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Erinnerungsforum > Unterhaltung Kultur > Sehens- Lesenswertes > Topic: Gegen das Vergessen,Apokalypse um und in uns.Teil 1
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Author Topic: Gegen das Vergessen,Apokalypse um und in uns.Teil 1  (Read 54491 times)
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madurskli
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Frohe Ostern, die Zweite!
« Reply #75 on: April 24, 2011, 04:35:57 pm »

Es soll keine Trennung von Kirche und Staat geben!

Ach ihr Ungläubigen, oder fälschlicherweise als solche bezeichnete, sehet her!
 Denn ich bringe euch das Königreich!

Frohe Ostern!?die Zweite

In den alten Zeiten harkten unsere Vorfahren die Überreste des Winters von den Feldern und erbauten damit grosse Feuerkegel. Das Verbrennen der Überreste war eine Form der Reinigung. Zudem reinigten sie auch ihre Tiere, indem sie ihr Vieh zwischen den Feuern hindurchgehen liessen. Dies vernichtete Parasiten und verhalf dazu, dass das Vieh möglicherweise weniger erkrankte.

Doch unsere Vorfahren benützen diese Feuer auch um sich selbst zu reinigen, indem sie über diese Feuer hüpften. Es war Brauch, dass Paare gemeinsam über das Feuer hopsten, um bis zum nächsten Beltanefest verheiratet zu sein. Wenn das Paar, das über das Feuer sprang, schon verheiratet war, hoffte es, dass sie bis zum nächsten Beltanefest ein Kind bekommen würden.

Heutzutage können sich viele Menschen, vor allem Menschen in grossen Städten, gar nicht mehr vorstellen, was für eine, im wahrsten Sinne des Wortes "Heidenarbeit" es ist, ein Feld  zu pflanzen, es zu hegen und dessen Feldfrüchte anschliessend zu ernten. Was könnte Beltane also diesen Menschen noch bieten?

Kristliche Fanatiker

Doku " Christlicher Fundamentalismus" Teile 1- 4 u. a. Die Jesus Revolution Army WDR arte 2006



« Last Edit: December 02, 2011, 03:28:33 pm by madurskli » Logged
madurskli
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Gegen das Vergessen,Apokalypse um und in uns: Frohe Ostern!?die Dritte!
« Reply #76 on: April 26, 2011, 01:46:35 pm »


Frohe Ostern!?die Dritte!

Derweil die Kristen ihr höchstes Fest feiern..........
Beglückt man Libyen bombastisch mit den Segnungen des Himmels.


 Rufen amerikanische Senatoren OFFEN ZU MORDANSCHLÄGEN AUF GADDAFI auf!

John Trudell sagt: Es geht längst nicht mehr um Revolution!
Sondern um Evolution!


Das psychopathische Monster frisst die Schwachen, es nährt sich an ihnen und wächst unaufhaltsam!!!

TRUDELL AT THE U.S. SOCIAL FORUM (6-24-10)


Als die Amerikaner 2007 AFRICOM bildeten, unterschrieben 49 Länder die US-Militärcharta für Afrika, aber ein Land lehnte ab: Libyen. Colonel Gadaffi hat sich geweigert, eine Marionette der Rothschildbankers ODER des angloamerikanischen, von Konzernen bestimmten militärischen Empires zu werden.

Libyen stellt sein eigenes Geld her und besitzt seine eigene Zentralbank und seine eigene Ölgesellschaft und ist niemandem verpflichtet. Es war ein strahlendes Licht für alle afrikanischen Nationen, und deswegen musste es zerstört werden, damit nicht sein Beispiel andere ermuntere, es ihm gleich zu tun.
Libyen zurück in die Steinzeit bomben und die Entfernung von Gadaffi würde den Rothschilds nicht nur die Kontrolle über Libyens Geldnachschub und Bankensystem geben – wodurch das libysche Volk versklavt würde –, sondern dies würde den angloamerikanischen und französischen Konzernen die Kontrolle über Libyens Öl- und Wasserreserven geben und Chinas riesige Interessen und Investitionen matt setzen.

Gegründet unter US-Präsident George Bush Jr. ist AFRICOM eine Unterabteilung des grösseren neokonservativen „Project for a New American Century (PNAC)“, (Projekt für ein neues amerikanisches Jahrhundert).

Ich möchte dringend darauf verweisen und dies ist ein Punkt der bisher unbeleuchtet blieb!

In der USA gibt es 50mio. Evangelikale die schon George Bush Jr. in den Sattel verhalfen.
Diese Hardliner sind auch jetzt wichtige Spieler in den Nahostkonflickten.
Als Gegenstück sind es die Islamisten, welche als ihre Partner in vielen islamischen Ländern Brände legen!
Speziell in Libyen prägen sie das Bild der Putschisten.

Da Gaddafi einen gemässigten Islam vertritt und dennoch tief gläubig ist, war er schon immer der Feind der Kreise, die die Sharjah zum Staatsgesetz erheben möchten.
Was auch den Extremkristen sehr gut passt.
Da dadurch die Islamischen Länder weiter in mittelalterlichen Strukturen verbleiben.

Nebst der Kolonialisierung war immer die Kristianisierung mit inbegriffen.
Die Geistige und Materielle Eroberung.

Es ist nicht ausser Acht zu lassen dass wir uns auch in einem Religionskrieg befinden.
Der die Rechtfertigung für den Wirtschaftskrieg liefert.
Fundamentalisten, hüben wie drüben berufen sich auf den Absolutheitsanspruch ihrer "Wahrheit".

Es ist kein Zufall das die von Bürgerkriegen erschütterten Länder islamische Länder sind.


Europäische Hexenjagd Heilerinnen, Hebammen, Ärztinnen, weise Frauen wurden zu Hexen(Arte Doku)
« Last Edit: December 02, 2011, 03:31:50 pm by madurskli » Logged
madurskli
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Libyens Gaddafi baut den größten menschengemachten Fluß der Welt, wozu?1998
« Reply #77 on: April 27, 2011, 05:53:14 pm »

Unglaublich wie positiv es im Spiegel Spezial tönte!!!
01.11.1998

  

Das Geheimnis des Wüstentunnels

Libyens Gaddafi baut den "größten menschengemachten Fluß der Welt" - wozu?


Von Peter Münder

Peter Münder, 57, lebt als freier Autor in Hamburg.


Wenn Horst Ludolph, 55, sein Maschinen-Ballett in geschlossener Formation über die Dammkrone des el-Chadra-Wasserreservoirs rollen läßt, ist dem Bauleiter anzumerken, daß ihm das kakophone Gedröhn der sechs deutschen Straßenwalzen und das schrille Kreischen der amerikanischen Fräsen mehr behagt als jedes verträumte Säuseln einer "Schwanensee"-Melodie.

Der Bau-Ingenieur und Sprengmeister aus dem westfälischen Geseke läßt Kieselsteine und Bausand durch seine Hand rieseln und zeigt auf ein gigantisches, kreisrundes Wasserbecken: "So ein großartiges Projekt gibt es auf der ganzen Welt nicht noch einmal."

Unverkennbar stolz ist Ludolph auf seine Mitarbeit an einem der größten und mit 25 Milliarden Dollar auch der teuersten zivilen Bauvorhaben der Erde: Das Wasserreservoir in der Nähe von Bengasi gehört zum Projekt "Great Man Made River" (GMMR), mit dem Libyens exzentrischer Staatschef Muammar el-Gaddafi in die Weltgeschichte als Volksbeglücker eingehen will.

Mit Hilfe der Petrodollar-Millionen will Gaddafi ein "achtes Weltwunder" schaffen: Riesige Röhren sollen fossile Wasservorräte aus dem Süden des Landes über bis zu 2000 Kilometer in die großen Städte an der Mittelmeerküste schaffen - und zugleich eines Tages die Bewässerung von Kornfeldern und Obstplantagen in der Wüste ermöglichen.

Gaddafi, dem Westen verhaßt als Erbauer von Giftgasfabriken, Förderer ungezählter Terroristenzirkel und mutmaßlicher Hintermann des Lockerbie-Attentats von 1988, nutzt das GMMR-Projekt, um sich der Welt als Vertreter friedlicher Absichten zu präsentieren - als Mann, dessen Devise "Wasser marsch!" heißt und nicht mehr "Feuer frei!"

Vor allem die Amerikaner tun sich schwer, ihm diese Wandlung abzunehmen. Die US-Regierung argwöhnt, das GMMR-Projekt mit seinen aufwendigen unterirdischen Röhrensystemen nebst bunkerartigen Sammelbecken diene insgeheim militärischen Zwecken: In den vier Meter breiten Röhren, die sich durch das Land ziehen sollen, ließen sich Schienen verlegen, über die eines Tages Panzer und Mannschaften bis an die Landesgrenzen transportiert werden könnten.

Hatte Gaddafi, so fragen sich US-Experten, nicht schon lange den nordkoreanischen Hardliner Kim Il Sung bewundert, der geheime militärische Projekte meist in unterirdischen Tunnelsystemen untergebracht hat, perfekt abgeschirmt gegen alle Überwachungssatelliten?

Ende letzten Jahres zitierte die "New York Times" einen US-Militärexperten: "Wenn Sie hören, Saddam Hussein baut ein riesiges Tunnelsystem, das bis an die Grenze zu einem verfeindeten Nachbarstaat reicht, würden Sie dann nicht auch mißtrauisch werden? Das ist bei Gaddafi genauso."


Seit solche Spekulationen kursieren, ist Gaddafis künstlicher Fluß nicht nur das größte, sondern auch das mysteriöseste Bauvorhaben der Welt - obwohl das GMMR-Planungsbüro doppelseitige Anzeigen in US-Zeitungen schaltete, um die Gerüchte zu entkräften.

Wer die riesigen Wasserbecken bei Bengasi und die aufgerissenen Straßenviertel in Tripolis gesehen hat, wo zur Zeit neue Wasserrohre verlegt werden, kann solche Spekulationen nur als paranoiden Unfug verwerfen. Noch Anfang dieses Jahres schrieben deutsche Journalisten, aus den bislang verlegten Rohren sei noch "kein Tropfen" geflossen - was nachweisbar falsch war. Ein Beamter in der deutschen Botschaft in Tripolis sagt denn auch: "Es gibt keinen Unsinn, auf den die Presse nicht hereinfällt."

Beflügelt worden waren Gerüchte über militärische Absichten, als publik wurde, daß die riesigen GMMR-Wasserrohre ursprünglich durch einen Stollen bei Tarhuna führen sollten, in dem US-Geheimdienste noch immer eine geheime Giftgasfabrik vermuten. Inzwischen freilich hat Gaddafi die Pläne für die Verlegung der Rohre bei Tarhuna ändern lassen.

Der Experte Paul Beaver, der beim angesehenen britischen Militärverlag "Janes'" arbeitet und im Magazin "Pointer" über einschlägige Spekulationen berichtet hatte, korrigierte daraufhin seine Ansichten: "Ich habe mich jetzt von Augenzeugen überzeugen lassen, daß es sich tatsächlich um ein Bewässerungsprojekt handelt", erklärte Beaver. "Allerdings halte ich das ganze Vorhaben für eine einzige gigantische Verschwendung."

Am ökonomischen Nutzen des Projekts sind Zweifel in der Tat angebracht - ebenso wie an der geistigen Urheberschaft Gaddafis, der sich auf überdimensionalen Plakaten mit riesigen Wasserrohren im Hintergrund abbilden und als GMMR-Initiator feiern läßt.

Die fossilen Wasservorkommen, die in die nördlichen Küstenregionen geleitet werden, waren bereits Anfang der sechziger Jahre bei Ölbohrungen im Südosten Libyens entdeckt worden. Schon damals - lange vor Gaddafis Machtergreifung 1969 - soll es Pläne gegeben haben, diese wasserführenden Schichten (Aquifer) mit einem geschätzten Volumen von insgesamt 150000 Kubikkilometern (das entspricht einer 420 Meter hohen Wassersäule über der gesamten Fläche Deutschlands) für Trinkwasser- und Bewässerungsprojekte zu nutzen. Die Erschließung von Ölquellen und Libyens Aufstieg in die Opec-Liga ermöglichte schließlich die Finanzierung.

Mittlerweile unterliegen die Erdöl-Einnahmen starken Schwankungen, und Libyen gerät gegenüber den südkoreanischen und deutschen GMMR-Baufirmen immer häufiger in Zahlungsverzug. "Viele deutsche Firmen beklagen sich schon seit Jahren über hohe Außenstände, aber auf der libyschen Seite ignoriert man diese Schulden oder vertröstet uns", kritisiert der Hamburger Kaufmann Solms Nebelung, der im Frühjahr mit einer deutschen Delegation Libyen bereiste.

Ob sich die gigantischen GMMR-Investitionen für Libyen auszahlen, ist ebenso ungeklärt wie die Schlüsselfrage, wie lange die Wasservorräte im Süden reichen. Experten der Ohio State University, die an der Exploration des unterirdischen Aquifer-Systems beteiligt waren, nehmen an, daß die fossilen Wasservorräte durch neu entstehendes Grundwasser ergänzt werden - eine irrige Annahme, wie der Geologe Eberhard Litzsch glaubt, der die nordafrikanischen Wüstenregionen seit 30 Jahren im Rahmen eines Sonderforschungsprojekts der TU Berlin untersucht. "Aufgrund unserer Analysen früherer Klimazonen kann man einen Prozeß der Grundwassererneuerung in diesem Aquifer-System ausschließen", sagt Litzsch. Daher seien die "ungeheuren libyschen Wasservorräte durch das GMMR-Projekt in spätestens 30 oder 50 Jahren erschöpft".

Wenn das 1984 begonnene GMMR-Projekt im Jahre 2015 abgeschlossen ist, soll der "große menschengemachte Fluß" nicht nur die marode Trinkwasserversorgung von Küstenstädten wie Tripolis, Sirt und Bengasi ersetzen, sondern auch auf vielen hundert Quadratkilometern die Wüste erblühen lassen. Wo sich heute öde, verkarstete Flächen erstrecken, machen dann, wenn es nach dem Willen des "Ersten Ingenieurs" Gaddafi geht, Kornfelder sowie Obst- und Gemüseplantagen teure Importe überflüssig.

Woher allerdings libysche Schafhirten so rasch das Know-how für den Anbau, für Bewässerung, Düngung und Ernte erlangen sollen, weiß offenbar niemand von den libyschen Offiziellen. Auch über die drohende Versalzung der Böden, die vom Wüstenwind Ghibli verursachte Erosion und über Windschutzanlagen scheint sich kein heimischer Agrarexperte Gedanken zu machen.

Libysche Hirten, die auf den Feldern bei Bengasi neben dem riesigen GMMR-Reservoir ihre Schafe hüten, klagen über die Selbstherrlichkeit der Behörden: "Uns hat nie jemand gefragt, ob wir umsatteln wollen auf Ackerbau." Den Huftier-Hütern ist kaum zu vermitteln, weshalb sie ihr relativ gutes Einkommen aufgeben sollten; für ein Schaf erlösen sie bis zu 100 Dinar (knapp 500 Mark), und manche Hirten können hundert Schafe im Jahr verkaufen - was mehr einbringt, als sich mit dem Anbau von Obst oder Getreide verdienen ließe.

Unumstritten ist, daß der Wüstenstaat Libyen in die Zukunft seiner Trinkwasserversorgung investieren muß - die Wasserqualität ist miserabel, und die Leitungen, die teilweise noch aus der italienischen Kolonialzeit stammen, sind weithin brüchig. Doch hätte sich die Wasserversorgung nicht auch mit weniger Aufwand sichern lassen?

