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Author Topic: Brauner Terror,NSU,Zwickauer Zelle-Leaks,Dokumente,Timelines und mehr  (Read 62845 times)
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fehlfarben
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« Reply #770 on: November 20, 2014, 01:02:06 PM »

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Der NSU und die “Cui bono?”-Frage
Posted by Publikative.org seit dem 20. November 2014 Leave a Comment
Beim NSU-Prozess in München hat die Aussage des Ex-V-Manns Kai D. weitere Fragen zur Rolle des Geheimdienstes beim Aufbau der Neonazi-Szene aufgeworfen. D. behauptet, er sei erst auf Anweisung des Verfassungsschutzes in die Szene eingestiegen. Für Freunde von Verschwörungen der nächste Beleg für die eigene Legende. Doch die haben alle einen massiven Schwachpunkt.

Von Patrick Gensing
Wurde der Thüringer Heimatschutz mit Billigung – wenn nicht sogar auf Anweisung  – des Verfassungsschutzes aufgebaut? Die Aussage des Ex-V-Manns Kai D. aus Bayern beim NSU-Prozess legt diese Annahme zumindest nahe. Denn Kai D. war nach eigenen Angaben mehr als ein führender Neonazi, der Informationen verkaufte; er stieg angeblich erst auf Wunsch des Geheimdienstes richtig in die Szene ein. Es sei gar nicht seine eigene Meinung dafür maßgeblich gewesen. D. wäre somit faktisch ein verdeckter Ermittler des bayerischen Verfassungsschutzes gewesen.
Mehrfach wöchentlich habe er umfangreich und teilweise schriftliche Meldungen gegeben. Auch habe er mit seinen V-Mann-Führern oft telefoniert. Er sprach sowohl vom bayerischen Verfassungsschutz als auch von der Führungsebene der deutschen Neonaziszene in der „Wir“-Form – teilweise ohne das zu differenzieren. Die Antwort auf die Frage, ob er hauptamtlich für den Verfassungsschutz tätig war, verweigerte er zwar, wegen fehlender Aussagegenehmigung. Aus seinen weiteren Ausführungen wurde aber deutlich, dass dies so gewesen sein könnte.
“Ein weiterer Vertuschungsversuch”
Der Nebenkläger-Vertreter Sebastian Scharmer erklärte dazu, folge man der Aussage des Zeugen, habe der Verfassungsschutz “die Szene, aus der der NSU entstammt, nicht nur überwacht, er saß in Person von Kai D. selbst mit am Tisch, hat operativ Einfluss genommen”. Das sei auch deshalb ein Skandal, weil das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz dem Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags, dann offensichtlich falsch – zumindest unvollständig – berichtet habe. Ein solcher weiterer Vertuschungsversuch, so Scharmer weiter, müsse dringend auch politisch aufgeklärt werden.
Und die Nebenkläger sehen weiteren Aufklärungsbedarf, was die Aussage eines Beamten des Thüringer Verfassungsschutzes angeht. Der ehemalige V-Mann-Führer von THS-Anführer Tino Brandt hatte nämlich vor dem Thüringer U-Ausschuss gesagt, er sei telefonisch am 4. November über den Tod von Böhnhardt und Mundlos in Eisenach informiert worden. Vor dem Oberlandesgericht München gab er nun aber an, dieser Anruf habe erst zwei Tage später, also am 6. November, stattgefunden. Pikant ist zudem, dass am 4. November offiziell noch gar nicht fest stand, wer die beiden Toten überhaupt seien.
Einfach nur eine Verwechslung? Fragwürdig. Immerhin ging es nicht um irgendeine Nebensächlichkeit, sondern um eine Terrorserie, die international für Aufsehen sorgt.


weiterlesen:
http://www.publikative.org/2014/11/20/der-nsu-und-die-cui-bono-frage/

Kommentar:

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Wenn mit Kai D. und Tino Brandt führende Neonazis als V-Leute bzw. verdeckte Ermittler aktiv waren und rechtsextreme Strukturen mit Staatsgeldern aufbauten kann andererseits nicht die Rede sein vom Versagen der Sicherheitsbehörden. Ebenso die Sabotage der Behörden im Kontext der Ergreifung des NSU-Kerntrios.Selbt die Mitglieder des NSU-Bundestagausschusses zweifeln mittlerweile an ihren Ergebnissen.Dass vertuscht wird ist evident und von daher darf es niemanden wundern dass die offizielle Verschwörungstheorie der Bundesanwaltschaft angezweifelt wird und alternative Theorien entstehen:

NSU-Komplex: drei Jahre systematische Vertuschung

http://machtelite.wordpress.com/2014/11/02/nsu-komplex-drei-jahre-systematische-vertuschung/

Interessant wäre es trotz allem zu erfahren wer hinter den rechten Verschwörungstheoretikern (“Fatalist”) steckt. Haben Sie da mehr Informationen,Herr Gensing?


