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Schweine wie wir !
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Topic: Schweine wie wir ! (Read 1591 times)
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Darius
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Druide & Chi - Nomade
Schweine wie wir !
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on:
May 30, 2009, 06:31:44 pm »
Süßes "Schweinchen Babe" oder Repräsentant des Schweinesystems? Ferkel in Bobingen.
Ehrenrettung für den Grippe-Wirt
Schweine wie wir
Schweine sind besser als ihr Ruf. Und sie sind dem Menschen nah, im Guten wie im Bösen. Anziehung und Abstoßung bestimmen das Verhältnis des Menschen zum Schwein. VON THOMAS MACHO
Schweine sind wieder in Verdacht geraten: als Wirte und Überträger gefährlicher Krankheitserreger. Insgeheim gelten sie immer noch als unreine Tiere, die sich gern im Dreck suhlen. Diese Wahrnehmung wird weder durch Filme wie "Schweinchen Babe" noch durch George Clooneys gern kommentierte Zuneigung zu seinem Hausschwein Max (das im Dezember 2006 im Alter von 18 Jahren verstorben ist) irritiert. Nicht einmal Nachrichten über medizinische Experimente mit der Transplantation von Schweineorganen oder über die bis 2005 praktizierte Verabreichung von Schweineinsulin an Diabetiker können ein Misstrauen reduzieren, das schon durch den Ausdruck Schweinegrippe erweckt wird.
Wer eine Genealogie der Ambivalenz entwerfen wollte, eine Geschichte der Faszination schlechthin - denn Faszinationen entspringen dem Wechselspiel von Anziehung und Abstoßung -, müsste die Chronik der Beziehungen zwischen Schweinen und Menschen darzustellen versuchen. Kein Tier verkörpert vollkommener, in denselben Kulturen und Epochen, den Widerspruch zwischen Glück und Unglück, Reichtum und Armut, Genuss und Gier, Intelligenz und Dummheit, Leidenschaft und Trägheit, Sauberkeit und Schmutz. Schweine können die Autoritäten symbolisieren: Polizisten und andere Repräsentanten des "Schweinesystems"; zugleich sind sie seit dem Altertum geradezu prädestinierte Opfertiere. Strategien der Identifikation und der Ausschließung, der Idealisierung und Abwehr überlagern einander mit erklärungsbedürftiger Verlässlichkeit.
Nicht alle Tiere sind den Menschen gleichermaßen nahe. Manche Tiere - Rinder, Esel oder Pferde - werden gezähmt und in Dienst genommen; andere Tiere werden dagegen respektiert und gelegentlich kultisch verehrt, etwa weil sie uns selbst zur Beute machen können. Raubtiere betreten als Erscheinungen der Macht und Stärke, aber auch als Verkörperungen düsterer Fremdheit die Bühnen menschlicher Einbildungskraft. Kein Tier jedoch blieb während mehrerer Jahrtausende so vielfältig interpretierbar, so vertraut und fern zugleich wie die Schweine.
In manchen Kulturen, vom alten Ägypten bis nach Indonesien und China, wurden schon die Ferkel zärtlich gefüttert oder von menschlichen Ammen gesäugt; im Nahen Osten dagegen, in der jüdischen wie in der islamischen Religion, ist der Genuss von Schweinefleisch streng verboten. Im Zyklus der babylonischen Tierkreiszeichen kommen die Schweine nicht vor; in China wurde erst 2007 das letzte Jahr der Schweine gefeiert.
Schweine gelten im Fernen Osten als ehrliche Tiere; Menschen, die in Schweinejahren geboren wurden, sollen sich durch Toleranz, Vertrauen, hohe Moral und ritterliche Tugenden auszeichnen. Doch was im Fernen Osten als wertvoll angesehen wird, bildet in der europäischen Kulturgeschichte leicht einen Anlass zu Schimpf und Spott.
Obwohl noch im Mittelalter zahlreiche Wappen und Ortsnamen die Identifikation mit dem Schwein - zumindest mit dem männlichen Eber - bezeugen, wurden im 15. und 16. Jahrhundert vorgeblich zänkische oder geschwätzige Frauen mit eisernen Schandmasken in Schweinegestalt an den Pranger gestellt. Und während die asiatische Glückssymbolik der Schweine auch im Abendland Fuß fasste, verbreiteten sich zur selben Zeit zahllose Schimpfworte in den verschiedensten Dialekten und Sprachen Europas, in denen das "Schweinische" mit Schmutz, Gier, Dummheit oder zügelloser Sexualität assoziiert wurde, um bald zur einer allgemeinen Chiffre des Bösen zu werden: "Entweder Mensch oder Schwein", dazwischen gebe es nichts, schrieb das RAF-Mitglied Holger Meins kurz vor seinem Hungerstreiktod 1974.