Auch europäische Experten - die den Verdacht der Amerikaner vom militärischen Nebenzweck des Projekts nicht teilen - fragen sich: Warum müssen die Rohre (Gesamtlänge: knapp 4000 Kilometer) einen Durchmesser von vier Metern haben? Läßt sich wirklich nur so eine ausreichende Fließgeschwindigkeit über das Süd-Nord-Gefälle mit einem Höhenunterschied von rund hundert Metern garantieren?

Nach Ansicht europäischer Entwicklungsexperten wäre es sinnvoller gewesen, das benötigte Trinkwasser in kleineren Meerentsalzungsanlagen entlang der Küste zu produzieren - ähnlich wie es Saudi-Arabien und das Emirat Abu Dhabi schon seit Jahren mit Erfolg praktizieren. Der hohe Energiebedarf solcher Entsalzungsanlagen ließe sich in Nordafrika teilweise mit Sonnenkraft decken; ein derartiges Projekt sei letztlich kostengünstiger als der 25 Milliarden Dollar teure GMMR.

Small is beautiful - solche bescheidenen Maximen freilich scheinen einem Herrscher wie Gaddafi fremd, der sich als begnadeter, visionärer Führer in den Geschichtsbüchern verewigen lassen möchte. Sein Vorbild war lange Zeit Ägyptens Nasser, der mit dem Assuan-Staudamm schließlich auch ein vielbeachtetes Monument geschaffen hat.

Ein deutscher Techniker hält das GMMR-Vorhaben - geplant von der angloamerikanischen Consulting-Firma Brown and Root - für "völlig aberwitzig": "Das sieht den spleenigen Engländern ähnlich, daß sie das Wasser über Hunderte von Kilometern aus der Wüste ans Meer schaffen und sich keinerlei Gedanken machen über die Algenbildung in den Röhren, über die Absenkung der Böden in den leergepumpten Wassergebieten oder die dadurch verursachte Versalzung."

Das größte Wasserbauprojekt der Welt werde sich, prophezeit der Experte, als "gigantische, völlig unpraktikable Fehlinvestition" erweisen.


SPIEGEL SPECIAL 11/1998
 Alle Rechte vorbehalten
 Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

 Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-8027505.html
als PDF:
http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=8027505&aref=image036/2008/02/07/cq-spc199801101120115.pdf&thumb=false

Allen Unkenrufen zum Trotz:

Die ZEIT, 27.12.2010
Sahara-Wasser für Libyens Küste
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-12/libyen-wasser?page=all&print=true

http://steinbergrecherche.com/remaghreb.htm#Wasserprojekt

WASSERKRIEG/Privatisierung: Libyen- Der künstliche Fluss durch die Sahara 2005 Doku



« Last Edit: December 02, 2011, 03:34:06 pm by madurskli » Logged
madurskli
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Wort zum Sonntag; Libyen oder die Indianer!
« Reply #78 on: May 01, 2011, 04:38:34 pm »

Derweil die Welt wieder mit der Seligsprechung von Johannes zugefüllt wird,
wir kaum die Zwangshirnwäsche über die Rojalen verdauen konnten, geht ganz unbemerkt der Untergang der selbständigen Völker von statten!


Die wahre Geschichte der Indianer. must-see!  Wounded Knee/ American Indian Movement (Arte Doku)

Die wahre Geschichte der Indianer. must-see! Wounded Knee/ American Indian Movement (Arte Doku)


Die Verwandtschaft zwischen Gaddafis Libyen und den amerikanischen Uhrvölkern ist verblüffend !

40 Jahre ist es her! Hüben wie drüben.

Ebenso der Verlauf ihrer Geschichte.

Es geht um die Vernichtung, weltweit, DER STAMMESKULTUR!

Mit den gleichen brachialen Mitteln wurden in Wounded Knee Stammesindenditäten ausgelöscht, auch schon Jahrhunderte zuvor im Zuge der Kolonialisierung und Zwangschristianisierung!

NUR STÄMME WERDEN ÜBERLEBEN!



Auch in Libyen arbeiten die Globallisten mörderisch daran, einen prosperierenden Staat, der auf Stammeskultur aufgebaut ,zu vernichten!

Zitat aus dem Film, von Russel Means (Membre de I,AIM,Lakota Oglala);
"Wir glichen einer Maus, auf die ein Adler herabstürzte und zeigten ihnen den Stinkefinger !"

 Mit diesen Worten kann auch die Situation Libyens umschrieben werden, angesichts der Übermacht seiner Feinde!

Genau wie das libysche Volk fühlten sich die AIM-Leute als Revolutionäre!

Die traditionellen Häuptlinge der Indianer entsprechen den Stammesführern in Libyen.

Die Reservate sind die kargsten Ecken der USA, sie gleichen den endlosen Wüsten Libyens!

Die Verschleppung von Kindern in Internate, gleicht der Okkupierung durch Kolonisation in Libyen und auch in der Schweiz!
"Kinder der Landstrasse" nahm unzähligen Romas die Kinder weg. Die in der Folge in Waisenheimen um erzogen wurden!

Auch bei den Inuit wurde diese Praxis angewendet, um nur die bedrohtesten Völker zu erwähnen!
Mit dem Argument: verwahrloste, barbarische Kinder auf den "rechten" Weg zu führen! ZIVILISIEREN!!! Hiess es!

So wie das AIM spirituelle Wurzeln hat, fusst auch Libyens Kultur auf den Leeren der Sufis.

Wie Gaddafi versuchte die libyschen Stämme zu einen; betrachten sich auch die Indianischen Stämme als EIN VOLK!

Dick Wilson bezeichnet die Aufständischen als Clowns und Kriminelle.
http://en.wikipedia.org/wiki/Dick_Wilson_%28tribal_chairman%29

http://de.wikipedia.org/wiki/Dick_Wilson_%28Oglala%29

Unterstützt von Aktivisten des American Indian Movement , besetzten am 27. Februar 1973 Oglala-Lakota-Indianer des Pine-Ridge-Reservats die Siedlung Wounded Knee und nahmen elf Geiseln. Mit ihrer Aktion protestierten die Besetzer gegen den Verlust ihrer Kultur und Sprache und gegen den Machtmissbrauch des mafiösen Stammesvorsitzenden von Pine-Ridge, Dick Wilson!
Der Ort hatte für die Indianer Symbolcharakter. Er war Ende Dezember 1890 symbolträchtiger Schauplatz des letzten Massakers, das amerikanische Truppen an den Ureinwohnern des Landes begangen hatten und dem mehr als 350 indianische Männer, Frauen und Kinder zum Opfer fielen.

In dem Dokumentarfilm schildern AIM-Aktivisten, Historiker und Mitarbeiter des FBI die Vorgänge um die Geiselnahme von Wounded Knee 1973, unterstützt von zahlreichen Archivfilmen. Außerdem erzählt der Film vom Kampf der Lakota um den Erhalt ihrer Gebiete im 19. Jahrhundert sowie von der Zwangsverschickung indianischer Kinder auf weiße Schulen zu Assimilationszwecken.

Über die 71 Tage dauernde Besetzung von Wounded Knee, die mitten im Watergateskandal stattfand und mit dem Tod eines 31-jährigen Indianers bei einem Schusswechsel mit amerikanischen Soldaten endete, wurde nicht nur in den amerikanischen Medien ausführlich berichtet. Die Ereignisse um Wounded Knee stellen einen Wendepunkt im Kampf der Indianer um gesellschaftliche Anerkennung dar. Denn sie besiegelten ihren Einzug in das politische Leben der USA und die Wiederbelebung ihrer Kultur.

http://schampi.com/space/index.php?option=com_content&view=article&id=8473:wir-bleiben-bestehen-die-wahre-geschichte-der-indianer-5-teiler&catid=33:gruenderjahre-der-usa&Itemid=76
« Last Edit: May 02, 2011, 11:26:15 am by madurskli » Logged
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«Freunde Libyens» sind nach Neusprech die Feinde Libyens.
« Reply #79 on: May 05, 2011, 11:12:51 am »

Frankreich fordert Konferenz zur politischen Zukunft Libyens
5.Mai 2011

An der Besprechung sollten sich //ALLE// politischen Kräfte Libyens beteiligen, "wenn es sein muss" auch ehemalige Mitglieder des Regimes von Machthaber Muammar el Gaddafi - "vorausgesetzt, sie haben sich von ihm losgesagt und kein Blut an den Händen.
http://www.stern.de/news2/aktuell/frankreich-fordert-konferenz-zur-politischen-zukunft-libyens-1681052.html

Alle politischen Kräfte Libyens heisst also alle die gegen Gaddafi sind.
Mit eingeschlossen Putschisten mit blutigen Händen!
«Freunde Libyens» sind nach Neusprech die Feinde Libyens.
"Offenheit" unter Beweis zu stellen, nennt Sarkozy das.


Libyen: Rebellen essen Herzen von Gaddafi-Anhängern

26/04/2011
Quote
//Unter den vom CIA finanzierten Rebellen sind sehr viele, die zu Beginn der Aufstände aus den Gefängnissen befreit wurden. Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder, Diebe, Räuber und Betrüger wurden so über Nacht zu "Freiheitskämpfern".
Zeugen berichten von Gräueltaten der Rebellen. Aus Rache hinterlassen sie eine grausame Spur der Vernichtung. Wer sich ihnen nicht anschliessen will, wird ermordet. Zusätzlich bombardiert die Nato die ohnehin gequälte Zivilbevölkerung. Auf den Dächern haben sich Scharfschützen der Aufständischen postiert und schiessen auf alles was sich bewegt. Sie sind sogar dazu übergegangen aus Krankenhäusern heraus zu schiessen und benutzen dabei die Kranken und Verwundeten, unter denen auch viele Kinder sind, als menschliche Schutzschilde.//

http://www.schweizmagazin.ch/news/ausland/6820-Libyen-Rebellen-essen-Herzen-von-Gaddafi-Anhngern.html

Hier ein Bericht von businessinsider.com, die am 18. April von den Verbrechen der "Aufständischen" berichtet haben - untermauert mit You-Tube Videos - SO! und jetzt klicken sie mal die LINKS auf jener Seite!
http://www.businessinsider.com/libyan-rebels-war-crimes-2011-4

Libya Rebels Execute, Behead, Mutilate Gaddafi Army who Surrender! Where is CNN now? pt2 of 4

http://www.youtube.com/results?search_query=lybia+rebels+execute&aq=f

Da klingt es wie Hohn wenn die Schandtaten der putschisten auf YouTube zensiert werden, aber das legitime Libyen vor das Haager Strafgericht gezerrt wird.
Quote
//Er werde in den kommenden Wochen Haftbefehl beantragen „gegen drei Personen, die offenbar die größte Verantwortung für die seit dem 15. Februar in Libyen begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit tragen“, sagte Moreno-Ocampo. Die Namen der Betroffenen nannte er nicht. Er verfüge über ausreichende Zeugenaussagen, Videos und Fotos, mit denen er seine Anschuldigungen untermauern könne, fügte der Chefankläger des Haager Strafgerichts hinzu. Nach Angaben von Diplomaten ist einer der drei Beschuldigten der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi.//


Auch der UNSicherheitsrat debattiert erneut über Libyen.
Da der libysche Staatsführer,nach einem Mordanschlag das Gremium ersucht hat, die aktuelle Situation zu prüfen.
„Aber die Einstellung des Feuers muss für die libyschen Behörden mit der Einstellung der Nato-Angriffe einhergehen,  um den Weg zu einem nationalen Dialog zu ebnen“, betonte der Sondergesandte des UN-Generalsekretärs.

Die «Freunde Libyens» mit Blut an den Händen, informierten ihrerseits den Sondergesandten, die Einstellung des Feuers sei an und für sich von keiner besonderen Bedeutung, wenn Gaddafi und dessen Familie nicht das Land verlassen.

Die Putschisten werden von westlichen Staaten, auch «Freunde Libyens», militärisch unterstützt und kontrollieren viele Gebiete in Ostlibyen.
Weiteren Meldungen zufolge hat NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am 5.5.2011 gesagt, dass er die Oppositionellen in Libyen finanziell unterstützt, um Gaddafi zu stürzen. Ein Ende der NATO-Luftangriffe vor dem Rücktritt von Gaddafi sei unvorstellbar, so Rasmussen.

Die internationale Libyen-Kontaktgruppe trifft sich ebenfalls heute in Rom, um über die Finanzierung der Putschisten zu beraten.
Denen geht das Geld aus da die Arbeitslosen-Unterstützung Libyens zerbombt wurde.
US-Außenministerin Hillary Clinton hatte sich bereits zuvor dafür ausgesprochen, eingefrorene Guthaben von Machthaber Muammar al Gaddafi für den Übergangsrat in Benghasi bereitzustellen.
Schwerkriminell ist solche Parteinahme, aber das kümmert die «Freunde Libyens» wenig und für das Massenstimmvieh biegt man die Fakten zu mundgerechten Häppchen die keine Magenprobleme verursachen.

Vergeblich moniert der Gesandte des Vatikans in Libyen ein Ende der Nato-Luftangriffe gegen die Truppen von Machthaber Muammar al-Ghadhafi. Der Westen müsse stattdessen mit Ghadhafis Regierung verhandeln, erklärte Monsignor Giovanni Martinelli. Der Heilige Stuhl stellte sich hinter Martinellis Äusserungen:

Quote
Der Westen habe keinerlei Recht, «ein Land zu betreten und den Führer zu eliminieren, weil er der Verbrechen verdächtigt wird», sagte Martinelli in einem Telefoninterview der Nachrichtenagentur AP. Bei einem Angriff der Nato wurde am Wochenende der Grossteil einer Residenz Ghdhafis zerstört. In Libyen wurden daher Vorwürfe laut, die Militärallianz versuche den Machthaber zu töten.

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/vatikan_nato-angriffe_libyen_1.10476691.html

Noch ein paar "Freund Libyens":
"Gaddafi habe sich mit grausamer List an die Luftangriffe der NATO angepasst. Er benutzt Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilder und lässt Soldaten in Zivilkleidung angreifen. Die Situation in Libyen sei festgefahren", sagt Nahost-Experte Roland Popp, vom Center for Security Studies der ETH Zürich.

oder:
Netanjahu begrüßte den Einsatz Großbritanniens in Libyen. „Sie haben an Orten wie Iran und Libyen einen entschlossenen Standpunkt gegen Tyrannei und Terror, (den ich ja auch gegen Palästina zeige!AnmMad)" 

oder Sozialistische Alternative:
"Statt auf NATO-Unterstützung zu hoffen, hätte die Bewaffnung der revolutionären Massen (zum Beispiel in Bengasi mit 670.000 Einwohn-erInnen) das beste Potenzial, Gaddafis Armee zu demoralisieren und weiteres Blutvergießen zu verhindern".?


Die anderen «Freunde Libyens»,Venezuelas Präsident Chávez und Nicaraguas Staatschef Ortega und Fidel Castro wollen dem ignorierten Libyen aus der Klemme helfen.
Nach eigenen Worten hat Chávez zu diesem Zweck eine Delegation des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi empfangen. ///Vertreter der Rebellen oder der Nato sind offenbar nicht eingeladen///,fällt dem Spiegel in diesem Zusammenhang plötzlich auf.

Wenn Gaddafi wie versprochen bis zum letzten Atemzug an der Seite der Libyer kämpfen werde, würden "die Nato und ihre kriminellen Projekte im Morast der Schmach versinken", meint zb. Castro.

