
Gemeinsam mit Algerien und Marokko, gehört Tunesien zu der vom Westen deklarierten Front im Kampf gegen eine angebliche Al-Qaida im Maghreb, von der sich vor allem die frühere Kolonialmacht Frankreich bedroht fühlt. Über Algerien fliegen US-Spionageflugzeuge, um im »Antiterrorkampf« sämtliche Kommunikation über Mali und Mauretanien abhören zu können. Diese Mission soll in den Luftraum über Tunesien und Marokko ausgedehnt werden.
Engste Beziehungen pflegte Ben Ali zur ehemaligen Protektoratsmacht Frankreich, zu Italien und Deutschland. Frankreich ist der größte Handelspartner Tunesiens und viertgrößte ausländische Investor. Der Westen unterstützte das tunesische Regime als sicheren Garant im Kampf gegen Islamismus, obwohl entsprechende Gruppen in Tunesien eher als moderat und aufklärt eingestuft werden, die nicht zu Gewalt neigen.
Das Auswärtige Amt in Berlin bezeichnete im August 2010 die außenpolitische Linie Tunesiens als »gemäßigt« und »auf Ausgleich bedacht«, in Fragen der »Friedenssicherung, Konfliktverhütung, Terrorismus- und Armutsbekämpfung« arbeite man eng zusammen.
Begrüßt wird die »wirtschaftliche Ausrichtung auf Europa«, mit dem Tunesien 80 Prozent seines Außenhandels führt. Als Gründungsmitglied der EU-Mittelmeerunion gilt Tunesien für die Bundesregierung als wichtiger Mittler zwischen der arabischen Welt, Europa und Afrika. 1995 unterzeichnete die EU mit Tunesien als erstem arabischem Land ein Assoziationsabkommen, in dessen Folge die EU-Zölle auf Industrieprodukte 2008 abgeschafft wurden.
.......
http://www.meinpolitikblog.de/2011/01/17/das-regime-ben-alis-und-der-westen-gemeinsam-fr-repression-und-verelendung/
Quote
17.01 [Baustellen der Globalisierung]
Tunesien - Zusammenbruch einer Konzern-Plattform
Die dazu gehörige Internetseite "Think Tunisia" - eine Werbeplattform zur Anlockung ausländischer Investitionen in das "Euromedvalley for industry and technology" funktionierte schon am Tag des Veröffentlichung der Anzeige nicht mehr. Vielleicht ein Glück für die internationalen Investitionsstrategien. Denn ihre heile Welt des Wachstums, des Exportbooms (für Niedriglohnauslagerungen) und paradiesischer Qualifikationsverhältnisse wirkt nur noch peinlich angesichts der Ereignisse der letzten Tage.
http://baustellen-der-globalisierung.blogspot.com/2011/01/tunesien-zusammenbruch-einer-konzern.html
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Last Edit: January 17, 2011, 06:16:26 pm by harakiri
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Paris setzte bis zuletzt auf Ben Ali
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Reply #22 on:
January 17, 2011, 06:09:49 pm »
17.01 [Neues Deutschland]
Paris setzte bis zuletzt auf Ben Ali
Unterstützung des Diktators aus Furcht vor Islamismus. Frankreich hat nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass sich der Diktator Ben Ali so lange halten konnte. Das kann auch nicht die hektische Kehrtwende vergessen machen, mit der man nun die jüngsten Entwicklungen in Tunesien begrüßt und dem Volk seine Sympathien versichert.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/188678.paris-setzte-bis-zuletzt-auf-ben-ali.html
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Gaddafi der Nächste ?
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Reply #23 on:
January 17, 2011, 06:20:40 pm »
17.01 [Schweiz Magazin]
Gaddafi der Nächste ?
Wegen der Revolution in Tunesien bekommt es Libyens Muammar al-Gaddafi mit der Angst zu tun und fürchtet, dass ihn selbst bald das gleiche Schicksal wie Tunesiens Ex - Präsident Ben Ali ereilt.
http://www.schweizmagazin.ch/news/ausland/5690-Gaddafi-der-Nchste.html
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Proteste gegen Regierung in Jordanien
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Reply #24 on:
January 17, 2011, 06:21:49 pm »
17.01 [NZZ]
Proteste gegen Regierung in Jordanien
Ermutigt von den Ereignissen in Tunesien ist es auch in Jordanien zu Protesten gegen die Regierung gekommen. In Amman demonstrierten Islamisten gegen Preisanstiege und Marktwirtschaftsreformen. Zudem forderten sie den Sturz der Regierung von Ministerpräsident Samir Rifai.