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“Wurde der Thüringer Heimatschutz mit Billigung – wenn nicht sogar auf Anweisung – des Verfassungsschutzes aufgebaut? Die Aussage des Ex-V-Manns Kai D. aus Bayern beim NSU-Prozess legt diese Annahme zumindest nahe.(…) Für Freunde von Verschwörungen der nächste Beleg für die eigene Legende.”

Wenn die Aussage von Kai D. also diese Annahme nahe legt, wie Sie schreiben, handelt es sich hierbei um eine Verschwörungstheorie ? Wenn Högl,Binninger und Ströbele Zweifel am erweiterten Suizid von Böhnhardt und Mundlos oder der Todesursache von Thomas Richter äußern, sind Sie dann Verschwörungstheoretiker? Wenn der Thüringer Ausschuss vermutet die Ergreifung des NSU-Kerntrios wurde von mindestens einer Behörde sabotiert, handelt es sich bei den Abgeordneten um Verschwörungstheoretiker?

Der Thüringer Heimatschutz ist die Geburtsstätte des NSU. Die Behörden vertuschen die Unterstützung rechtsextremer Strukturen mittels diverser V-Leute, die im nahen Umfeld des NSU aktiv waren, die systematische Vernichtung von Akten über Quellen, die Bezüge zum sogenannten NSU-Trio hatten und die gezielte Sabotage des Auffindens der flüchtigen Terroristen. Natürlich mussten die Schlapphüte den rechten Terror nicht erfinden, wie Sie schreiben. Aber die Dienste haben den Rechtsextremismus eben nicht nur geduldet sondern offensichtlich finanziert, mit aufgebaut und indirekt den Kampf der Neonazis gegen die Antfa unterstützt. Über die Hintergründe für das skandalöse Agieren der sogenannten Verfassungsschützer lässt sich sicher trefflich streiten. Die Rechtslastigkeit deutscher Dienste, um es mal vorsichtig zu formulieren, ist historisch verankert und leider ist das deutsche Gladio Kapitel nach wie vor nicht aufgeklärt. Genau wie der NSU-Komplex.

“Es dürfen keine Staatsgeheimnisse bekannt werden, die ein Regierungshandeln unterminieren.”
« Last Edit: Yesterday at 05:49:44 AM by fehlfarben » Logged
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« Reply #770 on: November 20, 2014, 01:02:06 PM »

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fehlfarben
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« Reply #771 on: Yesterday at 09:23:25 AM »

stern-Serie zum NSU-Terror Die Staatsaffäre

21.11.2014
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Die Terrorserie des rechtsradikalen NSU galt als aufgeklärt. Doch ist sie das? Start einer stern-Serie über Widersprüche und Rätsel der Affäre sowie die Verstrickung der Sicherheitsbehörden.
Von Hans-Ulrich Jörges

Einen derart monströsen Skandal hat die Republik noch nicht erlebt. Der Staat misstraut seinen eigenen Organen. Jenen, die für die Sicherheit ebendieses Staates verantwortlich sind: Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt (BKA), Bundesanwaltschaft. Denn nach deren Theorie gehen die zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle des 2011 aufgeflogenen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) allesamt auf das Konto eines Trios: Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe. Die beiden Uwes sollen sich in Eisenach das Leben genommen haben, Zschäpe steht in München vor Gericht.