 Ortega schmerzen nun die "tragischen Momente", die Libyen zurzeit durchlebe. "Nicaragua, meine Regierung, die Sandinistische Nationale Befreiungsfront und unser Volk begleiten Sie in diesen Schlachten", versicherte er. Doch es sollte nicht bei solidarischen Worten bleiben.
Nicaragua versucht seit längerem, formell Libyen Diplomatisch vor der UNO zu vertreten zu.
Durch Visaverweigerung und andere Querelen hat man bisher verhindert das der Sitz des legitimen Staates Libyen in der UNO wieder besetzt wird.



 
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Libyen: Wer ist Abu Sufian Ibrahim Ahmed Hamuda bin Qumu?
« Reply #80 on: May 05, 2011, 07:44:12 pm »

Wer z. B. ist Abu Sufian Ibrahim Ahmed Hamuda bin Qumu ?
Geschrieben von: Harald Pflueger

26.April 2011
   
 Herr Qumu ist ein Anführer der von BILD und Tagesschau so gefeierten libyschen "Rebellen".

Die USA hatten Qumu (51 Jahre) mehr als fünf Jahre in dem berüchtigten Lager Guantánamo Bay eingesperrt. Er galt als Mitglied der Al Quaeda. In seinem Dossier heißt es, seine Freilassung wäre ein “mittleres bis hohes Risiko", da er eine Bedrohung der Interessen der USA und seiner Verbündeten darstelle.

Heute ist Qumu eine schillernde Figur bei den libyschen "Rebellen", die allesamt Gaddafi hängen sehen wollen. Aus dem früheren Feind und Gefangenen ist heute ein reputabler Verbündeter der USA geworden, jedoch ohne daß Qumu etwas an seinen Überzeugungen hätte ändern müssen.

Qumu war Anfang der 90ziger in Libyen verhaftet worden. Er wurde des Drogenmißbrauchs und Drogenhandels beschuldigt, konnte aber 1993 fliehen. Über Ägypten kam er nach Afghanistan, absolvierte ein Trainingslager von Osma bin Laden und wurde ein Anführer der dortigen arabischen Kämpfer.

2002 wurde er in Pakistan als Mitglied der "Libyan Islamic Fighting Group" gefangenen genommen und nach Guantánamo verfrachtet. Die "Libyan Islamic Fighting Group" galt als Teil von Al Quaida. Die entsprechenden "Hintergrund-Informationen" dazu, lieferte der libysche Geheimdienst an den CIA: In einem entsprechenden Dossier heißt es, Qumu sei als extremistischer Anführer der arabischen Kämpfer in Afghanistan bekannt. Er sei ein "gefährlicher Mann, der jederzeit ohne jegliche Skrupel zu terroristischen Akten bereit sei".

Zu dieser Zeit arbeiteten die USA aufs Engste mit dem libyschen Geheimdienst zusammen. Heute bombardieren die USA Libyen und unterstützen Subjekte wie ihren ehemaligen Guantánamo-Gefangenen Abu Sufian Ibrahim Ahmed Hamuda bin Qumu.

Während seiner Anhörung in Guantánamo erklärte Qumu, er würde in Libyen wegen krimineller Delikte gesucht und wolle daher bitteschön in ein Drittland entlassen werden. Gleichwohl wurde er 2007 nach Libyen überführt und dort 2008 im Rahmen einer Amnestie entlassen.



Heute nun ist Qumu ein Anführer der nach seiner Heimatstadt benannten Darnah-Brigade. Darnah ist eine Hochburg der libyschen Islamisten. Hier wurde die schon erwähnte "Libyan Islamic Fighting Group" gegründet und es kam Mitte der 90ziger Jahre zu Aufständen gegen Gaddafi's Volksdemokratie. Darnah gilt auch als Hochburg zur Rekrutierung von Selbstmord-Attentätern für den Iraq. Einer US-Studie zu Folge kamen von 440 Selbstmord-Attenmtätern im Iraq 52 aus der libyschen Stadt Darnah, dicht gefolgt von Riad mit 51 Attentätern, wobei Riad jedoch 40 mal soviel Einwohner wie Darnah zählt.

Die USA attestierten ihrem Gefangenen, er verfüge über eine "gestörte Persönlichkeit". Mit Sicherheit ist Qumu jedoch weder ein Freiheitskämpfer noch versteht er etwas von Demokratie, vielmehr will er sich einen


Weiteres:
http://www.haraldpflueger.com/de/blog/libyen/26392-libyen-yaha-jammeh-aids-wunderheiler-und-staatspraesident-von-gambia-unterstuetzt-die-terroristen-in-bengazi.html
Read more about jahre at www.haraldpflueger.com

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Weiteres über die "Freunde Libyens":
« Reply #81 on: May 06, 2011, 01:42:27 pm »

Weiteres über die "Freunde Libyens":
Menschenrechtsbericht des US-Außenministeriums | Von Kate Randall | WSWS | –


 Das US-Außenministerium veröffentlichte vor kurzem seinen Bericht über die internationale Menschenrechtslage für das Jahr 2010. Dieser Bericht liefert Details über die Menschenrechtslage in über 190 Ländern. Darunter befinden sich Berichte über die Mitgliedsstaaten des Golf-Kooperationsrates (Gulf Cooperation Council, GCC), der aus den US-gestützten Monarchien Saudi-Arabien, den Vereinigten Ara- bischen Emiraten, Bahrain, Oman, Katar und Kuwait besteht.

Dieses Bündnis, das von Saudi-Arabien dominiert wird, unterstützte die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen durch die USA und die europäischen Mächte. Der GCC stellte außerdem Militär- und Polizeikräfte, um die Aufstände gegen die repressiven Regimes in Bahrain und im Jemen zu unterdrücken.
Hat aber "in großem Umfang" Menschenrechtsverletzungen begangen und praktizieren Unterdrückungsmethoden und Folter.

Quote
Saudi-Arabien:
„Es gibt: kein Recht, die Regierung mit friedlichen Mitteln zu ändern; Folte- rung und körperliche Gewalt; schlechte Bedingungen in Gefängnissen und Verwahranstalten; willkürliche Verhaftungen und Isolationshaft; Verweige- rung fairer und öffentlicher Prozesse und Rechtsstaatlicher Abläufe im Justizsystem; politische Gefangene; Einschränkungen bürgerlicher Frei- heiten, wie dem Recht auf freie Meinungsäußerung (auch im Internet), der Versammlungs-, Vereinigungs- und Bewegungsfreiheit, und starke Ein- schränkungen des Rechts auf Religionsfreiheit; sowie Korruption und man- gelnde Transparenz der Regierung.“

„Gewalt gegen Frauen, Fehlen von Gleichberechtigung, Verletzung der Rechte von Kindern, Menschenhandel, Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Religion, Kon- fession und ethnischer Zugehörigkeit waren weitverbreitet."
Die Regierung hat im letzten Jahr bei Zusammenstößen Zivilisten töten lassen. Das Regime ließ 26 Menschen hinrichten, alle durch Enthauptung. Im Jahr 2009 gab es 67 Hinrichtungen, im Jahr 2008 102 Hinrichtungen."

Laut Presseberichten haben saudische Truppen im Dezember 2009 in der Grenzstadt Al-Nadheer 54 Zivilisten getötet, hauptsächlich Jemeniten. Im Juni 2009 starb Berichten zufolge Abdullah al-Rumian, ein militanter Saudi, der aus dem Irak entführt worden war, in Polizeigewahrsam.

Es gab zahlreiche Berichte, dass Häftlinge gefoltert und körperlich misshandelt worden waren. Der Jemenit Sultan Muhammad Abdo Doais, 32 Jahre, starb Berichten zufolge im Gefängnis von Kassim, nachdem er vier Jahre in Isolationshaft gehalten worden war.

„Das Gesetz über Druckerzeugnisse und Veröffentlichungen kontrolliert Druckerzeugnisse, Dru- ckerpressen, Buchläden, den Import, den Verleih und den Verkauf von Filmen, Fern- sehen und Radio, die Räume ausländischer Medien und deren Korrespondenten. Alle Medienaktivitäten unterliegen der Vorzensur und Genehmigungspflicht des Innenminis- teriums.“

Die Religionsfreiheit wird weder anerkannt noch vom Gesetz geschützt.

Es gibt keine gesicherte Bewegungsfreiheit im Land, kein Recht auf Auslandsreisen, Auswanderung oder Wiedereinbürgerung.

Frauen haben nicht dieselben Rechte wie Männer, und es gibt keine Gesetze, die Gewalt gegen Frauen unter Strafe stellen.

Die Scharia besagt dass Mädchen schon mit Eintritt der Pubertät heiraten können, und religiöse Behörden erlauben schon die Heirat von zehnjährigen Mädchen.

Nach kulturellen Normen müssen Frauen in der Öffentlichkeit eine Abaya, einen lose sitzenden, bis an die Füße reichenden schwarzen Mantel, tragen und ihr Haar verber- gen.

Nach der Scharia ist sexuelle Aktivität zwischen Angehörigen desselben Geschlechts mit dem Tode oder mit Auspeitschen zu bestrafen.

Laut Human Rights Watch gab es 2010 etwa 1,5 Millionen ausländische Hausangestellte im Land, die Mehrheit davon Frauen. Das Arbeitsrecht verbietet zwar Zwangsarbeit, wofür Geldstrafen und Ein- stellungsverbote für den Arbeitgeber vorgesehen sind, aber diese Gesetze gelten nicht für Hausangestellte, der größten Arbeitergruppe die von Zwangsarbeit gefährdet ist.


http://www.meinpolitikblog.de/2011/05/06/verbndete-am-golf-ein-bericht-ber-unterdrckung-und-folter-teil-1-saudi-arabien/
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Pro Gadaffi: 850 Stämme Libyens verurteilen koloniale Aggression des Westen
« Reply #82 on: May 07, 2011, 11:15:56 am »

Ein weiteres Beispiel wie Medienhuren funktionieren, DURCH VERSCHWEIGEN!!!
ganz zufällig stolpert man über das:

Pro Gadaffi ! Alle 850 Stämme Libyens verurteilen koloniale Aggression des Westens
Das ist der Megagau für die Politik der USA und der Willigen .




Quote
Quote
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Alle Vertreter der Stämme des Landes verurteilen die koloniale Politik der Kreuzzüge und den Krieg des Westens gegen das Land.Auch die Stämme aus dem Osten fordern die Eiheit des Landes und stellen sich ganz offensichtlich gegen den Westen.

Damit ist der Krieg der USA und der Willigen gegen Libyen endgültig gescheitert.

Die Konferenzteilnehmer wollen eine Nationale Konferenz einberufen.Die Konferenzteilnehmer fordern eine Generalamnesty für die Kämpfenden des Bürgerkrieges für einen Neuanfang und die Konferenz bezeichnet in einer Erklärung die Rebellen als Veräter.

Zudem wird ein Friedensmarsch zur Entwaffnung der Rebellen im Osten geplant.

Die Stämme geloben, nicht mit Gadaffi zu brechen und ihn nicht im Stich zu lassen.
Mittlerweile hat auch der Papst ein Ende der Nato-Aggression gefordert .

Ist der Versuch des Sturzes von Gadaffi gescheitert
und wird der Westen dann weiterhin auf politischen Mord von Gadaffi oder seiner Söhne und Töchter setzen und
Selbstjustiz wie ja angeblich im Falle Bin Laden praktiziert dort auch betreiben ?

http://www.politik.de/forum/internationale/230154-pro.html#post9291199


Tippt man bei google News: "Nationale Konferenz  LIBYEN" kommt das:
-Das Geld solle dem Nationalen Übergangsrat mit Sitz in Bengasi zugute kommen, hieß es zu Beginn der Konferenz in Rom.
-Sarkozy will große Libyen-Konferenz
?-Der qatarische Kronprinz Thamim Bin Hamad Al Thani sprach sich zur Eröffnung der Konferenz für das Selbstbestimmungsrecht des libyschen Volks aus
-zu einer zweiten «Nationalen Bologna-Konferenz» nach Berlin eingeladen. ...
usw.

Nur German/China:
Quote
Die libysche Regierung hat am Donnerstag in Tripolis die "Nationale Stammeskonferenz" abgehalten. Mehr als 2000 Vertreter von zirka 850 Stämmen erörterten dabei mehrere Themen, darunter eine Lösung der politischen Krise, die Wahrung der Solidarität der Bevölkerung und die Realisierung der Versöhnung durch einen landesweiten Dialog.

Also, es hat gar nichts stattgefunden, nichts worüber zu berichten wäre!?
Oh doch! Die allgemeinen News zu Libyen spuckt google freudig aus.
Hundertmal das den Putschisten die Kohle ausgeht, Gaddafi-Truppen Kriegsverbrechen begehen, hunderte Bootsflüchtlinge aus Libyen, Ghadhafis neuste Waffe die Gasmaske ist, Truppen Gaddafis bombardieren Misrata, Nato tötete NUR angeblich Säuglinge, Haager Strafgericht plant Haftbefehle, Nato und EU reden GEMEINSAM über Libyen, usw.
?
?Alles Sachen die die Welt zu interessieren hat!
?
?  Vermutlich muss die Deutsche Presse diesen Schock erst verdauen und Direktiven einholen?
Wohlverstanden die Konferenz fand am 5.5.2011 statt!!!
wie auf diesem Bild unschwer zu erkennen ist:



Aktuell berichtet hat nur:
Thursday, May 05, 2011
Libyan Traditional Leaders Gather in Capital to Call for End to Western-backed Rebel Insurgency
http://panafricannews.blogspot.com/2011/05/libyan-traditional-leaders-gather-in.html

Quote
// Wie wenig der “Übergangsrat” alle libyschen Stämme repräsentiert und wie sehr er bei seinen Strippenziehern im Westen geschätzt wird, zeigt sich an einer französischen Initiative: Man wolle, erklärte der französische Außenminister beim Treffen der Libyen-Kontaktgruppe, in den kommenden Wochen eine Stammeskonferenz einberufen, um über die Zukunft des Landes zu verhandeln. Der Chef des “Übergangsrates” wurde weder vorher darüber informiert, noch nachher um seine Zustimmung gebeten.//


Auf englisch wird man besser bedient:
Wir erinnern uns:
Staats-/Regierungsform: "Dschamahirija" (Volksherrschaft)

Folglich sind die Stammesführer diejenigen, die die Anliegen der Basis, im Volkskongress vertreten MÜSSEN!

National Conference for Libyan Tribes, Tripoli 5 May 2011
National Conference of Libyan Tribes




National Conference for Libyan Tribes, Tripoli 5 May 2011



http://tripolipost.com/articledetail.asp?c=1&i=5974

National Conference for Libyan Tribes:
http://www.google.ch/search?q=National+Conference+for+Libyan+Tribes&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a

« Last Edit: May 08, 2011, 12:14:09 pm by madurskli » Logged
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IRAN - 100 Jahre Geschichte. Achse des Bösen? Oder Gegner der NWO? (Arte 2009)
« Reply #83 on: May 23, 2011, 02:51:47 pm »

IRAN - 100 Jahre Geschichte. Achse des Bösen? Oder Gegner der NWO? (Arte 2009)


IRAN - 100 Jahre Geschichte. Achse des Bösen? Oder Gegner der NWO? (Arte 2009)


Ein weiteres Beispiel, wie die westliche "zivilisierte Welt" ihren Besitzanspruch auf den nahen Osten mit kriminellen Methoden durchsetzt!
Auch eine weitere Episode um den Kampf ums OEL!
Mohammad Reza Pahlavi ist in seinen Aussagen und Bestrebungen auch durchaus vergleichbar mit Gaddafi!
"ZÜGELLOSE DEMOKRATIE"!

