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Author Topic: Der Regenwald  (Read 21309 times)
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earthling
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« on: March 26, 2008, 06:03:43 AM »

Extreme drought in the Amazon rainforest 2005

http://www.greenpeace.org.uk/blog/forests/is-the-amazon-running-dry
http://www.greenpeace.org/international/press/releases/extreme-drought-in-the-amazon

siehe auch
http://www.faz.net/
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21617/1.html
http://www.tropenwaldnetzwerk-brasilien.de/aktuell/news/news.brasil.2006/news.brasil.20060802/index.html
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=051012020
http://www.mercur.org/?p=6453&l=0
« Last Edit: April 24, 2008, 05:39:46 PM by earthling » Logged
Erinnerungsforum
« on: March 26, 2008, 06:03:43 AM »

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earthling
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« Reply #1 on: April 24, 2008, 05:40:43 PM »

Agrarsprit zerstört Urwälder und heizt den Klimawandel an
Die Bundesregierung und EU haben verbindlich beschlossen, dass Benzin und Diesel in den nächsten Jahren immer mehr Agrarsprit enthalten müssen. Diese Energie vom Acker heizt das Klima an, vertreibt Menschen, zerstört Regenwälder und führt zu mehr Hungertoten. Die weltweit gestiegenden Preise für Grundnahrungsmittel in den vergangenen Monaten stellen eine besondere Bedrohung für die Menschen in den Entwicklungsländern dar.
Wir tanken Amazonasregenwälder
Heute schon steckt in Agrardiesel jede Menge Sojaöl. Für Sojaplantagen werden in Brasilien riesige Urwaldgebiete gerodet. Ein gemeinsamer Plan von Umweltminister Gabriel und Landwirtschaftsminister Seehofer sieht vor, den Anteil von Agrar-Diesel bis 2020 auf 17 Prozent zu steigern. Da in Deutschland der Rapsanbau für Agrar-Diesel längst an seine Grenzen gestoßen ist, muss der Anteil an Soja-Diesel entsprechend vergrößert und aus Ländern wie Südameria importiert werden. Die Bundesregierung zwingt damit deutsche Autofahrer, Urwald zu zerstören. Der Amazonasregenwald galt bisher als der CO2-Speicher schlechthin. Inzwischen hat Brasilien die vierthöchsten CO2-Emmissionen im internationalen Vergleich, hervorgerufen vor allem durch Waldzerstörung. Die Vernichtung wird durch den Run auf Agrartreibstoffe regelrecht angeheizt.
Agrarenergie heizt das Klima an
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Agrarenergie genau das Gegenteil von dem bewirkt, weswegen sie gepusht wird. Danach bremst sie keineswegs den Klimawandel, sondern heizt diesen regelrecht an. So berichtet beispielsweise die renommierte Zeitschrift “Science Magazine”, dass es 319 Jahre dauern würde, bis der Einsatz von Soja-Diesel die Menge an Treibhausgasen eingespart hat, die durch eine Abholzung des Amazonasregenwaldes für die Sojaplantage zuvor freigesetzt wurde.

Hier ist das Flugblatt zum ausdrucken:
http://www.regenwald.org/pdf/flugblatt_agr.pdf (PDF, 84 KB)

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Erinnerungsforum
« Reply #1 on: April 24, 2008, 05:40:43 PM »

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earthling
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« Reply #2 on: November 17, 2008, 03:36:22 AM »

RAUBBAU IM REGENWALD
Wie die Orang-Utan-Waisen von Borneo leiden

Sie haben gesehen, wie ihre Mütter abgeschlachtet wurden: Traumatisierte Orang-Utans müssen auf Borneo mühsam wieder in die Natur integriert werden, berichtet National-Geographic-Fotograf Mattias Klum im Interview mit SPIEGEL ONLINE.

lesen/bilder http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,589690,00.html
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Erinnerungsforum
« Reply #2 on: November 17, 2008, 03:36:22 AM »

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earthling
Guest
« Reply #3 on: November 17, 2008, 03:38:03 AM »

BORNEO
So stirbt der Regenwald

Von Mel White (Text) und Mattias Klum (Fotos)

Uralte Regenwälder, Orang-Utans, majestätische Natur - die Insel Borneo ist ein einzigartiger Flecken Natur. Doch das Naturparadies ist bedroht, eine skrupellose Industrie zerstört es in Rekordtempo: für die Suche nach Öl, Gold und den Anbau von Nutzpalmen.