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/proteste_gegen_regierung_in_jordanien_1.9117005.html
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DAS "SIEGREICHE" VOLK PROTESTIERT IMMER NOCH - UND WIRD VOM MILITÄR BEDROHT
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Reply #25 on:
January 18, 2011, 02:35:41 am »
TUNESIEN: DAS "SIEGREICHE" VOLK PROTESTIERT IMMER NOCH - UND WIRD VOM MILITÄR BEDROHT
Geschrieben von Fritz Güde in Perspektive und Befreiung - 17. Januar 2011
In unseren Zeitungen geht es hoch her. Alles lobt die tapferen Bewohnerinnen und Bewohner von Tunesien, die es als erste geschafft haben, ihren Blutsauger los zu werden.
Ein Thomas Schmid in der "WELT" holte schon vor Tagen die revolutionären Wimpel aus den tiefsten Kellerecken seiner Vergangenheit und schwenkte diese. Alle jubelten sich besoffen - nicht ohne deutliche Hinweise, solchen Leuten, die so lange kein Training im Wählen hatten haben dürfen, müssten unverzüglich Hilfskräfte der EU auf den Hals gehetzt werden. Ein paar Umstände der Bewegung wurden dabei absichtlich verschwiegen.
1. Wie "Le MONDE" exakt recherchiert hat, setzte das Militär dem Präsidenten Freitagmittag um 2 oder 3 Uhr die Pistole auf die Brust. Sie gaben ihm möglicherweise eine oder zwei Stunden, um sich zu verdrücken. Es handelte sich also eindeutig um den Militärputsch, den "WELT " und "Focus" so erbittert abstreiten.
2. Das soll die Wucht des Angriffs der Massen auf den Straßen von Tunis und anderswo keineswegs leugnen. Das Militär, vom Alt-Blutsauger vor die Wahl gestellt, gegen die Massen loszugehen, ging nach reiflichem Bedenken lieber gegen den eigenen Chef vor. Ganz offenbar wendete das Militär sich dann offensiv zumindest gegen die Teile der Polizei, die von Ali als zusätzliche Schlägerbande eingesetzt worden war. Sperrte auch einige von ihnen ein.
Die Bezeichnung "Militärputsch" bezeichnet präzise den juristischen Tatbestand, soll aber nichts aussagen über die politischen Absichten an der Spitze. Es hat in der Geschichte durchaus schon Militärs mit zunindest revolutionären Absichten gegeben. Die letzten mir bekannten 1975 im Aufstand gegen die portugiesische Diktatur. Wie die wirklich revolutionären Kräfte der damaligen Bewegung abgewürgt wurden, teilweise schließlich ins Gefängnis geworfen, wird einigen noch in Erinnerung sein.
Man hielt es im tunesischen Militär für angebracht, nicht zu deutlich als Akteur hervorzutreten. Als Täter sollten die Komplizen des alten Diktators sich zeigen und der ganzen Geschichte einen fast legalen Rahmen geben.
3. Die provisorischen Elemente - unter Militäraufsicht- versteht sich, haben nun am heutigen Montag eine Regierung vorgestellt, die die Lobredner bei uns sicher als neu preisen werden. Allerdings bleiben sechs alte Minister der wichtigsten Ämter - Inneres, Militär, usw. - alle im Amt. Vertreter der bisher geduldeten Opposition bekommen rationiert genau drei Sitze zugeteilt. Unter den Dreien auch ein Pseudokommunist, der sich von der tatsächlich vorhandenen Partei losgesagt hatte, um in Gnaden aufgenommen zu werden Zusätzlich werden ein paar Vertreter der "zivilen Gesellschaft" herangezogen.
4. Nicht vertreten sind zwei Gruppen, die allgemein für die gehalten werden, die noch am ehesten Zuspruch bei breiten Teilen der Bevölkerung finden könnten. Kommunisten und Vertreter einer islamischen Partei, die von sich selbst meint, dass sie am ehesten mit der regierenden türkischen islamischen Partei verglichen werden könnte.
4a: Von Hamma Hammami, dem Führer der wirklichen Kommunisten, meint Bernhard Schmid in seinem Bericht folgendes: "Gleichzeitig aber nahm die tunesische Diktatur einen ihrer prominentesten politischen Opponenten fest, den Journalisten und früheren Direktor der Zeitung ,Al-Badil’ (Die Alternative) Hamma Hammami. Letzterer ist der Sprecher der „Kommunistischen Werktätigenpartei Tunesiens“ PCOT, über die man denken kann, was man möchte - die Partei war früher maoistisch und pro-albanisch ausgerichtet und hat heute ein eher vage demokratisch-marxistisches Profil, die aber zu den wichtigsten Oppositionskräften im tunesischen Polizeistaat gehört."