Ein ewiges Lied: Westen "gegen" Osten.
Ein ewiges Lied des Kolonialismus.
Es braucht sich Niemand zu wundern wenn aktuell und reaktionär der religiöse Islam seine Stimme erhebt!
Zur Zeit wird der Iran umzingelt indem man seine anliegenden Länder destabilisiert!
Iran liegt indirekt im Blickfeld aber an der Medialen Front sind all die Brandherde des nahen Ostens.
Auch wenn "Ach Madhi nicht schade" der neue Teufel ist, sind ganz andere im Brennpunkt!
Seit 80 Jahren ist von diesem 82mio.Volk kein Krieg ausgegangen,dennoch verkörpert es die Achse des Bösen!

Wir fördern Religionskriege zu unserem Vorteil!

In 90 Minuten erzählt das ARTE Doku (2009),
100 iranische Jahre im Schnelldurchlauf. 1908 bis 2008
Er zeichnet vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit das komplizierte Schicksal eines Landes zwischen Tradition und Moderne, Säkularisierung und Religion, Unterwerfung und Unabhängigkeit, Okzident und Orient nach.

Neben Zeitzeugen wie dem ehemaligen iranischen Staatspräsidenten Haschemi Rafsandschani, dem ehemaligen Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, und dem ehemaligen französischen Aussenminister Hubert Védrine, kommen auch Stimmen aus der iranische Bevölkerung zu Wort, um vergangene und aktuelle Entwicklungen zu kommentieren.

Natürlich sitzen einmal mehr die falschen Menschen auf dem Oel das dem Westen gehört!

BP erntet riesige Gewinne durch ihre weltweite Plünderungen!

Es ist diese unaufhörliche Verfolgung von Profit, welche es BP ermöglicht hat, allein im ersten Quartal 2010 einen Profit von 5.6 Mrd. $ einzufahren. Die Profite der BP für das Jahr 2010 sollen erwartungsgemäss die gigantische Höhe von 23 Mrd. $ erreichen.


British Petroleums Ölkatastrophe im GvM war das jüngste Verbrechen einer langen kriminellen Geschichte!

Nachdem Iran jahrhundertelang ein halbkolonialer Staat der britischen und russischen Imperien gewesen war, lebten die Iraner in schrecklicher Armut. Selbst ein Teil der dem Lande gestohlenen Erdöleinnahmen hätten zu einer erheblichen Erhöhung des Lebensstandards der Iraner beigetragen. Aber selbst angesichts eines intensiven Kampfes der Massen zur Nationalisierung des Erdöls weigerte sich die Anglo-Iranian, auch nur das kleinste Zugeständnis zu machen. Sie bestand darauf, praktisch die gesamten Einkünfte aus dem iranischen Öl in die eigene Tasche zu stecken. 1951, nach der Nationalisierung des Erdöls durch den nationalistischen Führer und Premierminister Mohammad Mossadegh weigerte sich die Anglo-Iranian immer noch einer 50/50 Aufteilung der Gewinne zuzustimmen. Mit anderen Worten, die Hälfte für das gestohlene Öl zu bezahlen war mehr, als die Anglo-Iranian zugestehen wollte.
Die Konzession zwischen der AIOC und dem iranischen Staat sahen eine Gewinnbeteiligung von lediglich 20 % bis maximal 25 % vor. Nachdem der Vorstand der AIOC es zunächst ablehnte, die Konzession neu zu verhandeln, beschloss das iranische Parlament im März 1951, die im Iran befindlichen Ölanlagen der AIOC mitsamt ihren Beteiligungen zu verstaatlichen. Die parlamentarische Entscheidung zur Verstaatlichung fiel noch vor der Ernennung von Mohammad Mossadegh zum Premierminister. Die Ölanlagen der APOC wurden von der neu gegründeten National Iranian Oil Company (NIOC) übernommen und die Ölgeschäfte "auf eigene Rechnung" weitergeführt. Daraufhin reichte Großbritannien eine Klage gegen die iranische Regierung vor dem internationalen Gerichtshof ein, die jedoch abgewiesen wurde. Die Begründung war „Nichtzuständigkeit des Gerichtes, da das Gericht nur eine Gerichtsbarkeit für Zwischenstaaliche Verträge hatte, es sich hier aber um einen Vertrag zwischen einer Privatgesellschaft, der AIOC, und dem iranischen Staat handelte.


Nach dem von der CIA durchgeführten Staatsstreich wurde der Shah als US-Marionette eingesetzt, und das Öl wurde entstaatlicht. Die Anglo-Iranian machte weiterhin Profite aus dem iranischen Erdöl, allerdings musste sie auf das Monopol verzichten. Die Tatsache, dass die USA den Coup durchgeführt hatten, machte es notwendig, dass die Anglo-Iranian den Ölreichtum Irans mit den US-Ölgiganten teilen musste.

Die britische Anglo-Persian Oil Company (APOC) wurde im April 1909 mit der Entdeckung eines großen Ölfeldes um Masdsched Soleyman, Iran, gegründet. Es war das erste Unternehmen, das Öl im Nahen Osten förderte. Die APOC wurde nach Abschluss eines neuen Konzessionsvertrages mit dem Iran 1935 in Anglo-Iranian Oil Company (AIOC) und 1954 nach Abschluss des neuen Konsortialvertrages in British Petroleum Company, der heutigen BP, umbenannt.
« Last Edit: May 23, 2011, 02:53:22 pm by madurskli » Logged
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EHEC-Epidemie-Gurken-Almeria-El Ejido: Hintergrund
« Reply #84 on: May 27, 2011, 09:16:48 am »

Die Herkunft von drei der in Hamburg gefundenen EHEC-kontaminierten Gurken lässt sich bis zu Unternehmen aus Malaga und Almeria in Spanien zurückverfolgen.

Quote
«Die Gurken stammen von der Firma Pepino Bio Frunet mit Sitz in Malaga und von dem Unternehmen Hort o Fruticola mit Sitz in Almeria», sagte ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde.
http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ehec_salatgurken_malaga_almeria_1.10713938.html


Silbrig glänzen die Glas- und Plastikdächer in der Sonne. Ein Meer aus Treibhäusern bedeckt rund um die südspanische Küstenstadt Almeria in der Region Andalusien die Landschaft. Ein Bild vorher/nachher:      

Vor allem Gurken, Paprika und Tomaten wachsen hier in diesem milden Mittelmeerklima, wo im Schutz der Gewächshäuser sogar mehrfach im Jahr geerntet werden kann.
Spanien ist mit 600 000 Tonnen Gurkenproduktion im Jahr unangefochtener Europameister.

El Ejido ist Europas größter agrarindustriell genutzter „Wintergarten“.  Die zum Anbau genutzten Treibhäuser bedecken eine große Fläche an Land; insgesamt sind rund 36.000 Hektar mit Plastik überzogen, was der Region den Beinamen „Mar del Plástico“ eingebracht hat. Es ist die weltweit größte Anbaufläche unter Folie. Pro Jahr werden etwa 3 Mio. t. Treibhausgemüse produziert.

Der kleine Treibhauseffekt (6 Teile!)

Ekelessen aus dem Plastikmeeer -- Almeria-El Ejido: Hintergrund (ZDF 2001)


In den Gewächshäusern der Region um El Ejido werden etwa 90.000 Arbeitskräfte benötigt. Mittlerweile sind dies zum größten Teil Saisonarbeiter aus Marokko, Rumänien, Bulgarien, Schwarzafrika und Lateinamerika, aber auch aus Polen und der Ukraine, die bestimmten Regionen zugeteilt werden. Etwa die Hälfte von ihnen hat keine Aufenthaltsgenehmigung. Sie arbeiten meist ohne Arbeitsvertrag mit stundenweiser Bezahlung. Die Arbeits- und Lebensbedingungen sind äußerst hart.
http://www.jansochor.com/photo-blog.aspx?id=moroccan-immigrants-green-house-spain

 
http://www.jbrussellimages.com/#/projects/eu-immigration-ii--el-ejido-hothouse/Ejido-045

El Ejido - El Dorado unter Plastik

Dokumentarfilm arte Frankreich/Belgien 2006


Quote
Die Dokumentation schildert anschaulich die Ausbeutung ausländischer Landarbeiter im Süden Spaniens und die Zerstörung einer ganzen Region.

Die einst wüstengleiche Region von Almería in Südspanien liefert im Winter ein Drittel des europäischen Bedarfs an Obst und Gemüse und erwirtschaftet zwei Drittel der Einnahmen der spanischen Landwirtschaft. Möglich ist dieses "Wirtschaftswunder" nur durch die Ausbeutung von Arbeitskräften, die über keinerlei Rechte verfügen. Fast 80.000 Einwanderer aus Nord- und Schwarzafrika sowie jüngst auch aus Lateinamerika und Osteuropa arbeiten meist ohne offizielle Aufenthaltsgenehmigung in den Gewächshäusern der Region. Auch die Umwelt leidet unter der intensiven Landwirtschaft: Insektenbekämpfungsmittel verpesten die Luft und vergiften das Grundwasser, es entstehen Mondlandschaften, wo einst blühende Natur gedieh und einen Lebensraum für Tier und Mensch darstellte. Dieses System der industriellen Ausbeutung von Mensch und Land tritt im Dorf El Ejido besonders anschaulich zutage. Driss, Moussaid und Djibril verdienen sich hier als Tagelöhner ein wenig Geld und - wie die meisten dieser Landarbeiter - haben sie keinen Arbeitsvertrag. Sie schlafen in "Chabolas", kleinen Behausungen aus Karton oder Plastik, ohne Wasser und Stromanschluss. Diesen Menschen verdanken die Europäer ihr täglich frisches Obst und Gemüse.

http://programm.ard.de/?sendung=287246038631608
El Ejido, la loi du profit - El Dorado unter plastik. 1


Lebensbedingungen El Ejido 1/2


El Mar de Plastico (2 Teile)
El Mar de Plastico 1/2

 

« Last Edit: December 02, 2011, 03:39:36 pm by madurskli » Logged
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Viele Gründe gegen Libyen einen völkerrechtswiedrigen Krieg zu führen! Teil 1
« Reply #85 on: June 04, 2011, 12:55:30 pm »

Ziel 4: Die afrikanische Einheit verhindern

Afrika ist der reichste Kontinent der Erde mit gewaltigen natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig ist Afrika auch der ärmste Kontinent. 57 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, das heißt, von weniger als 1,25 Dollar pro Tag.

Wie erklärt sich dieser Widerspruch?
Der Grund ist, die Multis bezahlen diese Rohstoffe nicht. Sie stehlen sie. Sie plündern die Ressourcen Afrikas, erzwingen niedrige Löhne, Handelsabkommen, die für Afrika mit Nachteilen verbunden sind, Privatisierungen, die Afrika schädigen. Sie üben jede Form von Druck und Erpressung auf die schwachen Staaten aus, erwürgen sie mit einer Schuldenlast, für die es keine Rechtfertigung gibt, installieren willfährige Diktatoren, provozieren Bürgerkriege in den Regionen, die sie am meisten begehren.

Afrika hat für die Multis eine strategische Bedeutung. Ihr Reichtum basiert auf der Plünderung dieser Ressourcen. Würden angemessene Preise für Gold, Kupfer, Platin, Coltan, Phosphat, Diamanten und die landwirtschaftlichen Produkte bezahlt, wären die Multis viel weniger reich und die lokale Bevölkerung könnte ihre Armut überwinden. Für die Multis in den USA und Europa ist es deshalb entscheidend, zu verhindern, dass sich Afrika vereint und emanzipiert. Afrika soll abhängig bleiben.

Ein Beispiel hat der afrikanische Autor Jean Paul Pougala schön dargelegt:

Quote
„Es begann 1992, als 45 afrikanische Staaten die RASCOM (Regional African Satellite Communication Organization) gründeten. Afrika sollte seinen eigenen Satelliten bekommen und dadurch die Kommunikationskosten auf dem Kontinent deutlich gesenkt werden. Damals waren Telefonate nach oder aus Afrika die teuersten auf der Welt. Das lag an den jährlichen Gebühren von 500 Millionen Dollar, die Europa für die Nutzung seiner Satelliten wie Intelsat selbst für Inlandsgespräche verlangte. Ein eigener afrikanischer Satellit hätte nur 400 Millionen Dollar gekostet und dem Kontinent die jährlichen Gebühren von 500 Millionen erspart. Welcher Banker würde ein solches Projekt nicht finanzieren? Aber das größte Problem war: Wie soll sich ein Sklave von der Ausbeutung durch seinen Herrn befreien können, wenn er dazu eben diesen Herrn um Unterstützung bitten muss?

In der Tat hielten Weltbank, Internationale Währungsfonds, die USA und Europa die Afrikaner über 14 Jahre hinweg mit vagen Versprechungen hin. Gaddafi hat 2006 dieses sinnlose Betteln bei den westlichen »Wohltätern« mit ihren exorbitanten Zinssätzen beendet.

Der libysche Staatsführer legte 300 Millionen Dollar auf den Tisch. Die Afrikanische Entwicklungsbank steuerte weitere 50 Millionen bei. Die Westafrikanische Entwicklungsbank beteiligte sich mit 27 Millionen. So bekam Afrika am 26. Dezember 2007 seinen ersten Kommunikationssatelliten.

 Anschließend stellten China und Russland ihre Technologie zur Verfügung und halfen beim Start von Satelliten für Südafrika, Nigeria, Angola, Algerien. Ein zweiter Satellit für ganz Afrika wurde im Juli 2010 ins All geschossen. Der erste Satellit, dessen Technologie zu 100 Prozent aus Afrika kommt und in Afrika, vor allem in Algerien, hergestellt wird, ist für 2020 geplant. Man erwartet, dass dieser Satelliten mit den Besten in der Welt konkurrieren kann und nur ein Zehntel kostet.
Eine echte Herausforderung!

Eine symbolische Geste von lediglich 300 Millionen Dollar hat so das Leben für einen ganzen Kontinent verändert. Durch Gaddafis Libyen hat der Westen nicht nur die 500 Millionen Dollar pro Jahr verloren, sondern auch die Milliarden an Schulden und Zinszahlungen, die für den ursprünglichen Kredit in alle Ewigkeit in exponentieller Weise zu zahlen gewesen wären. Sie hätten dazu beigetragen, das verdeckte System der Ausbeutung des Kontinents aufrecht zu erhalten.

Es war das Libyen Gaddafis, das ganz Afrika seine erste wirkliche Revolution in der modernen Zeit ermöglichte: die Erschließung des ganzen Kontinents für Telefon, Fernsehen, Radio und viele andere Anwendungsbereiche, wie Telemedizin und Fernstudium. Zum ersten Mal gibt es dank des WiMax-Systems kostengünstige Internetverbindungen über den ganzen Kontinent bis in die ländlichen Zonen.“


Das ist eine Information, die man uns über den bösen Gaddafi nicht erzählt hat! Dass er den Afrikaner half, sich von der erstickenden Bevormundung durch den Westen zu befreien. Gibt es noch andere Informationen dieser Art, die man verschwiegen hat?
http://www.hintergrund.de/201106031573/globales/kriege/den-krieg-in-libyen-verstehen.html
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Viele Gründe gegen Libyen einen völkerrechtswiedrigen Krieg zu führen! Teil 2
« Reply #86 on: June 04, 2011, 01:07:30 pm »

Gaddafi hat den IWF herausgefordert und Obama macht auf Taschendieb

Jawohl! Gaddafi hat die Entwicklung des „Afrikanischen Währungsfonds“ (AWF) unterstützt.
 Er hat somit das Verbrechen begangen, den „Internationalen Währungsfonds“ (IWF) herauszufordern. Es ist bekannt, dass der IWF die Entwicklungsländer voll erpresst. USA und Europa kontrollieren und Dominique Strauss-Kahn leitet ihn. Der IWF verleiht nur Geld an Entwicklungsländer, wenn sie bereit sind, ihre Unternehmen zum Profit der Multis zu verkaufen, Aufträge vergeben, die ihnen selbst keinen Nutzen bringen und ihre Gesundheits- und Bildungsausgaben senken. Kurz, den IWF als Bankier zu haben, bringt erheblichen Schaden.