Entsprechend widersprüchlich sind die überlieferten Sprichworte und Redensarten. So wird in Luthers Tischreden eine derbe Beschimpfung mit dem Ausdruck "jemand eine Sau geben" - heute würden wir sagen: "jemand zur Sau machen" - umschrieben; "dans le cochon tout est bon" ("vom Schwein ist alles gut"), heißt es dagegen im Französischen. "Swine, women and bees cannot be turned", sagen die englischen Bauern, und die deutschen: "Schweine, Bienen und Weiber machen viel Not dem Treiber."
Signifikant ist, dass sich die meisten Sprichworte gar nicht auf Schweine beziehen, sondern auf Menschen. Wer etwa nach anfänglicher Besserung seine schlechten Angewohnheiten wieder aufnimmt, wird mit dem Satz gerügt: "Das Schwein wälzt sich nach der Schwemme wieder im Kot." Und wer über schlechte Nachrede grübelt, hört vielleicht die Redewendung: "Man verklagt keine Sau, die einen besudelt." Wer mit Fleiß und ohne viel Aufhebens seine Arbeit erfolgreich verrichtet, kann dagegen mit dem Ausspruch gelobt werden: "Stille Schweine wühlen die größten Wurzeln aus."
Andere Beispiele für alltägliche Redensarten hatten ursprünglich gar nichts mit Schweinen zu tun. Der Ausruf "Ich habe Schwein gehabt" lässt sich vermutlich auf Kartenspiele zurückführen, in denen das Trumpf-Ass "Sau" genannt wurde. Der Satz "Das kann kein Schwein lesen" bezieht sich angeblich auf eine Gelehrtenfamilie namens Swyn, die im 17. Jahrhundert in Schleswig lebte. Die Bauern der Umgebung kamen mit Briefen und Urkunden zu der hilfsbereiten Familie, um sich die Schriftstücke vorlesen oder abfassen zu lassen. Wenn selbst ein Angehöriger dieser Familie eine unleserliche Schrift nicht entziffern konnte, hieß es: "Dat kann keen Swyn lesen!" Die Familie wurde vergessen, im Gegensatz zum lesekundigen Schwein; vielleicht hat sich aus dieser Redensart die spätere Charakterisierung einer schwer lesbaren Handschrift als "Sauklaue" ergeben.
Die Schweine sind den Menschen nah, im Guten wie im Bösen; als Tiere sind sie geradezu Doppelgänger der Menschen: So erklären sich "Saupreußen", "Schweinepriester", "Frontschweine" oder "Pistensäue" wie von selbst. Schon physiologisch sind Hausschweine und Menschen einander ähnlich, was sich nicht nur in vergleichbaren Krankheitsausprägungen zeigt, sondern auch in der rosigen Hautfarbe, in Struktur und Beschaffenheit des Fleisches. Schweine fressen, was wir fressen; sie gelten als unmittelbare Nahrungskonkurrenten der Menschen. Ehemals wurden in der Gerichtsmedizin die Stich- und Schussverletzungen an frischgeschlachteten Schweinen nachgestellt; in Fernsehserien über Intensivstationen und Notoperationen nimmt man Schweinehälften, um die verletzten und verunglückten Menschenkörper zu zeigen, während das Handwerk der Tätowierung an Schweinehäuten geübt wird.
In seinem Manifest "Der Tod der Familie" von 1971 bemerkte David Cooper, der Pionier der Anti-Psychiatrie-Bewegung: "Natürlich sind Menschen Schweine. Und menschliche Institutionen sind natürlich Schweineställe." Was aber heißt hier "natürlich"? Zwar ist kaum ein Alltagsgegenstand vorstellbar, der nicht die Form eines Schweins annehmen, kaum ein Gedanke, der keine Schweinemetaphern zitieren könnte, doch bleibt die Verwechselbarkeit von Schweinen und Menschen - "Die Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch" (Gottfried Benn) - im Grunde ein Rätsel.
"Ich liebe Schweine", bekannte die Autorin Cora Stephan in den "Memoiren einer Schweinezüchterin": "Sie sind klug wie Delphine, zart und ausdauernd in der Liebe und sensibel genug, um es nicht mit jedem oder jeder zu treiben. Sie sind verspielt und genusssüchtig, frech und anhänglich (…) und wären des Menschen bester Freund, erschräke dieser nicht vor seiner Ähnlichkeit mit dem sprachgewandten Borstentier. Es wäre nicht das erste Mal, dass Ähnlichkeit zu erbitterter Feindschaft geführt hätte."