Keine Kommunisten, keine Islamisten - der Rest von altem Schrot und Korn. Ja - so stellen sich die europäischen Erneuerer und Helfer das ideale Nachfolgesystem vor. Muster: Westdeutschland nach 1945 - obwohl man damals den Kommunisten noch eine Gnadenfrist gewähren musste.
Versteht man jetzt, warum in unseren Nachrichten die freudige Hilfsbereitschaft überwiegt? Nur jetzt den armen Leuten helfen, die von Demokratie doch keine Ahnung haben. Die europäischen Schweine haben die Füße im Trog. Hilfsbereitschaft pur!
weiter
http://www.trueten.de/archives/6721-Tunesien-Das-siegreiche-Volk-protestiert-immer-noch-und-wird-vom-Militaer-bedroht.html
.......
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article12160716/Ruecktritt-des-tunesischen-Machthabers-laesst-hoffen.html
http://www.jungewelt.de/2011/01-17/061.php
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Tunisian Wikileaks Putsch: CIA Touts Mediterranean Tsunami of Coups
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Reply #26 on:
January 18, 2011, 02:04:30 pm »
Quote
Wikileaks-Putsch in Tunesien: CIA bereitet weitere Staatsstreiche im Mittelmeerraum vor
übersetzter Artikel von Webster Tarpley (s.u.)
Die US-Geheimdienste sind in Jubelstimmung über den Sturz der tunesischen Regierung von Präsident Ben Ali. Das US-Außenministerium und die CIA bewarben in den vergangenen Tagen durch loyale Medienorgane exzessiv den Putsch in Tunesien als Prototypen einer neuen Generation von US-gelenkten Farbenrevolutionen. Weitere ähnliche Aktionen sind geplant für eine ganze Welle, die fast alle bestehenden Regierungen in der arabischen Welt stürzen soll. Die Imperialisten hoffen dass sie die Regierungen in Lybien, Ägypten, Syrien, Jordanien, Algerien, Jemen und weitere stürzen oder schwächen können....
Die USA wollen diese Dynastien nicht. Die offensichtliche Taktik der CIA besteht darin, Twitter, Google, Facebook, Wikileaks usw. einzusetzen um die Jugend in diesen Ländern in wilde Mobs zu verwandeln die dann die Rentner-Regime stürzen....
Die Tumulte in Tunesien werden in den US-Medien als die “Jasmin-Revolution” bezeichnet, dabei handelt es sich eigentlich eher um eine Variation der typischen Hungerrevolte. Das treibende Motiv war nicht unbedingt dass die Mittelschicht wählen und bloggen wollte. Es begann mit dem weltweiten wirtschaftlichen Verfall dank WallStreet: Extrem hohe Preise für Nahrungsmittel und Treibstoff, ausgelöst durch Derivatenspekulationen, sowie hohe Arbeitslosenraten....
In Tunesien hat die CIA nun leichtes Spiel um einen ihrer gewünschten Kandidaten zu installieren. Falls in Syrien eine Farbenrevolution stattfindet, können wir davon ausgehen, dass die russische Marine am Tartus-Hafen, die den NATO-Planern ein Dorn im Auge ist, bald abziehen muss. Wenn die neuen Regime eine Feindseligkeit gegenüber Iran, China und Russland demonstrieren, werden sie nicht länger im Westen wegen Menschenrechtsverletzungen entblößt.....
http://infokrieg.tv/wordpress/?p=2514
Original-Artikel:
Tunisian Wikileaks Putsch: CIA Touts Mediterranean Tsunami of Coups
Webster Tarpley | January 17, 2011
Quote
The Arab world needs to learn a few fundamental lessons about the mechanics of CIA color revolutions, lest they replicate the tragic experience of Georgia, Ukraine, and so many others. In today’s impoverished world of economic depression, a reform program capable of defending national interests against the rapacious forces of financial globalization is the number one imperative.
Accordingly, Arab governments must immediately expel all officials of the International Monetary Fund, World Bank, and their subset of lending institutions. Arab countries which are currently under the yoke of IMF conditionalities (notably Egypt and Jordan among the Arabs, and Pakistan among the Moslem states) must unilaterally and immediately throw them off and reassert their national sovereignty. Every Arab state should unilaterally and immediately declare a debt moratorium in the form of an open-ended freeze on all payments of interest and principal of international financial debt in the Argentine manner, starting with sums allegedly owed to the IMF-World Bank. The assets of foreign multinational monopolistic firms, especially oil companies, should be seized as the situation requires. Basic food staples and fuels should be subjected to price controls, with draconian penalties for speculation, including by way of derivatives. Dirigist measures such as protective tariffs and food price subsidies can be quickly introduced. Food production needs to be promoted by production and import bounties, as well as by international barter deals. National grain stockpiles must be quickly constituted. Capital controls and exchange controls are likely to be needed to prevent speculative attacks on national currencies by foreign hedge funds acting with the ulterior political motives of overthrowing national governments. Most important, central banks must be nationalized and reconverted to a policy of 0% credit for domestic infrastructure, agriculture, housing, and physical commodity production, with special measures to enhance exports. Once these reforms have been implemented, it may be time to consider the economic integration of the Arab world as an economic development community in which the foreign exchange earnings of the oil-producing states can be put to work on the basis of mutual advantage for infrastructure and hard commodity capital investment across the entire Arab world.