Quote
Nun gut. Genauso wie die Südamerikaner ihre eigene Bank, die Banco del Sur, gegründet haben, um den anmaßenden Erpressungen des IWF die Stirn bieten zu können und selbst zu entscheiden, welche Projekte für sie nützlich sind und sie finanzieren wollen, so würde der Afrikanische Währungsfonds (AWF) den Afrikanern mehr Unabhängigkeit bringen.
 Wer aber finanziert den AWF?
Algerien hat 16 Milliarden beigesteuert, Libyen 10 Milliarden, zusammen sind das 62 Prozent seines Kapitals.

Unter größtem Stillschweigen der Medien hat Obama dem libyschen Volk einfach 30 Milliarden gestohlen. Wie ist das abgelaufen? Am 1. März (also vor der UN-Resolution), gab er dem US-Schatzministerium die Anweisung, die Guthaben Libyens in den USA einzufrieren. Am 17. März hat man dafür gesorgt, dass ein kleiner Satz in die Resolution 1973 aufgenommen wurde. Er gibt die Ermächtigung, die Vermögen der libyschen Zentralbank und zusätzlich der staatlichen libyschen Erdölgesellschaft einzufrieren.

Man weiß, dass Gaddafi ein Vermögen aus den Öleinkünften gebildet hat. Diese Gelder haben es ihm ermöglicht, in große europäische Gesellschaften und in bedeutende afrikanische Entwicklungsprojekte zu investieren (vielleicht auch in bestimmte Wahlkämpfe in Europa, aber das scheint keine wirksame Lebensversicherung zu sein). Kurz, Libyen ist ein äußerst reiches Land (mit Währungsreserven in Höhe von 200 Milliarden Dollar).

Das hat die Begehrlichkeit einer hochverschuldeten Macht geweckt, der USA.
Um einige Dutzend Milliarden Dollar der libyschen Nationalbank für sich abzuzweigen, kurz, sie dem libyschem Volk zu stehlen, hat Obama diesem Geld einfach die Bezeichnung „mögliche Quelle für die Finanzierung des Regime Gaddafi“ gegeben und die Sache war erledigt. Ein waschechter Dieb.

Trotz aller seiner Bemühungen, den Westen mit zahlreiche Zugeständnissen gegenüber dem Neoliberalismus zu besänftigen, war Gaddafi für die Herrschenden in den USA schon immer ein Grund zur Sorge. Ein Telegramm der US-Botschaft in Tripolis vom November 2007 beklagt sich über diesen Widerstand: „Die Leute, die über die politische und wirtschaftliche Orientierung Libyens entscheiden, verfolgen im Energiesektor eine zunehmend nationalistische Politik.“ Die generelle Verweigerung von Privatisierungen, berechtigt dies zu Bombardierungen? Der Krieg ist ganz offensichtlich die Fortführung wirtschaftlicher Auseinandersetzungen mit anderen Mitteln.
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Viele Gründe gegen Libyen einen völkerrechtswiedrigen Krieg zu führen! Teil 3
« Reply #87 on: June 04, 2011, 01:42:23 pm »

Das große Verbrechen von Gaddafi

Washington möchte Afrika vollständig kontrollieren und den Chinesen die Türe versperren.
Quote
Der Krieg gegen Libyen ist folglich die erste Etappe, um Africom dem ganzen Kontinent aufzuzwingen. Sie eröffnet keine Phase der Befriedung für die Welt, sondern von neuen Kriegen, in Afrika, im Mittleren Osten, aber auch im Indischen Ozean zwischen Afrika und China. Warum der indische Ozean? Weil, er, wie ein Blick auf die Karte zeigt, die Türe nach China und zum ganzen asiatischen Kontinent bildet. Um diesen Ozean zu kontrollieren, versucht Washington mehrere strategische Zonen in den Griff zu bekommen: 1. Den Mittleren Osten und den persischen Golf. Daher seine Nervosität bei Länder wie Saudi-Arabien, Jemen, Bahrain und Iran. 2. Das Horn von Afrika, daher seine Aggressivität gegenüber Somalia und Eritrea. Wir werden auf diese Geostrategien in unserem Buch „Die Moslemische Welt verstehen. Gespräch mit Mohamed Hassan.“ zurückkommen, das wir in nächster Zeit veröffentlichen werden.


Beim Kampf um die Kontrolle über den Schwarzen Kontinent, ist Nordafrika ein wichtiges Ziel. Wenn Washington ein Dutzend Militärbasen in Tunesien, Marokko, Algerien sowie in anderen Afrikanischen Nationen einrichten kann, würde es sich den Weg frei machen, den ganzen Kontinent mit einem kompletten Netz von Militärbasen zu überziehen.

Quote
Das Projekt Africom ist jedoch auf den ernstzunehmenden Widerstand der afrikanischen Länder gestoßen. Es sagt sehr viel aus, dass keines von ihnen bereit war, den Hauptsitz von Africom auf seinem Gebiet zu akzeptieren. Washington war gezwungen, den Sitz in Stuttgart in Deutschland zu belassen, eine starke Demütigung.
 Unter diesem Blickwinkel betrachtet, ist der Krieg zum Sturz Gaddafis im Grunde eine sehr klare Warnung an die afrikanischen Staatschefs.

Sie sollen nicht der Versuchung erliegen, einen allzu unabhängigen Weg zu wählen. Das aber ist das große Verbrechen, das Gaddafi begangen hat: Libyen hat keine Vereinbarung mit Africom und NATO akzeptiert. In der Vergangenheit hatten die USA eine wichtige Militärbasis in Libyen. Gaddafi hat sie 1969 geschlossen. Es liegt auf der Hand: der aktuelle Krieg hat vor allem das Ziel, Libyen wieder zurückzugewinnen. Es wäre ein strategischer Vorposten, der es ermöglicht, militärisch in Ägypten zu intervenieren, sollte sich dieses Land der Kontrolle der USA entziehen.


Quote
Die nächste Frage wird sein: wer ist nach Libyen an der Reihe? Welche anderen afrikanischen Länder könnten von den USA angegriffen werden? Die Frage ist leicht zu beantworten. Wenn man weiß, dass Jugoslawien auch deshalb angegriffen wurde, weil es sich weigerte, der NATO beizutreten, muss man sich nur die Liste der Länder anzusehen, die nicht bereit waren, sich an Africom unter der militärischen Führung der USA zu beteiligen. Es sind 5 Staaten: Libyen, Sudan, Elfenbeinküste, Zimbabwe, Eritrea. Das sind die nächsten Ziele.

Allen denen, die immer noch glauben sollten, dass dies eine „Verschwörungstheorie“ sei, und die USA keine Kriege planten, sondern von Fall zu Fall nur auf aktuelle Entwicklungen reagierten, erinnern wir daran, was 2007 der ehemalige General Wesley Clark (Oberkommandierender der Streitkräfte der NATO in Europa von 1997 bis 2001. Er leitete die Bombardierungen Jugoslawiens) erklärte: „2001 hat mir ein General im Pentagon gesagt:“ Ich habe soeben ein vertrauliches Memo des Verteidigungsministers erhalten: wir werden uns in den nächsten fünf Jahren sieben Länder vornehmen: wir beginnen mit dem Irak, dann folgen Syrien, Libanon, Somalia, Sudan und zum Schluss der Iran.“


 Wunschvorstellungen und Realität weichen von einander ab. Aber die Pläne liegen vor. Nur ihre Umsetzung hat sich verzögert.
http://www.hintergrund.de/201106031573/globales/kriege/den-krieg-in-libyen-verstehen.html
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madurskli
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Reisebericht unter den Bomben der Nato aus dem Libyen Ghaddafis
« Reply #88 on: June 04, 2011, 01:49:14 pm »


Allah – Muammar – ua Libia – ua bas


Tripolis, schönes, geliebtes Land
Reisebericht unter den Bomben der Nato aus dem Libyen Ghaddafis


Der italienische Journalist Fulvio Grimaldi hat in seiner 40 jährigen beruflichen Laufbahn für
Radio BBC, verschiedene Zeitungen und seit 1986 für das staatliche italienische Fernsehen RAI
gearbeitet.
Nach Auseinandersetzungen über den Krieg gegen Jugoslawien verließ er die RAI.
 Der Internationalist, der Solidarität mit den Völkern der Dritten Welt und allen Unterdrückten ernst nimmt und praktiziert, hat zahlreiche Dokumentarfilme gedreht, u.a. über die Nato Aggression gegen Jugoslawien 1999, über den Kampf des palästinensischen Volkes, das Embargo und die Invasion im Irak. Im April 2011 reiste Grimaldi über Tunesien zusammen mit einer Gruppe
British Civilians for Peace nach Libyen ein.

 Nachfolgend, nur unwesentlich gekürzt, sein Bericht, den er am 22. April unter dem Titel „Tripoli, bel suol d`amore“ auf seiner Page
„MONDOCANE“ veröffentlicht hat.


Dieses Mal haben wir es geschafft, nach Libyen zu reisen und auch wieder zurückzukommen. Ich
gebrauche das „wir“ nicht im Sinne eines Pluralis majestatis, sondern meine damit mich und meine
AK –47, eine Kalschnikow mit dem Namen Sony. Statt auf Dinge zu schießen, fängt sie diese ein und
hält sie auf Bildern fest, damit die Wahrheit auf die Lügen, die weltweit verbreitet werden, wie
schwefeliger Hagel niederprasseln kann. Diese Lügen haben eine Welt von Maulhelden, Fettsäcken,
linken Schurken, Feiglingen, insgeheim Zustimmenden, dazu gebracht, teilnahmslos, mit
vorgetäuschter Besorgnis oder ein wenig Bauchschmerzen, zu zuschauen, wie ein großes Land
zerstört, ein Führer, der besser ist als jeder andere in der heutigen arabisch-afrikanischen Welt und in
keiner Weise verglichen werden kann mit dem Bodensatz, der die „internationale Gemeinschaft“
regiert, dämonisiert wird, und wie der Angriff auf das Leben eines souveränen und freien Volkes
erfolgt. Mein „wir“ bezieht sich vor allem auf die großartigen britischen Bürger – British Civilians for
Peace in Libya -. Sie sind als Erste aufgebrochen, als menschliche Schutzschilder, um die tatsächlichen
Fakten zu erforschen und um als Kämpfer für den Frieden die Dreckflut aus Komplizentum,
Falschinformation, kolonialistischer Brutalität und eurozentrischem stillschweigendem Mitmachen zu
durchbrechen. Sie wollten ein sichtbares Zeichen setzen. Sie wollten sich wenigstens für einige Zeit
neben die Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder stellen, die Widerstand leisten und die nach dem
Willen des Imperialismus von Obama bis Rossana Rossanda sterben sollen.
Als am 17. Februar die Revanchisten des besiegten Kolonialismus den Arabischen Frühling mit der
Blüte der Pfirsiche zur Tarnung missbrauchten und ihren Hilfstruppen in Benghazi das Signal für den
Staatsstreich gaben gegen die letzte Festung, die noch von der ersten Welle der Befreiungsbewegungen
besteht, habe ich sofort meine Sony eingepackt und ein Visum für Libyen, für Tripolis, beantragt. Der
Botschafter in Rom war einer aus dem halben Dutzend Renegaten und Gekauften des libyschen
Establishment, die sich auf die Seite geschlagen haben, die ihnen Vorteile verspricht: „Wenn du nach
Benghazi willst, bekommst du das Visum sofort. Tripolis kommt nicht in Frage.“ In Benghazi, unter
den Gurgelabschneidern der CIA Truppe namens Al Kaida, die von den US Missionen in Bosnien,
Afghanistan, Tschetschenien und Tausend anderen Orten imperialistischer Provokationen
zurückgekehrt sind, unter hirnverbrannten und sich gerissen glaubenden Monarchisten, Terroristen der
westlichen Geheimdienste, ägyptischen Söldnern, libyschen Emigranten, die nach Jahrzehnten
Ausbildung und Konspiration mit CIA und M16 zurückgekommen sind, da fühlt sich ein guter Teil der
blutsverwandten westlichen Presse zu Hause.
Mit dem Heiligenschein der Demokratie und ihrer Abscheu vor der Tyrannei hängen sie nur an den
Lippen von Leuten, die auf dem Schlachtfeldern versagt haben, weil ihnen die Motivation fehlte. Statt
dessen machten sie Razzien auf arme afrikanische Arbeitsemigranten. In die Medien als „Söldner
Gaddafi“ bezeichnet, wurden diese in Massen gefoltert und ermordet. (.....)