Doppelgänger werden stets energisch bekämpft. Oft genug symbolisiert die Begegnung mit dem Doppelgänger die Drohung des eigenen Todes: Wie passend, dass die Schweinegrippe - im Gegensatz zur Vogelgrippe - von Mensch zu Mensch übertragen werden kann!
Quelle: taz
http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/schweine-wie-wir/
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Last Edit: May 30, 2009, 07:16:30 pm by earthling
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"Wahrhaftigkeit macht frei" - "Ich bin der ich bin"
www.einhorn-botschaften.de
earthling
Guest
Schwein-Mensch-Chimären hergestellt
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Reply #1 on:
May 30, 2009, 07:24:18 pm »
Schwein-Mensch-Chimären hergestellt
US-amerikanische Forscher haben an der Mayo Clinic
http://www.mayoclinic.org/rochester/
in Rochester Schwein-Mensch-Mischwesen hergestellt. Diese geben Aufschlüsse zur Übertragung von Viren auf den Menschen, wie etwa des AIDS-Virus.
Tiere, denen als Föten humane Stammzellen verabreicht worden waren, hatten im erwachsenen Zustand immer noch teils menschliche, teils vermischte Erbsubstanz (DNA) in ihren Zellen. Dies meldet die britische Wissenschaftszeitschrift "New Scientist".
Die Chimären-Versuche gelten vor allem als Hoffnung für die Transplantationsmedizin. Die Hoffnung ist, dass man in Tieren menschliche Organe heranwachsen lässt und diese dann bei Bedarf in Menschen transplantieren kann.
Quote
Schweine-Virus infiziert auch Hybridzellen
Die Wissenschafter fanden in den Tieren reine Schweine-Zellen, die also nur Schweine-DNA im Zellkern hatten. Daneben gab es aber auch Zellen mit rein menschlichem Erbgut und schließlich Hybrid- oder Mischzellen mit Anteilen von menschlicher und tierischer DNA.
Die Forscher diagnostizierten auch ein
Virus - genannt PERV
-, das praktisch alle Schweine in sich tragen. Es fand sich sowohl in den Tier- als auch in den Hybrid-Zellen.
Das ist insofern
beunruhigend,
als schon frühere Untersuchungen zeigten, dass
PERV aus Schweinezellen
Menschen nicht
infizieren
können, solche aus
Hybridzellen
sehr wohl.
weiter alles
http://science.orf.at/science/news/101278
http://www.mayoclinic.org/mcitems/mc5700-mc5799/mc5751-13.pdf
pig-to-human
http://www.sciencedaily.com/releases/2007/07/070722095541.htm
http://www.technologyreview.com/biomedicine/17596/
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Last Edit: May 30, 2009, 07:33:49 pm by earthling
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earthling
Guest
Mensch-Schwein-Zwitter
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Reply #2 on:
May 30, 2009, 07:43:48 pm »
Mensch-Schwein-Zwitter
Australische und amerikanische Gentechniker haben nach Angaben von Greenpeace ein Zwitterwesen aus Mensch und Schwein gezüchtet. Die Umweltschutzorganisation teilte am Donnerstag in Zürich mit, in den Labors der Unternehmen Stem Cell Sciences (Australien) und Biotransplant (USA) seien Zellkerne von menschlichen Föten in Eizellen von Schweinen implantiert worden. Die Forscher hätten die so entstandenen Wesen eine Woche lang wachsen lassen. Wie das Europäische Patentamt in München mitteilte, haben die Unternehmen das Verfahren schon im Oktober 1997 in den USA international zum Patent angemeldet.
http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&source=/nano/news/10802/index.html
http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&source=/nano/news/12424/index.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,96646,00.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,97073,00.html
http://www.geburtskanal.de/Wissen/G/Europatentamt.php
http://www.saez.ch/pdf/2001/2001-19/2001-19-361.PDF
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/genforschung-ohne-moral.html
http://www.greenpeace.ch/presse/pressemitteilungen/gentech/gentech-pressemitteilungen-single-view/archive/2000/october/article/patentgesuch-auf-genmanipulierte-embryonen-forscher-zuechten-mischwesen-schweinmensch/
mehr
Chimären aus der Genküche
http://www.wechselwirkung.com/news/gentechnik.htm
http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&source=/nano/astuecke/12514/index.html
http://www.novo-magazin.de/91/novo9154.htm
http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=3146
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,157973,00.html
http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Genforschung;art304,2376199
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Last Edit: May 30, 2009, 08:19:42 pm by earthling
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earthling
Guest
Xenotransplantation
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Reply #3 on:
May 30, 2009, 07:45:33 pm »
Schweine werden nicht nur als "Fleischlieferant", sondern auch als Versuchstiere, Ausbildungsobjekte, Messinstrumente benutzt
http://www.tierlobby.de/rubriken/Tiergarten/huftiere/schweine/schweine11mensch.htm
http://www.tierlobby.de/rubriken/Tiergarten/huftiere/schweine/schweine11mensch.htm#xenotransplantation
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Last Edit: May 30, 2009, 07:47:07 pm by earthling
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earthling
Guest
Berühmte Schweine
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Reply #4 on:
May 30, 2009, 07:49:31 pm »
In den letzten Jahren ist der Schweinefleisch-Konsum in Europa und Nordamerika zurückgegangen. Gründe dafür sind unter anderem gestiegenes Gesundheitsbewusstsein, Fleischskandale, Anprangerungen von Aufzucht- und Schlachtmethoden und .... Schweinchen Babe!