http://tarpley.net/2011/01/16/tunisian-wikileaks-putsch/
http://www.infowars.com/tunisian-wikileaks-putsch-cia-touts-mediterranean-tsunami-of-coups/
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Last Edit: January 18, 2011, 02:19:49 pm by harakiri
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harakiri
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Tunesiens neue Regierung fällt auseinander
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Reply #27 on:
January 19, 2011, 06:58:37 am »
Tunesiens neue Regierung fällt auseinander
18 1 11
Einen Tag nach Präsentation des teilerneuerten Kabinetts kündigt die Gewerkschaft UGTT ihre Mitarbeit auf. Auf den Straßen feuert die Polizei Tränengas auf Demonstranten.
Aus Protest gegen die alten Kräfte distanzierte sich die Gewerkschaft UGTT von der Regierung und zog ihre drei Minister aus dem Kabinett zurück...
Die Wut richtet sich vor allem gegen die bisherige Staatspartei RCD. "RCD = Mörder", brüllten Demonstranten.
"Es reicht nicht, dass Ben Ali verschwindet. Der ganze Apparat muss weg", nannte eine 45 Jahre alte Lehrerin als Grund für ihren Protest. "Wir wollen keine neuen Versprechen mehr, man hat uns jahrelang nur leere Versprechen gemacht."
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/tunesien-protest-traenengas
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harakiri
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Die feinen Antennen auf dem Müllhaufen der Geschichte
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Reply #28 on:
January 19, 2011, 07:03:47 am »
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Die feinen Antennen auf dem Müllhaufen der Geschichte
Von Daniel Neun | 18.Januar 2011
Die “Sozialistische Internationale” hört die Signale. Die Partei des vertriebenen Diktators Zine el-Abidine Ben Ali von Tunesien, die “Rassemblement constitutionnel démocratique” (RCD), wird ausgeschlossen. Dies teilte die ehrenwerte Vereinigung, der in Deutschland die SPD angehört, gestern auf ihrer Webseite mit.
Die Entscheidung sei vom Präsidenten (dem griechischen Haushaltsklaven von Banken und Brüssel, Giorgos Andrea Papandreou), sowie vom Generalsekretär Luis Ayala (seit schlappen 22 Jahren amtierender Bürokrat) wegen “aussergewöhnlichen Umständen” getroffen worden und reflektiere, wie es hieß, “die Werte und Prinzipien, die unsere Bewegung definieren”.
Vizepräsidenten der Bewegung, zu der übrigens auch die Partei des ägyptischen Diktators Husni Mubarak zählt, sind Sozialisten wie Ehud Barak, Gordon Brown, Sigmar Gabriel, der Präsi des Irak Jalal Talabani oder das neunjährige Bin Laden-Amtssuchgerät Asif Ali Zardari von Pakistan....
http://www.radio-utopie.de/2011/01/18/die-feinen-antennen-auf-dem-mullhaufen-der-geschichte/
Quellen:
(1)
http://www.socialistinternational.org/viewArticle.cfm?ArticleID=2085
(2)
http://www.socialistinternational.org/viewArticle.cfm?ArticleID=2084
(3)
http://www.tagesschau.de/ausland/rcd100.html
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Mohamed ElBaradei warns of 'Tunisia-style explosion' in Egypt
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Reply #29 on:
January 19, 2011, 07:07:09 am »
Mohamed ElBaradei warns of 'Tunisia-style explosion' in Egypt
18.Januar 2011
Today Ahmed Hashem el-Sayed, 25, from the Mediterranean port city of Alexandria, died in hospital after setting himself alight on the roof of his home. It was the latest in a series of self-immolation incidents that have spread through Egypt over the past two days, after the Tunisian vegetable trader Mohamed Bouazizi's self-immolation provided the catalyst for the toppling of his country's president last week.
"What has transpired in Tunisia is no surprise and should be very instructive both for the political elite in Egypt and those in the west that back dictatorships," ElBaradei told the Guardian. "Suppression does not equal stability, and anybody who thinks that the existence of authoritarian regimes is the best way to maintain calm is deluding themselves."
......
http://www.guardian.co.uk/world/2011/jan/18/mohamed-elbaradei-tunisia-egypt
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