Ich schloss mich den 13 Briten einer Friedensgruppe an, die vor Ort die Wahrheit kennen lernen
wollte. Von Tunesien aus kamen wir nach Libyen und erreichten nach einer nächtlichen Reise von
mehreren Hundert Kilometern Tripolis. Immer wieder wurden wir dabei von Posten aus Militärs und
jungen Zivilisten aufgehalten. Es sind Freiwillige, die ein Gebiet überwachen, das unter dem
Einsickern von Provokateuren leidet. Hier sind wir endlich aus Bereich heraus, in dem die Herren der
Globalisierung ihre Diktatur, ihr Räubertum und ihre Leichenfledderei
wie in einem Zerrspiegel unkenntlich machen können. Bis hierher ist ihre Globalisierung, die für die
Menschheit eine Katastrophe bedeutet, niemals vorgedrungen. Jawohl, in Tripolis und einem großen
Teil des freien Libyen wurden wir von jungen Funktionären der Regierung begleitet. Aber es war
anders als bei den Embedded Journalisten in Benghazi. Von denen haben nur wenige Briten und
Amerikaner den Rest an Anstand, zu zugeben, dass sie sich nur unter der eisernen Kontrolle der
Schergen des Putsches bewegen können. Wir aber haben hier die Freiheit, überall hinzugehen. Wir
können Halt machen, wo immer wir es möchten, mit jedem, sprechen, sei es auf der Strasse, auf
Märkten, in Wohnungen, Schulen und Krankenhäusern. Bei unserer abschließenden Pressekonferenz
im Hotel Rixos, einem Luxushotel für die Auslandspresse, lärmen ein paar noch zurückgebliebene
Journalisten der britischen manipulierenden Medien über der Fakten, die wir ermittelt haben. Unsere
Fakten zeigen die Lächerlichkeit der stereotypen Kolonialpropaganda. Da erheben sie lautes Klagen,
weil ihre Bewegungsfreiheit behindert werde. In einem Krieg, mit F 16 Bombern und Tomahawk
Raketen über den Köpfen, wo Journalisten fast überall zusätzlich für zur Unterstützung der Aggression
ausgebildet sind, fordern diese Marktschreier von Murdoch und der BBC, sich so frei bewegen zu
können, als wären sie hier für eine Reportage über die touristische Zukunft des Landes. Ich erinnere
mich an Belgrad während der Bombenangriffen. Der „Diktator“ Milosevic hatte ihnen allzu großzügig
die vollständige Bewegungsfreiheit gewährt. Sie machte es diesen sogenannten Journalisten und
Pazifisten, möglich, die Zielorte nach Aviano (2) zu melden, die sich für die Angriffe am meisten
lohnten.
Es gab keinen Tag, an dem die „Koalition der Willigen“, nicht Tripolis bombardiert hätte, um die
Zivilisten vor den Massakern Gaddafis zu „retten“. Zuerst geschah das unter dem Namen „Morgenröte
des Odysseus“, später als „United protector“. Vor allem in der Nacht erfolgten die Bombardements.
Wir waren dann völlig erschöpft, weil wir während des Tages intensiv Fakten zusammengetragen
hatten. Tief im Schlaf nahmen wir nichts mehr wahr. Die Berichte, von denen, die wachgeblieben
waren, und die Berichte der internationalen Fernsehsender (alle, auch die feindlichsten und
verlogensten sind zu hören) machten uns sprachlos: Sie listeten die Zerstörungen und die Zivilisten
auf, die dank der Tötung durch die Nato vor den Metzeleien Gaddafis gerettet worden seien. In der
Nacht, als wir aus Libyen zurückfuhren, behaupteten die Bulettins der Embedded Journalisten, die
Grenze nach Tunesien sei in den Händen der Rebellen. Tatsächlich herrschte Ruhe. Die Grenze wurde
von einem Volk bewacht, das unter Waffen steht. Ich war an dieser Nacht mit meinen Gedanken bei
den sieben Zivilisten, die in Khellat Al Ferjan, einem Vorort von Tripolis, die vom „United Protektor“
massakriert worden waren. Die Leute baten uns, der abgestumpften Außenwelt, die sich vom
Ammenmärchen der „humanitären Hilfe“ einlullen lässt, mitzuteilen, dass es eine Rafale Sarkozys
war, die ihre verbrannten Knochen für Allahs Paradies gerettet hatte. Es waren Frauen und Kinder.
Wir haben uns mit der libysche Bevölkerung getroffen, mit Studenten, Frauen, Bauern, Hirten,
Stammeshäupter, Arbeiter, Anwälte, Richter, Kaufleuten, fliegenden Händlern, Ministern,
Regierungssprechern, einem Volk von Freiheitskämpfern. An jedem Platz, den strategischen Punkten
der Städte und im Land sahen wir Gruppen von Freiwilligen, junge und ältere Leute, häufig, junge
Frauen. Sie alle waren alle bewaffnet, in kleinen Gruppen als menschlicher Schutzschild zur
Verteidigung ihres Landes. Wann immer wir bei unserem Herumfahren zu ihrer Überraschung auf sie
stießen, kam es zu spontanen überschwänglichen Kundgebungen. Dabei zeigten sie ihre
Entschlossenheit zum Widerstand, schmähten die Aggressoren, machten ihre Verbundenheit mit
Gaddafi und dem Vaterland, das er aufgebaut hat, deutlich. 42 Jahre an der Spitze Libyens! Was für
eine antidemokratischer Skandal! Die bürgerliche kapitalistische Diktatur, die mit der Manipulierung bei den Kindern beginnt, zieht die eigene Kontinuität vor. Von wegen nur 40 Jahre: Eine einzige
Ideologie, dafür von verschiedenen Personen verkündet. Allah – Muammar – ua Libia – ua bas ist der
Slogan, mit dem die breite Mehrheit der Bevölkerung für die drei zentralen Werte des Widerstandes
(„Gott, Gaddafi, Libyen, das genügt!) kämpft. Die militärische Erfolge bestätigen es. Es ist das
Liebeslied dieses Volkes, das Lied einer Tragödie, die bereits epische Form angenommen hat.
„Tripolis, schönes geliebtes Land“, das sie von Schwarzhemden und den Helfern der Kolonialisten
befreit haben, hat heute diese Bedeutung. Es ist eine Liebe, die ihren Gesichter ausstrahlen und die in
den Häusern, Zelten, Schulen, der Wüste zu spüren ist. Eine Liebe, die ihnen hinweghilft über die
quälende Frage, die uns das Herz zerreißt: Warum tun sie uns das an? Im Zentrum der Frage, Italien
mit seinen Handküssen, Italien mit seiner Schuld, das gepriesene Italien. Seine Tornado lenken die
Bomber hin zu den Gütern und zu den Kindern der 600.000 Libyern, die Graziani massakriert hat. Die
Ratten des italienischen Regimes gehen zu den Gangstern in Benghazi und betteln um Öl und
Geschäfte, während ihr Dolch noch blutet, den sie dem Land in den Rücken gestoßen haben.
Warum tun sie es uns an? Sie machen es, libysche Brüder, weil ihr Euch nicht globalisieren ließt; weil
ihr der Elite der Gurgelabschneider, die der Welt das Mark aussaugt, nicht erlaubt habt, Euch straflos
auszuplündern; weil ihr mit den anderen, die sich in der gleichen Situation befinden, gesprochen und
verhandelt habt; weil die bestehenden Verhältnisse nicht gestört werden sollen durch euer Land, das
nach UNO Angaben hinsichtlich Lebensbedingungen und Menschenrechte, Bildung,
Gesundheitswesen, Wohnung, Arbeit, Absicherung im Alter, bei Mutterschaft, für Kinder und Frauen
den höchsten Stand auf dem Kontinent erreicht hatte; weil ihr nicht auf die draußen gehalten habt, die
eure Form sozialistischer Demokratie durch die Diktatur der Unternehmensvorstände ersetzen wollten;
weil ihr euren afrikanischen Brüdern nicht Abschiebelager und ähnliches, Diskriminierung,
Ausgrenzung, Razzismus gabt, sondern Arbeit und Würde: 2,5 Millionen bei 6 Millionen
Einheimischen! Die Handvoll Stümper und Verräter, die sich kaufen ließen für die politische,
wirtschaftliche, soziale und moralische Versklavung Sklaverei durch den Imperialismus und die heute
in Benghasi „regieren“, sind Überläufer der CIA. Schon vor Jahrzehnten sind sie in Washington und
London gestrandet, um die Übernahme Libyens durch den „Freien Markt“ vorzubereiten. Die beiden
ehemaligen Minister, die im Übergangsrat den Staatsmann geben, waren seit 2005 mit Gaddafi in
Konflikt geraten. Sie sahen ihre Pläne zur der Schaffung eines freien Marktes, der Liberalisierung, der
Globalisierung des Elends, der Beseitigung des Sozialstaates, scheitern. Dafür hatten sie gemeinsam
mit ausländischen Regierungen und Multis alle Hebel in Bewegung gesetzt. Der Konflikt führte 2010
zur offenen Auseinandersetzung zwischen der neoliberalen Fraktion und denen, die treu an der Linie
des Sozialismus im Sinne des Grünen Buches festhielten.
Bab el Aziza, mitten in der Hauptstadt, war das Haus Gaddafis. Es wurde 1986 von Reagan
bombardiert. 100 unschuldige Opfer kamen damals ums Leben, unter ihnen die kleine Adoptivtochter
des libyschen Führers. Heute ist Bab al Atiza erneut eine gewaltige Ruine, die das ganze Ausmaß
westlicher Barbarei zeigt. Damals musste man das Land bestrafen, weil es sich unter seinem
Revolutionsführer vom italienischen Kolonialismus und der Knechtschaft Londons befreit hatte, sich
einreihte in die Gemeinschaft freier Völker und gerechter Gesellschaften, zur einer Nation geworden
war. Nach Nasser war Libyen mit Algeriern, Irakern, Syriern und Palästinensern Bezugspunkt für die
entstehende Bewegung der arabischen Einheit worden. Als dann Saddam gestürzt, Algerien
weitgehend normalisiert, der palästinensische Widerstand durch Verrat unterhöhlt, Syrien eingekreist,
der Sudan isoliert, bombardiert, aufgespaltet, die widerlichsten arabischen Satrapen und Vasallen mit
Waffen und Repression gefestigt waren, hatte Libyen seinen Blick auf sein geographisches Hinterland
geworfen. Schon früher hatte es tatkräftig die Befreiungsprozesse im Südteil des Kontinents
unterstützt. Mit der Schaffung der Afrikanischen Union wurde es zur treibenden Kraft gegen eine
erneute Kolonisierung. Bab el Aziza ist wieder bombardiert worden. Das neue Gebäude liegt in
Trümmern. Die umliegenden Stadtteile wurden schwer getroffen. Gäbe es nicht diesen großen Mann,
Giovanni Martinelli, den Bischof von Tripolis und apostolischen Vikar für Libyen, so hätten wir nicht
einmal von einem einzigen der Toten erfahren, die bei dieser Apokalypse bereits umgekommen sind.