Staatsaffäre. Selbst der Innenminister bezweifelt die These vom Trio. In einer Bundestagsdebatte zum dritten Jahrestag der Aufdeckung des NSU sprach Thomas de Maizière von "potenziellen weiteren Tätern". Das hieße: Die Mörder sind unter uns. Und die Anklage gegen Zschäpe gründet auf der falschen, aber bequemen Theorie vom Trio. Platzte der Prozess deswegen, müsste sie freigelassen werden. Der Schaden, auch außenpolitisch, wäre immens: Acht Opfer waren türkischer Herkunft.
(...)
Rätselhafter Blogger aus Phnom Penh
Die Untersuchungsausschüsse vibrieren vor Empörung über die Behörden. Sechs sind es inzwischen: Im Bundestag sowie in den Landtagen von Sachsen und Thüringen haben sie ihre Arbeit vorerst abgeschlossen, in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen stehen sie am Anfang. Sie ermitteln anstelle der Ermittler. In Erfurt und in Berlin folgen womöglich bald Zweit-Ausschüsse
Ein leuchtendes Beispiel für Aufklärungswillen ist Clemens Binninger, Obmann der Union im ersten Bundestagsausschuss und Chef des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste. Binninger, eigentlich ganz Mann des Staates, hat als Streifenpolizist begonnen, an der Polizei-Führungsakademie in Münster studiert und im Stuttgarter Innenministerium gearbeitet. Mitunter reist er zu NSU-Tatorten, um sich selbst ein Bild zu machen. Wenn es etwas Ermutigendes gibt in der Staatsaffäre, dann sind es aufrechte Parlamentarier wie Binninger.

Seinen Glauben an die Behörden hat er verloren. Zumal ein rätselhafter Blogger unter dem Pseudonym "Fatalist" aus dem fernen Phnom Penh neue Zweifel sät – im Internet unter "NSU Sach- und Lachgeschichten". Er hat, wie man in Berlin vermutet, alle Dokumente aus den 620 NSU-Leitz-Ordnern des BKA erhalten, von einem Whistleblower. Die im Netz zur Schau gestellten Dokumente waren den Parlamentariern zum Teil unbekannt.


weiterlesen:
http://mobil.stern.de/politik/deutschland/stern-serie-staatsaffaere-nsu-terror-widersprueche-ungeloeste-raetsel-und-die-verstrickung-der-sicherheitsbehoerden-2154076.html?mobil=1
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« Reply #771 on: Yesterday at 09:23:25 AM »

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fehlfarben
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« Reply #772 on: Yesterday at 06:41:09 PM »

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Jörges im Stern: Morde unter den Augen der Behörden?
Der Stern schreibt:

Morde unter den Augen der Behörden?

Das ist hart am Rande der katastrophalsten Hypothese: Der NSU mordete unter den Augen der Behörden, umgeben von V-Leuten. Das Trio wurde vom Verfassungsschutz sogar in den Untergrund geschleust, wo es aus dem Ruder lief. Die Legende wurde 1998 inszeniert, als in Jena eine Bombenwerkstatt ausgehoben wurde und man Böhnhardt davonspazieren ließ.

siehe dazu:

    WAS IST DAS “NSU-AXIOM”, UND WAS BEDEUTET ES FÜR DIE “NSU-STAATS-VT 2.0″ ?

    Die NSU-Staats-VT 2.0 ist die logische Konsequenz des NSU-Axioms.

    Letzteres lässt sich in einem Satz zusammenfassen:

    Entweder haben die Uwes die Verbrechen mit Wissen (und Billigung) des Staates begangen, oder die Uwes haben die Verbrechen nicht begangen.

    Die NSU-Staats-VT 2.0 wird seit Längerem vorbereitet, sie ist der der feuchte Traum eines jeden Linken in diesem Land. Also bis weit weit in die CDU hinein.

    Die “neuen NSU-Märchenbücher” von Stefan Aust/Laabs und Andreas Förster
    (beide Ende Mai 2014 erschienen)
    sind nichts Anderes als die Lenkung der Öffentlichen Meinung in Richtung
    Mitwisserschaft “bestimmter Behörden” bei den Verbrechen des “NSU”.

Es geht also um das Versenken einer MEGA-Staatsaffäre
weg vom BKA und der Bundesanwaltschaft und dem Kanzleramt und dem Innenministerium hin zu einem Schwarzen Loch, wo sie bitte möglichst vollständig verschluckt werden möge:
Name des Schwarzen Loches: Der Verfassungsschutz.
Schuldig. Mitwisser. Seit 1998. Uwes versteckt, und die Morde gedeckt.


.der Stern schreibt von “Trio-Märchen” :

http://www.stern.de/politik/deutschland/stern-serie-staatsaffaere-nsu-terror-widersprueche-ungeloeste-raetsel-und-die-verstrickung-der-sicherheitsbehoerden-2154076.html?mobil=1


http://sicherungsblog.wordpress.com/2014/11/21/jorges-im-stern-morde-unter-den-augen-der-behorden/#comments
« Last Edit: Yesterday at 06:42:47 PM by fehlfarben » Logged
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« Reply #772 on: Yesterday at 06:41:09 PM »

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