http://www.tierlobby.de/rubriken/Tiergarten/huftiere/schweine/schweine10beruehmt.htm
http://www.tierlobby.de/rubriken/Tiergarten/huftiere/schweine/schweine07geschichten.htm
http://www.tierlobby.de/rubriken/Tiergarten/huftiere/schweine/schweine08sagen.htm
http://www.tierlobby.de/rubriken/Tiergarten/huftiere/schweine/schweine09kunst.htm
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Last Edit: May 30, 2009, 07:52:49 pm by earthling
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earthling
Guest
Re: Schweine wie wir !
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Reply #5 on:
May 30, 2009, 08:03:31 pm »
Von Menschen und Schweinen
Einige Bemerkungen zur Schweinegrippe in Mexiko
Quote
Das Hausschwein, sus scrofa domestica, hat’s wahrlich nicht leicht. Dabei sind sich Menschen und Schweine physiologisch sehr ähnlich. Das hat medizinische Begehrlichkeiten geweckt und führte bereits zu unglaublichen Phantasien. Die Rede ist gar vom Schwein als Ersatzteillager für Menschen. Das Ganze hat natürlich auch eine Kehrseite. Aufgrund dieser Ähnlichkeit in der Physiologie von Mensch und Schwein fällt es den sehr wandlungs- und anpassungsfähigen Viren recht leicht, von der einen Spezies zur anderen zu wechseln. Und da wir seit Jahrtausenden mit dem Haustier Schwein zusammenleben, hatte und hat es dafür auch genügend Gelegenheiten. Fälle der Übertragung von Grippeviren vom Schwein auf den Menschen und umgekehrt sind seit langem bekannt. Man vermutet, dass H3N2, eine für Schweine gefährliche Variante, vom Menschen ausging und im Schwein neue Mutationen ausbildete. Offensichtlich können die Viren gut miteinander. Mit anderen Worten: Das Schwein spielt ungewollt den Erlenmeyerkolben bei der Entwicklung von neuen Viren. Gefährlich für uns Menschen kann es dann werden, wenn ein neues, mutiertes Virus in der Lage ist, menschliche Zellen so aufzubrechen und zu manipulieren, dass es von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.....
Die riesigen Schweinefarmen, um wieder zu den Schweinen zu kommen, bilden aber auch ein gigantisches Reservoir für Bakterien und Viren aller Art, die mit diesem enormen Angebot an potentiellen Wirtstieren ein wahrhaft paradiesisches Experimentierfeld vorfinden. Virologen vermuten, dass mit der Zahl der Schweine pro Herde auch die Gefahr der Verbreitung neuer Seuchen steigt. Der Mensch versucht mit der Gabe von Antibiotika und Impfungen gegenzusteuern......
Wo Tiere über halbe Kontinente gekarrt werden, braucht es nicht unbedingt Vögel oder Touristen für einen Ortswechsel von H1N1 & Co. Das geht auch ganz einfach mit einem Tiertransport. Der mag für die Schweine eine Strapaze sein, für die Viren ist er das mitnichten.....
Die Elendsviertel, die Quartiere der Armen waren von jeher Brutstätten von Seuchen. Die Menschen leben dort auf engstem Raum unter oft katastrophalen hygienischen Bedingungen. Die Bevölkerungsdichte in den Barrios von Mexiko-Stadt ist fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Stadt. Hinzu kommt der allgemein schlechtere Gesundheitszustand der Bewohner. Die einfachsten Ratschläge zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Grippevirus dürften in einem Slum weitgehend verpuffen. Wo Wasser von weit herangeschleppt werden muss, wird es wohl eher nicht für häufiges Händewaschen „verschwendet“.
http://www.quetzal-leipzig.de/lateinamerika/mexiko/von-menschen-und-schweinen.html
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Last Edit: May 30, 2009, 08:06:34 pm by earthling
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