Wir hätten nichts erfahren, angefangen bei den 40 Menschen, die allein an diesem Platz bei der
Operation Morgendämmerung der Odyssee“ getötet wurden. Wir haben die menschlichen Schilder in
Bab el Aziza gesehen und sie besucht. „Hinkommandiert von Gaddafi“, heißt es, so als ob der
verehrteste Mann in Libyen das Modell der Israelis übernommen hätte.
Diese hatten bei ihrem Vormarsch auf Gaza junge Leute an Panzer angebunden. Gleicher Art ist die
Unterstellung, Gaddafi, der sich auf die Unterstützung eines ganzes Volkes stützen kann, würde
Söldner einsetzen, wie es die „Exporteuren der Freiheit“ mit ihren Serienkillern von Blackwater
praktizieren. Libyen braucht keine Söldner. Es hat ein Volk unter Waffen, das einen 6 Monate
dauernden Wehrdienst absolviert, einen Monat jedes Jahr Wehrübungen betreibt, seine jungen Männer
und Frauen von der Schule an für die Verteidigung ihres Vaterland ausbildet. Auch von ihnen trafen
wir viele auf dem großen Platz von Bab el Aziza, unter den Palmen und Trümmern der zerstörten
Gebäude. Manche waren von weit her aus der Wüste mit ihren Trommeln angereist, seit Wochen in
Zelten, Tausende Frauen jeden Alters, verhüllte Mädchen neben Jugendlichen in blue jeans, Leute aus
den Vorstädten, Freiberufler, Studenten, Nomaden der Kabyle. Nacht für Nacht fordert diese riesige
Menschenmenge die Serienkiller in ihren Flugzeugen heraus. Hier befindet sich eine große Bühne für
Kampfes- und Liebeslieder, für Reden und Aufrufe. Immer wieder sind Slogans zu hören, Photos von
Muammar zu sehen, die lächelnde Mütter mit ihren Kindern im Arm, hochhalten. Überall sind
Menschen, die eingehakt in traditioneller Weise tanzen. Ich muss mich an die ersten Zeiten der
bolivarischen Revolution des Hugo Chavez zurückerinnern, um eine solche Ansammlung von Kraft,
Optimismus, Enthusiasmus und Entschlossenheit, , zu finden, was immer es kosten mag.
Den empörendsten Beweis, der nicht widerlegt werden kann, wie die öffentliche Meinung getäuscht
und betrogen wurde, um den Staatsstreich zu rechtfertigen, haben wir in den Küstenstädten in der
Peripherie von Tripolis gesehen, in Suk Jamal, Tajura, Fajlun. Nach Angaben der Stümpern in den
Medien und der Kriegsverbrecher befand sich hier die rauchende Pistole, die eine humanitäre
Intervention unumgänglich gemacht haben. Sollten die Zivilisten vor dem Niedermetzeln durch
Gaddafi geschützt werden, konnte sie nicht mehr aufgeschoben werden. In diesen Orten habe es
angeblich Massenrevolten gegeben, die der „Wahnsinnige und Blutrünstige“ im Blut erstickt hätte. Es
sind Orte mit einigen Zehntausend Einwohnern, voll leuchtender Lichtern, mit pulsierendem Leben.
Sie liegen an Stränden, die ein Meer umsäumen, das nicht verseucht ist. Ein Traum für
Urlaubsuchende, eine Gefahr für die Touristenzentren der Öldiktaturen. Sie laufen Gefahr, die
Touristen an diese Städte zu verlieren. Sie sind leichter zu erreichen und nicht so künstlich und
verunstaltet von der Korruption und Hässlichkeit des westlichen Tourismus. Dazu kommt die
Herzlichkeit natürlich gebliebener Menschen, gastfreundlich, unglaublich freundlich und respektvoll.
Es ist nicht nur das Öl und das Tor nach Afrika, das die verwandten Monarchen vom Golf zu
Intervention und Verrat veranlaßt hat.
Wir haben diese Orte kreuz und quer ganz nach Lust und Laune durchlaufen, Station gemacht, bei
wem wir auch immer wollten. Wir haben die Märkte dieser reichen Landwirtschaft besucht. Sie
konnten sich über Jahrzehnte entwickeln, seit es gelang, unterirdisches Wasser für alle Bürger zur
Verfügung zu stellen. Wir betraten die Häuser, hörten uns die Berichte der Verwandten der Opfer an,
erfuhren von der Zerstörung von Wohnhäusern. Wir trafen eine Großmutter, deren 16 jährige Enkelin
getötet worden war und die Tränen in den Augen hatte, einen fahrende Händler, der Schuhe reparierte,
einen Mann mit seinen Auberginen-Stand, eine Schalverkäuferin, einen Zahnarzt, der von der Nacht in
Bab el Aziz zurückkehrte, einen Kaffeeverkäufer im traditionellen Jalabiya-Kleid, einen Bauer, dessen
Hof von Raketen und gezielten Schüssen aus der Luft auf Menschenjagd zerstört worden war. Wir
trafen die Häupter der örtlichen Stämme, die in Erscheinung, Gesichtsausdruck, Kleidung an Omar al
Muktar, denen Held des 30 Jahre dauernden Widerstandes gegen die Italiener erinnerten. Auf Befehl
von Mussolini war er aufgehängt worden. In Tajura, Fajlun, Suk Jamal hat es zu keinem Zeitpunkt
eine Revolte gegeben. Zu keinem Zeitpunkt gab es hier Schüsse von regierungstreuen Truppen. Alles
erfunden. Genauso wie die Massenvernichtungswaffen und der Völkermord mit Gas an den Kurden im
Irak, wie die ethnische Säuberung, Sebrenica, die Bomben auf dem Markt von Sarajevo und das Massaker von Racak in Jugoslawien, wie die Geschichte von Osama in Afghanistan, vom 11.
September, den Al Kaida verursacht hätte...Nicht ein einziges Schussloch als Beleg für einen Kampf
zwischen Rebellen und Armee ist zu sehen, nur Krater und die Einschläge, die aus der Luft, der
„Flugverbotszone“ her erfolgten. Viele erzählten uns, sie wie in den Tagen Mitte März, als alle Welt
davon sprach, Gaddafi würde die Bevölkerung in Tajura, Fajlun und Suk Jamal ermorden, Freunde
und Verwandte ganz erschrocken von überall her anriefen. Sie wollten sich vergewissern, dass sie
noch lebten. In der Anti-Ghaddafi Hysterie drohte es völlig unterzugehen, dass sie am Leben waren.
Verwundert hätten sie geantwortet, es sei nichts geschehen. Alles sei ruhig. Die gleiche Antwort hätten
sie allerdings wenige Tage später nicht mehr geben können, als die ersten 110 Raketen mit Uran zu
ihrer Rettung einschlugen. Mittlerweile sind es Tausende bei den durchschnittlich 150 Luftangriffen an
jedem Tag, bei den Salven von 6.000 Schuß Uran Munition pro Minute aus den C 10 und C 13. Es
sind Vernichtungswaffen, deren Folgen die Völker, die man nicht mehr braucht, Jahrhunderte zu
spüren haben. Sollte es auch die Söldner aus Benghazi treffen, wen würde das stören? Morgen wird in
Libyen, genauso wenig wie im Irak und Afghanistan niemand von denen leben müssen, abgesehen von
den Handlagern, die die westlichen Eliten brauchen.
Im tiefen Süden zwischen den roten Dünen und den bebauten Ländereien, in Ben Walid, empfangen
uns die Häupter des größten libyschen Stammes, der Worfalla. Wie alle anderen Stämme sind sie,
abgesehen von einigen Ausnahmen in der Cirenaica und verstreuten Minderheiten, vollständig auf der
Seite der legitimen Regierung. Zu ihnen gehören mehr als 1,5 Millionen Menschen, fast ein Fünftel der
Bevölkerung. Sie erklären, sie seien bereit, sich bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen, selbst
wenn es, wie es aussieht, ein lang andauernden Krieg werden sollte. Sie haben ihre Erinnerung, ihre
Klarsicht und Entschlossenheit von dem 30 Jahre dauernden Kampf gegen die Kolonialisten Giolitti
und Mussolini und dem Aufstand gegen den Marionettenkönig gewonnen, den Churchill installiert
hatte. Sein Nachfolger in London setzt jetzt auf die Wiederherstellung dieses Regimes, das die
„revolutionären“ Fahnen der Aufständischen ankündigen. Unser gemeinsames Essen und Gespräch mit
den Alten der Worfalla lässt Erinnerungen wach werden an die abgenutzten Requisiten in der
Kinozeitung „Luce“ und den Film „ Löwe der Wüste“ über das Leben und den Kampf von Omar al
Muktar . Auf den Kissen entlang der Wände der großen Aula des Instituts für hohe elektronische
Technologie stehen würdevollen Gestalten alter Beduinen, alle mit dem Gewehr bewaffnet, mit
Gesichtern, wie aus Holz von Ölbäumen geschlagen. Sie empfangen uns mit der Würde starker und
selbstbewusster Menschen, zu der Wärme und Herzlichkeit gehören. Wir stellen uns dazu die
Abgeordneten des Montecitorio vor. Und wieder hören wir Berichte von ihrem Widerstandskampf, tief
betroffene Verwunderung über das „befreundete Italien“, und an die Adresse der Geier gerichtet, die
über Libyen kreisen und sich auf seine Reichtümer stürzen wollen, ein deutliches, „Sie werden nicht
obsiegen“.
Ein alter Mann berichtet liebevoll über seiner italienischen Lehrerin in der Kolonialzeit. Er macht das
aus Freundlichkeit, um es uns leichter zu machen, angesichts der Scham, die wir für die Verbrechen
unseres Landes empfinden. Ein dümmlicher Landsmann schwatzt von den Wohltaten des italienischen
Kolonialismus. Ein Drittel des libyschen Volkes wurde damals in Lagern und mit Gas getötet. Das
bringt ihn zum Schweigen.
Sie bringen uns zum Sitz der lokalen Fußballmannschaft. Es fallen die Namen von Spielern der
Mannschaften von Rom und Turin wie Baggio, Totti, Cassano. Sie schenken uns Pullover ihrer
Mannschaft, die am 2. Platz in der B-Liga steht. Die Spieler haben aktiv mitgearbeitet bei der Hilfe für
die Flüchtlinge aus Misurata. Die Verbissenheit der Kolonialisten und ihrer einheimischen Helfer hat
den Ort zur Märtyrerstadt werden lassen. Auf der anderen Seite des Meeres spricht man von nichts
anderem als den Zivilisten, auf die die Milizen Gaddafis schießen würden. Aber nicht vor ihnen sind
diese 400 Familien aus Misurata geflohen, sondern vor den ständigen, immer wieder plötzlich
kommenden Luftangriffen auf die Stadt. Geflohen sind sie auch vor den bärtigen Salafiten. Die
„Humanitären Helfern“, die im Hafen an Land gelangen sind, liefern ihnen zur Unterstützung Raketenwerfer und Mörsern. In den Umkleideräumen der Mannschaft tragen sie Lebensmittel und
Kleidung zusammen, Spenden der Bewohner der Zone für die Flüchtlinge.
Grundschulen, höhere Schulen, Schulen mit Jungen und Mädchen, sie alle verlieren auch nicht unter
denn Hagel der Bomben keine Stunde Unterricht. Die Großen sind in Uniform. Alle haben eine
Ausbildung für die Verteidigung absolviert, alle wissen, leichte und schwere Waffen zu handhaben.
Seltsamerweise ist es in jeder Schule eine Frau, darunter auch ältere Frauen, die diese Kurse abhalten.
Es gibt keinen, der nicht sagt, er sei bereit, das Land zu verteidigen. „Wenn sie landen, werden sie sich
einem ganzen Volk gegenübersehen“. Wissen die Leute von der neugebildeten europäischen
Invasionstruppe EUFOR, die sich darauf vorbereiten, „humanitäre Korridore“ für die militärische
Besetzung und Aufteilung Libyens zu sichern,was sie erwartet? Hat La Russa die Särge mit der
Tricolore und die Trauerreden schon vorbereitet für unsere neuen „Verteidiger des Friedens“ und
unsere „Wächter gegen den Terrorismus“? Mit den Füßen voran werden sie heimkehren. Beim
Abschied unter dem Jubel der Schülerschaft, ihrem ungebremsten Gejohle, fest entschlossen und mit
dem verzweifelten Willen uns von der Richtigkeit ihrer Worte zu überzeugen, lässt die Ausbilderin
Gewehrsalven aus ihrem Gewehrlauf ertönen. Es sind Warnschüsse hinauf in die Luft.
Auch bei der Begegnung mit dem stellvertretenden Außenminister Khaled Khaim, mit Ärzten des
Krankenhauses, mit Fachjournalisten für Geopolitik und Recht, mit denen verglichen, viele der
unsrigen Experten ganz armselig wirken würden, mit Vertretern der nationalen Organisationen der
Richter und Anwälte, mit dem brillanten und äußerst populären offiziellen Regierungssprecher Mussa
Ibrahim, werden wir gebeten, die Botschaft für Frieden, Dialog und Aussöhnung zu verbreiten. Warum
kommt noch immer nicht jene verfluchte Untersuchungskommission der UN oder irgendeine andere
Gruppe , die den ernsthaften Willen hat, zu überprüfen, was es mit den tatsächlichen oder angeblichen
Opfern auf sich hat, die sehen möchte, ob die Vorwürfe berechtigt sind und was die Bevölkerung will?
Diese Kommission müsste ein Meer von Lügen beseitigen, das die Medien verbreitet haben. Ihre
vorrangige juristische Aufgabe wäre es, die Fakten zu überprüfen, von denen behauptet wird, sie
müssten mit der Todesstrafe geahndet werden. Über Gaddafi berichten sie im Westen nur von seinen
„Drohungen“. Einige der mächtigsten Armeen der Welt bedrohen und greifen ein Land an und
verstecken sich dabei hinter den blutrünstigen und grotesken Anklagen einer Bande gekaufter
Vaterlandsverräter. Es sei Gaddafi, der uns bedrohe. Vielleicht, weil er diejenigen, denen er Arbeit und
Wohlstand gegeben hat und die jetzt durch den Krieg der Nato zu Lastenträgern auf dem freien Markt
gemacht werden, zu unseren heiligen und verseuchten Stränden gehen lässt. In Tajura haben wir ein
Lager von Migranten aus Ländern südlich der Sahara getroffen. Sie waren niemals in Lagern
eingesperrt, hatten ihre Arbeit verloren, weil die nationalen und ausländischen, oft chinesischen,
Firmen schließen. Sie suchten nach einer Möglichkeit, irgendwohin vor dem Krieg zu fliehen. Sie
waren besorgt und verängstigt. In der Bevölkerung, berichteten sie, bildete sich jetzt andere Stimmung,
als die Herzlichkeit und Brüderlichkeit, mit der sie aufgenommen worden waren; . Eine Folge des
Trauma, das jemand empfindet, der plötzlich ausgestoßen, verleumdet, befeindet, abgeschnitten wird
von der Welt, selbst von den Regierungen dieser Immigranten, von denen die einen untätig, die
anderen zu Komplizen geworden sind bei dem offenkundigen Vorhaben, das friedliche und freie Land
zu zerstören.
Pater Giovanni Martinelli, der Bischof von Tripolis, war die einzige Stimme, die in den unehrlichen
und verlogenen Medien, wenn auch nur sehr eingeschränkt zu hören war, nur deshalb, weil er Priester,
Katholik und Vikar des Papstes ist. Er hat uns von den Massakern an Zivilisten durch unsere Seite,
durch den Westen, berichtet. Quadratischer Kopf eines Bauern aus den Bergen, aufgeweckte und
lächelnde Augen, sprechgewandt, nicht wie ein Prophet, aber genauso leidenschaftlich, empfängt er
uns im Garten seiner großen Kathedrale. In ihr befinden sich mehrere Stauen des heiligen Franziskus.
Vor wenigen Tagen sei etwas Unerhörtes geschehen:
Zum Repräsentanten der katholischen Kirche, dem Vikar eines Papstes, der zwar die Kriegsverbrechen
nicht direkt gesegnet, aber sich auch nicht für Libyen eingesetzt hatte, waren Dutzende muslimischer
Frauen gekommen. Sie hatten ihn gebeten, sich für den Frieden einzusetzen. Sie hatten sich an ihn gewandt, damit er der Welt die Wahrheit sage, Ausdruck ihres tiefen Sorgen, einer Hoffnung, die von
den Fanfaren der „Kriegstreiber“ sogleich mit den Füßen zertreten wurden. Martinelli bestätigt uns ein
weiteres Mal, dass es die öffentlich verkündeten Massaker Ghaddafis nicht gegeben habe. Täglich
würde ihm von den Bemühungen der Truppen berichtet, die Zivilpersonen aus den Kampfhandlungen
herauszuhalten. Gerade das habe zu Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der Rückeroberung der
Orte geführt, die die Rebellen besetzt halten. Nach einem Monat Kämpfen gab es 285 Tote in
Misurata, darunter ganz wenige Frauen. Bei rücksichtslosen Angriffen auf Wohngebiete wäre
statistisch 50% Frauen unter den Opfern zu erwarten gewesen. Dieser Priester, der sein Volk, Christen
wie Moslems liebt und ihm seit 40 Jahren dient, zeigte keine priesterliche Zurückhaltung, als er uns
Gaddafi und sein Volk beschreibt: Ein Land, das es nicht akzeptiert hatte, sich zu unterwerfen, das sich
eingesetzt hatte für die Einheit der Völker, sich ausländischen Einfluss und Diktat entzog, allen
Wohlstand garantierte, Sicherheit, Würde und eine breite Teilnahme an den Entscheidungsprozessen
ermöglichte. Gaddafi mag Fehler gemacht haben. Vielleicht seien sie zurückzuführen, dass er nicht
immer die besten Leute um sich ausgewählt habe. Niemand aber könne ihm die Anerkennung dafür
verweigern, dass er Reaktion und Reaktionäre, Kolonialisten und Neokolonialisten verjagt und sich
seinem Volk mit einer Hingabe und Klugheit, gewidmet habe. In einer Region von Lakaien und
Prokonsulen des Imperialismus gäbe es niemanden, den man mit ihm nur im Entferntesten vergleichen
könne.
Und sollte reichen, um zu wissen, auf welcher Seite man sich stellt. Südafrika hat einen konkreten,
glaubwürdigen Friedensplan vorgelegt. Das haben von Anfang auch an die aufrechten Regierungen
Lateinamerikas getan, ebenso wie die BRCS Staaten, Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika
mit ihrem wirtschaftlichen Gewicht und dem ihrer Bevölkerung.. Gaddafi hat einen Waffenstillstand
vorgeschlagen, überwacht von internationalen Beobachtern, wirklich humanitäre Korridore, Wahlen,
um den Willen der Bevölkerung zu klären. Stimmen, Vorschläge der Vernunft, der Gerechtigkeit, des
Friedens. Die apokalypischen Reiter haben sie nicht im geringsten aufhalten können. Die Stimme der
anderen Seite ist nicht hörbar, selbst für eine Rossana Rossanda nicht. Sie haben geantwortet und auf
die Beseitigung von Gaddafi bestanden, auf ein Exil, wo ihn wie gewöhnlich gedungene Mörder des
Mossad leichter erreichen können.
„Die Befürworter eines Verzichtes von Gaddafi sollten sich nicht täuschen. Ein Führer kann nicht
zurücktreten, wenn das Volk von ihm verlangt, dass er bleibt. Abgesehen davon, Gaddafi ist kein Typ,
der sich ergibt, er ist ein Beduine, der bis zu seinem Tode kämpfen wird.“ Mit ihm Libyen, ihr werdet
es sehen. Der kleine Priester mit dem quadratischen Schädel eines Bauern und den lächelnden Augen
verabschiedet seine Besuchergruppe, mit Tränen in den Augen.

Übersetzung aus dem Italienischen: Bernd Duschner
http://fulviogrimaldi.blogspot.com/2011/04/tripoli-bel-suol-damore.html



« Last Edit: June 04, 2011, 02:43:17 pm by madurskli » Logged
madurskli
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Lechts, Rinks, scheiss egal, wacht auf!


Die Lügen hinter dem Krieg des Westens gegen Libyen
« Reply #89 on: June 14, 2011, 08:01:18 pm »

Eigentlich bin ich es schon reichlich satt, gegen die Wettertannen die diesen Urwald der Lügen bewehren anzuschreiben!

Nachdem Ron Paul aber auch seine Stimme erhebt:

Libya: Ron Paul , War crimes of NATO + USA: Obama Is a War Criminal


Und immer mehr Menschen Zweifel an diesem beschützen von Zivilisten in Libyen nähren, noch ein paar Worte von mir.

Obwohl derzeit nichts weiter passiert als Libyen ins Mittelalter zurück zu bomben.

Da nun selbst aD`ler wie Bill Clinton bemüht werden der Afrikanischen Union die Leviten zu Lesen um endlich Gaddafi zu verurteilen, deutet das auf einen erheblichen Argumentationsnotstand hin, diesen Krieg zu rechtfertigen! Zu führen und zu Ende zu bringen!
Schwesterwelle wurde jüngst nicht eben begeistert in Benghazi empfangen, hat aber doch, nach einem Orden des Merkel  und Anweisungen der Globallisten dem durch NICHTS legitimierten Verbrecherrat seine Absolution erteilt.

Die Globalisten-Troijka mobilisiert anscheinend alles was sie hat - Jetzt haben auch Teile der Marionettenregierung in Kanada das Verbrecherpack von Benghazi als "legitime Repräsentanten der Menschen in Libyen" anerkannt, so zumindest Außenminister John Baird.

Dies alles geschiet während einer Parlamentsdebatte zur Verlängerung der kanadischen Beteiligung an den Kriegsverbrechen in Liyen.


Die Lügen hinter dem Krieg des Westens gegen Libyen od. Sind diejenigen, die die Demokratie exportieren wollen, selbst Demokraten?
Die Afrikaner sollten an die wirklichen Gründe denken, aus denen Länder des Westens Krieg gegen Libyen führen, schreibt Jean-Paul Pougala in einer Analyse, die die Rolle dieses Landes bei der Formung der Afrikanischen Union und der Entwicklung des Kontinents aufzeigt.



http://www.my-metropolis.eu/Nachrichtenticker/Nachrichtenticker.php  


Die Rote Fahne schreibt:
Quote
Die Afrikaner sollten an die wirklichen Gründe denken, aus denen Länder des Westens Krieg gegen Libyen führen, schreibt Jean-Paul Pougala in einer Analyse, die die Rolle dieses Landes bei der Formung der Afrikanischen Union und der Entwicklung des Kontinents aufzeigt.

von Jean-Paul Pougala - Es war Gaddafis Libyen, das ganz Afrika seine erste Revolution in modernen Zeiten bescherte – die Vernetzung des gesamten Kontinents durch Telephon, Fernsehen, Rundfunk und verschiedene weitere technische Anwendungen wie etwa Telemedizin und Fernunterricht.
Dank der WMAX-Plattform wurde über den ganzen Kontinent hinweg eine kostengünstige Verbindung möglich, die auch die ländlichen Gebiete einschloss.


