3.8.2012
Herrmann will Staatstrojaner bald wieder einsetzenDer bayerische Innenminister interpretiert das Gutachten des Datenschutzbeauftragten als Bestätigung. Am Donnerstag veröffentlichte der bayerische Datenschutzbeaftragte Thomas Petri seinen Prüfbericht zur Nutzung der Quellen-TKÜ im Freistaat. Darin stellt er fest, dass es beim Einsatz der als "Staatstrojaner" bekannt gewordenen Software der Firma Digitask zwischen 2008 und 2011 schwere Mängel gab. Diese Mängel betreffen nicht nur die Arbeit der Sicherheitsbehörden, die den Trojaner in keinem einzigen Fall gegen Terroristen, dafür aber beispielsweise gegen einen Bodybuilder einsetzten, der der unerlaubten Anabolikaeinfuhr verdächtigt wurde, sondern auch das Programm selbst, das nicht nur Browser-Screenshots, sondern auch komplette Softwarelisten lieferte.
http://www.heise.de/tp/blogs/8/152519nochmal:
Bayerntrojaner: Datenschützer sieht gravierende Mängel bei TK-ÜberwachungDer bayerische Datenschützer Thomas Petri hat seinen Prüfbericht zur Nutzung der Quellen-TKÜ durch bayerische Behörden veröffentlicht. Da das Land Bayern ausschließlich Software der Firma Digitask benutzt, liegt somit eine weitere Beurteilung neben der des Bundesdatenschützers vor. Auch darin heißt es, dass gravierende Fehler gemacht wurden und die Quellen-TKÜ mangelhaft ist.
Die bayerischen Strafverfolgungsbehörden haben im Zeitraum von 2008 bis 2011 in 23 Fällen nach richterlicher Anordnung eine Quellen-TKÜ (Telekommunikationsüberwachung) mit Trojaner-Software der Firma Digitask durchgeführt. Dabei ging es nicht darum, terroristische Gefahren abzuwehren. Der Datenschützer weist darauf hin, dass erst geprüft wurde, nachdem der Chaos Computer Club den bayerischen Staatstrojaner 0zapftis enttarnen und seine Funktionsweise entschlüsseln konnte.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bayerntrojaner-Datenschuetzer-sieht-gravierende-Maengel-bei-TK-Ueberwachung-1658814.htmlWelche 23 Fälle waren das eigentlich,die da nichts mit Terrorismus zu tun hatten?
bisher kennt man nur einen,maximal 2