Verbrauchertäuschung:
Sechs Jahre RSPO sind sechs Jahre Mord an den Orang Utan Während auch einige deutsche Umweltorganisationen noch versuchen, den Schein der Nachhaltigkeit im Palmölgeschäft zu wahren, berichten Organisationen aus Indonesien, wie das Geschäft in Realität abläuft.
In den vergangenen Monaten hat ein Tochterunternehmen des Palmöl-Konzerns IOI ein ausgewiesenes Urang Utan Waldstück zerstört, in welches vorher Tiere aus anderen Regionen umgesiedelt worden waren. Anstelle Wald steht auf den Flächen jetzt eine Ölpalm-Plantage. Vertreter des Palmöl-Konzerns sind im Vorstand des RSPO.
Presseerklärung - Montag, 18. November 2008
Centre for Orangutan Protection (COP)
Sechs Jahre RSPO sind sechs Jahre Mord an den Orang Utan
„Die Orang Utan sind tot“, stand auf den Bahren, die Umweltakivisten von COP heute von der Kreuzung beim Hotel Indonesia im Zentrum von Jakarta Richtung Friedhof trugen. Mit dieser Beerdigung demonstrierten sie heute, am 18. November 2008, gegen den Round Table on Sustainable Palm Oil (RSPO).
Das Centre for Orangutan Protection (COP) lehnt den Round Table of Sustainable Palm Oil (RSPO) ab. Grund der Ablehnung sind die negativen Erfahrungen bei der Rettung von Orang Utan aus Ölpalmplantagen in Kalimantan.
„Der RSPO ist jetzt im 6. Jahr. Trotzdem vernichten Mitglieder des RSPO immer noch Regenwald und bringen weiter Orang Utan um. Die Nachhaltigkeitskriterien und RSPO-zertifiziertes Palmöl sind nichts als Lüge“, sagt Novi Hardianto, Habitat Program Coordinator von COP.
Als im letzten Jahr vom 20.-22. November das 5. RSPO-Jahrestreffen in Singapur stattfand, war COP dabei, als ein Rettungsteam vom Forstministerium und von BOS (Borneo Orang Utan Survival Foundation) mehrere Orang Utan aus einem Kahlschlagebiet des Palmöl-Konzerns IOI in Antang Kalang, Zentral-Kalimantan, retteten. Die Orang Utan wurden in einen noch intakten, nicht abgeholzten Wald gebracht und freigelassen. IOI Plantations wurde aufgefordert, diesen Wald, der Habitat der Orang Utan ist, nicht abzuholzen. Weniger als ein Jahr später, am 4.-6. August 2008, musste COP bei einem Besuch feststellen, dass in diesem Wald keine Orang Utan mehr sind, denn der Wald ist weg. Jetzt sind dort Ölpalmen gepflanzt. IOI Plantation ist Mitglied im Board des RSPO.
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