Quote
AFRIKANISCHER WÄHRUNGSFONDS, AFRIKANISCHE ZENTRALBANK, AFRIKANISCHE INVESTMENTBANK

Die von Herrn Obama eingefrorenen US$ 30 Milliarden gehören der libyschen Zentralbank und waren vorgesehen als der libysche Beitrag zu drei Schlüsselprojekten, die die Bildung der afrikanischen Föderation vervollkommnen sollten – die Afrikanische Investmentbank in Syrte in Libyen, die Einrichtung des Afrikanischen Währungsfonds 2011 in Yaounde mit einem Kapital von US$ 42 Milliarden und der Afrikanischen Zentralbank in Abuja in Nigeria, die, wenn sie mit der Herausgabe von afrikanischem Geld beginnt, die Sterbeglocke für den CFA-Franc läuten wird, durch den Paris in der Lage war, seinen Zugriff auf einige afrikanische Länder in den letzten 50 Jahren zu behalten.
Es ist leicht, die Wut Frankreichs gegen Gaddafi zu begreifen.

Vom Afrikanischen Währungsfonds wird erwartet, dass er die Aktivitäten des Internationalen Währungsfonds in Afrika zur Gänze ersetzt, der mit nur US$ 25 Milliarden in der Lage war, einen ganzen Kontinent auf die Knie zu bringen und ihn zu zwingen, fragwürdige Privatisierungen zu schlucken und afrikanische Länder zu zwingen, öffentliche Einrichtungen an private Monopole zu übertragen.
Kein Wunder, dass am 16./17. Dezember 2010 die Afrikaner einhellig Versuche von Ländern des Westens zurückwiesen, Mitglieder beim Afrikanischen Währungsfonds zu werden und sagten, dieser stehe nur afrikanischen Ländern offen.

Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die westliche Koalition nach Libyen gegen Algerien losgehen wird, da dieses Land abgesehen von seinen grossen Energieressourcen über Geldreserven von rund € 150 Milliarden verfügt.
Das ist es, was die Länder lockt, die Libyen bombardieren, und die allesamt eines gemeinsam haben – sie sind praktisch pleite. Die Vereinigten Staaten von Amerika allein haben Schulden in der atemberaubenden Höhe von US$ 14.000 Milliarden, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Italien haben je rund US$ 2.000 Milliarden Budgetdefizit, im Vergleich zu weniger als US$ 400 Milliarden an öffentlichen Schulden aller 46 afrikanischen Staaten zusammen genommen.

Die Entfachung unberechtigter Kriege in Afrika in der Hoffnung, dadurch ihre Wirtschaften zu revitalisieren, die immer weiter in die Flaute sinken, wird letztlich den Niedergang des Westens beschleunigen, der eigentlich schon 1884 während der berüchtigten Berliner Konferenz begann.
Der Wirtschaftswissenschaftler Adam Smith sagte: „die Wirtschaft eines Landes, die auf der Versklavung von Schwarzen beruht, ist zum Absturz in die Hölle an dem Tag bestimmt, an dem alle anderen Länder aufwachen.“


Nun gut die Schulen in Benghazi sind immer noch geschlossen!
Aber eine Zentralbank haben die Putschisten:

Benghazi centeral bank xvid


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Um die Afrikanische Union, die bereits Vereinigten Staaten von Afrika (für den Westen) gefährlich nahe gekommen war unter der lenkenden Hand Gaddafis, zu destabilisieren und zu zerstören, versuchte die Europäische Union zuerst, ohne Erfolg, die Mittelmeer-Union (UPM) zu schaffen.
Nordafrika musste irgendwie vom Rest Afrikas abgeschnitten werden, ausgehend von den alten ausgelutschten rassistischen Klischees, welche behaupten, dass die Afrikaner arabischer Abstammung entwickelter und zivilisierter sind als der Rest des Kontinents.

Das ging schief, weil Gaddafi sich weigerte mitzumachen. Er verstand bald, was für ein Spiel gespielt wurde, nachdem nur eine Handvoll afrikanische Länder eingeladen wurde, der Mittelmeer-Union beizutreten, ohne dass die Afrikanische Union informiert, aber alle 27 Mitgliedsländer der Europäischen Union eingeladen wurden.

Ohne die treibende Kraft hinter der Afrikanischen Föderation ging die UPM baden, noch ehe sie beginnen konnte, obwohl bereits ausgestattet mit Sarkozy als Präsident und Mubarak als Vizepräsident.
Der französische Aussenminister Alain Juppe versucht jetzt, die Idee noch einmal auf die Füsse zu bringen, zweifelsohne rechnet er dabei mit dem Sturz Gaddafis. Die afrikanischen Führer können nicht verstehen, dass, solange die Europäische Union weiterhin die Afrikanische Union finanziert, der Status Quo der gleiche bleiben wird, da es so keine wirkliche Unabhängigkeit gibt.
Das ist es, warum die Europäische Union die Bildung regionaler Gruppierungen in Afrika ermutigt und finanziert hat.

Es liegt auf der Hand, dass die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), die eine Botschaft in Brüssel unterhält und hinsichtlich des grössten Teils ihrer Finanzierung von der Europäischen Union abhängig ist, ein lautstarker Gegner der Afrikanischen Föderation ist.
Lincoln führte den Sezessionskrieg in den Vereinigten Staaten von Amerika, weil es die Hauptgruppe schwächt, wenn eine Gruppe von Ländern sich zu einer regionalen politischen Organisation zusammentut.
Das ist es, was die Europäer haben wollen, wobei die Afrikaner nie den Plan des Spiels verstanden haben, einen Schwall von regionalen Gruppierungen zu schaffen, COMESA, UDEAC, SADC, und den Grossmaghreb, der nie das Tageslicht erblickte, dank Gaddafi, der verstand, was da betrieben wurde.


Mitglied der Afrikanischen Union verurteit den Krieg gegen Libyen des Nordatlanik-Paktes
Südafrika: NATO missbraucht UNO-Resolution für Mord und Totschlag
GADDAFI, DER AFRIKANER, DER DEN KONTINENT VON DER DEMÜTIGUNG DER APARTHEID SÄUBERTE

http://www.radio-utopie.de/2011/06/14/sudafrika-nato-missbraucht-uno-resolution-fur-mord-und-totschlag/

Quote
Für die meisten Afrikaner ist Gaddafi ein grosszügiger Mann, ein Humanist, bekannt für seine selbstlose Unterstützung des Kampfes gegen das rassistische Regime in Südafrika.
Wäre er ein Egoist gewesen, hätte er nicht den Zorn des Westens riskiert, als er dem ANC sowohl militärisch als auch finanziell im Kampf gegen die Apartheid half. Das ist auch der Grund, warum sich Mandela kurz nach seiner Entlassung nach 27 Jahren im Gefängnis entschloss, das UNO-Embargo zu brechen und am 23. Oktober 1997 nach Libyen zu reisen.
Fünf lange Jahre lang durfte wegen des Embargos kein Flugzeug in Libyen landen. Man musste den Flug in die tunesische Stadt Jerba nehmen und benötigte fünf Stunden, um Ben Gardane zu erreichen, wo man die Grenze überschritt und auf einer Wüstenstrasse weitere drei Stunden unterwegs war, bis man Tripoli erreichte. Die andere Möglichkeit war, über Malta zu reisen und eine Nachtfähre auf schlecht gewarteten Schiffen zur libyschen Küste zu nehmen. Eine höllische Reise für ein ganzes Volk, einfach nur um einen Mann zu bestrafen.

Mandela legte seine Worte nicht auf die Goldwaage, als der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Bill Clinton sagte, der Besuch sei „nicht willkommen” – „Kein Land kann beanspruchen, der Polizist der Welt zu sein, und kein Staat kann einem anderen befehlen, was er tun soll.”
Und weiter – „Diejenigen, die gestern die Freunde unserer Feinde waren, und die Frechheit haben, mir heute zu sagen, ich solle meinen Bruder Gaddafi nicht besuchen, diejenigen raten uns, undankbar zu sein und unsere alten Freunde zu vergessen.“

In der Tat betrachtete der Westen noch immer die südafrikanischen Rassisten als seine Brüder, die beschützt werden müssen. Aus diesem Grund wurden die Mitglieder des ANC, darunter Nelson Mandela, als gefährliche Terroristen angesehen. Erst am 2. Juli 2008 verabschiedete der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika ein Gesetz, um den Namen Nelson Mandelas und seiner ANC-Genossen von seiner Schwarzen Liste zu tilgen, aber nicht, weil er draufkam, wie dumm diese Liste war, sondern zum 90. Geburtstag Mandelas.
Wenn der Westen wirklich seine ehemalige Unterstützung der Feinde Mandelas bereut und es ehrlich meint, wenn Strassen und Plätze nach ihm benannt werden, wie kann er dann weiter Krieg führen gegen einen, der Mandela und seinem Volk dazu verhalf, den Sieg zu erringen, nämlich Muammar Gaddafi?

 

Quote
WELCHE LEHREN FÜR AFRIKA?

Nach 500 Jahren einer durch und durch ungleichen Beziehung zum Westen ist klar, dass wir nicht die gleichen Kriterien haben, was gut ist und was schlecht. Wir haben zutiefst auseinandergehende Interessen.
Wie kann jemand die „Ja“-Stimmen von drei südlich der Sahara gelegenen Länder (Nigeria, Südafrika und Gabun) für die Resolution 1973 nicht verurteilen, die der neuesten Form des Kolonialismus unter dem Titel “der Schutz der Zivilbevölkerung” den Weg bereiteten, die die rassistischen Theorien bestätigen, die den Europäern seit dem 18. Jahrhundert aufs Auge gedrückt wurden und denen zufolge Nordafrika nichts zu tun hat mit dem Afrika südlich der Sahara und Nordafrika entwickelter und zivilisierter ist als der Rest Afrikas?

Es ist, als gehörten Tunesien, Ägypten, Libyen und Algerien nicht zu Afrika. Sogar die Vereinten Nationen scheinen die Rolle der Afrikanischen Union in den Angelegenheiten von Mitgliedsstaaten zu ignorieren.
Das zielt darauf ab, die afrikanischen Länder südlich der Sahara besser zu isolieren und zu kontrollieren. Tatsächlich tragen Algerien (US$ 16 Milliarden) und Libyen (US$ 10 Milliarden) gemeinsam 62 Prozent zu den US$ 42 Milliarden bei, die das Kapital des Afrikanischen Währungsfonds (AMF) bilden. Das grösste und bevölkerungsreichste Land im südlich der Sahara gelegenen Afrika, Nigeria, gefolgt von Südafrika, liegen mit je nur US$ 3 Milliarden weit dahinter.

Es ist bestürzend, um es milde auszudrücken, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinten Nationen Krieg gegen ein Volk erklärt worden ist, ohne dass auch nur im leisesten die Möglichkeit einer friedlichen Lösung der Krise erkundet worden ist.
Gehört Afrika wirklich noch zu dieser Organisation? Nigeria und Südafrika sind bereit, für alles zu stimmen, was der Westen verlangt, weil sie so naiv sind und den vagen Versprechungen glauben, dass sie einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat mit ähnlichen Vetorechten bekommen werden. Beide vergessen, dass Frankreich nicht über die Macht verfügt, auch nur irgend etwas anzubieten. Hätte es diese, hätte Mitterand diesen Wunsch schon lange für Helmut Kohls Deutschlands erfüllt.

Eine Reform der Vereinten Nationen steht nicht auf der Tagesordnung. Der einzige Weg, etwas zu erreichen, besteht darin, die chinesische Methode einzusetzen – alle 50 afrikanischen Länder sollten aus den Vereinten Nationen austreten und nur zurückkehren, wenn ihre seit langem bestehende Forderung erfüllt wird, nämlich ein Sitz für die gesamte Afrikanische Föderation.
Diese gewaltfreie Methode ist die einzige Waffe, die rechtmäßig den Armen und Schwachen zusteht, die wir sind. Wir sollten einfach aus den Vereinten Nationen austreten, weil diese Organisation schon aufgrund ihrer Struktur und Hierarchie den Mächtigsten zur Verfügung steht.

Wir sollten aus den Vereinten Nationen austreten, um unsere Zurückweisung einer Weltanschauung zu dokumentieren, die auf der Vernichtung der Schwächeren beruht. Sie können weitermachen wie zuvor, aber wir werden uns nicht daran beteiligen und sagen, dass wir dafür sind, ohne nach unserer Meinung gefragt worden zu sein.
Und sogar als wir unseren Standpunkt bekannt gaben, wie am Samstag 19. März in Nouakchott, als wir gegen die militärische Vorgangsweise waren, wurde unsere Meinung einfach ignoriert und die Bomben begannen auf die afrikanischen Menschen zu fallen.

Die heutigen Ereignisse erinnern daran, was mit China in der Vergangenheit geschah. Heute anerkennt man die Regierung Outtara, die Rebellenregierung in Libyen, wie man es zu Ende des Zweiten Weltkrieges mit China machte. Die so genannte internationale Gemeinschaft bestimmte Taiwan zur alleinigen Vertretung des chinesischen Volkes anstatt Mao Tsetungs China.
Es dauerte 26 Jahre, bis am 25. Oktober 1971 die UNO die Resolution 2758 beschloss, welche alle Afrikaner lesen sollten, um dieser Narretei ein Ende zu bereiten. China wurde aufgenommen, und zwar zu seinen Bedingungen – es weigerte sich, Mitglied zu werden, wenn es kein Vetorecht hatte. Nachdem die Forderung erfüllt war und die Resolution eingebracht, dauerte es noch ein Jahr, bis der chinesische Aussenminister in einem Schreiben an den UN-Generalsekretär am 29. September 1972 darauf reagierte, in einem Brief, der weder Zustimmung noch Dank enthielt, sondern die Garantien einforderte, die China für die Respektierung seiner Würde verlangte.

Was hofft Afrika von den Vereinten Nationen zu erreichen, ohne mit harten Bandagen zu kämpfen? Wir sahen, wie in Elfenbeinküste ein UNO-Bürokrat sich selbst als über der Verfassung des Landes stehend betrachtet. Wir traten dieser Organisation bei, indem wir zustimmten, Sklaven zu sein, und zu glauben, dass wir zum Mahl am gleichen Tisch und zum Essen von den Tellern eingeladen werden, die wir selbst gewaschen haben, ist nicht nur leichtgläubig, sondern dumm.

Nachdem die Afrikanische Union Outtaras Sieg bestätigte und widersprechende Berichte ihrer eigenen Wahlbeobachter niederbügelte, einfach um unseren früheren Herren zu gefallen, wie können wir da erwarten, respektiert zu werden?
Wenn der südafrikanische Präsident Zuma erklärt, dass Outtara die Wahlen nicht gewonnen hat und dann bei einem Aufenthalt in Paris das genaue Gegenteil sagt, ist die Frage nach der Glaubwürdigkeit dieser Anführer berechtigt, die behaupten, eine Milliarde Afrikaner zu vertreten und für diese zu sprechen.

Afrikas Stärke und wahre Freiheit wird sich nur entfalten, wenn es gut durchdachte Handlungen setzt und die Konsequenzen im Auge behält.
Würde und Respekt kommen mit einem Preisschild. Sind wir bereit, den Preis zu bezahlen? Sonst ist unser Platz in der Küche und in den Toiletten, um anderen das Leben angenehm zu machen.


http://die-rote-fahne.eu/headline145075.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Union

Dieser Artikel erschien erstmals am 13.06.2011

"Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen. Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann."    
     Mark Twain - 'Der geheimnisvolle Fremde'


http://antikrieg.com/index.htm



« Last Edit: June 14, 2011, 10:03:03 pm by madurskli » Logged
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