Der Tag beginnt schon lange vor dem Morgengrauen mit dem irrwitzigen Gebrüll der Gibbons hoch oben in den Baumwipfeln. Sie sind die Wecker des Regenwalds. Vertraute und Rivalen schreien sich an oder warnen einander, so klingt es. Ich, ihr am Boden lebender Vetter, kann über die Sprache dieser Affen nur Vermutungen anstellen.

weiter
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,586281,00.html

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Kristallkind
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Ehre Mutter Erde und Vater Himmel!


« Reply #4 on: November 21, 2008, 06:32:46 PM »

Verdammt neoliberal
Regenwald bald im Schlußverkauf?


Quote
Vor gut drei Jahren hat der schwedischstämmige Multimillionär Johan Eliasch 160.000 Hektar Regenwald samt des nahe an der Pleite stehenden Holzunternehmens Gethal gekauft. Eliasch ist nicht nur Besitzer des Sportausrüsters Head und ehemaliger stellvertretender Schatzmeister der britischen Konservativen, sondern auch der "grüne" Berater des Labour-Premiers Gordon Brown.

Die 160 000 Hektar Regenwald im Amazonasgebiet hat Eliasch angeblich nur gekauft, um dem Wald besseren Schutz angedeihen zu lassen. Mittlerweile scheint er mit dem Wald aber Kohle machen zu wollen. Denn er drängte auf eine Änderung des Kioto-Protokolls: Besitzer intakter Wälder (und solcher, die inzwischen wieder aufgeforstet werden) sollten zum Ausgleich handelbare Emissionsrechte erhalten. Das Bild wir abgerundet damit, dass Eliasch auch die britische Regierung dahingehend berät, dass Klimaschutz durch Investition in ähnliche Waldflächen der kostengünstigste Weg sei - was einleuchtet, da der Umbau der britischen Wirtschaft bestimmt mehr Geld verschlingen würde.

Das Beispiel Eliasch deutet die Richtung was uns die nächsten Jahre bringen könnten, so sich diese Ansätze unwidersprochen durchsetzten: Das Geschäft mit den Klimaschutz liefe darauf hinaus, den Wald an internationale Investoren zu verkaufen, die auf steigende Kompensationserlöse aus dem Klimaschutztopf spekulieren und die den Regenwald allein auf die Funktion des Kohlenstoffspeichers reduzieren. Das Schicksal der Bewohner und gewachsener Sozialstrukturen in ganzen Regionen würde dann keine Rolle mehr spielen.

Der folgende Artikel aus Le Monde diplomatique gibt einen Einblick in die Zusammenhänge.


Quote
Le Monde diplomatique - 14.11.2008

Die Grünen Eminenzen am Amazonas
Die nachhaltige Nutzung des Regenwalds verbessert vor allem das Image der Konzerne
von Jacques Denis

Eine Lichtung mitten in den riesigen Regenwäldern Brasiliens. Ein paar hundert Meter entfernt beginnt der Amazonas, der hier an seinem Oberlauf noch Solimões heißt, seinen langen mäandernden Weg Richtung Atlantik. Im April ist der Boden noch feucht, und die Stechmücken sind unersättlich. Ein gefällter Baum deutet darauf hin, dass wir uns einem Sägewerk nähern. "Wir kennzeichnen jeden Stamm, sobald er einen Durchmesser von 25 Zentimetern erreicht hat", erklärt Antonio, ein Holzfäller aus Assumpção. "Wenn sie 50 Zentimeter dick sind, werden einige gefällt - aber nie mehr als drei pro Hektar und das auch nur alle 25 Jahre."

Eine Kreissäge zerlegt die Stämme in Bretter - hauptsächlich ist es Holz der Sorten Mulatero und Coração de negro, das derzeit von Möbeltischlern stark nachgefragt wird. Jean-François Kiebler arbeitet vor Ort für die französische Hilfsorganisation Groupe de recherche et d'echanges technologiques (Gret).(1) Der Ökonom leitet seit mehr als zwei Jahren deren Projekt Floresta Viva und versucht in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden die Bevölkerung in kleinteilige Strukturen einer nachhaltigen Waldwirtschaft einzubinden. "Wenn wir der Artenvielfalt gerecht werden wollen", sagt Kiebler, "müssen wir auch die Nachfrage vielfältiger gestalten."

Assumpção ist eine Flugstunde und dann noch eineinhalb Stunden mit dem Boot von Manaus, der Hauptstadt des größten brasilianischen Bundesstaates Amazonas, entfernt. Am Rand von Mamirauá, dem 1996 eingerichteten ältesten Naturschutzgebiet in diesem Bundesstaat, liegen an die 20 Dörfer. Unter der Leitung des Biologen und Ökologen José Márcio Corrêa Ayres soll auch hier eine Forstwirtschaft entstehen, die "im Rahmen nachhaltiger Nutzung Lebensraum für Menschen schafft".(2)

Auf den ersten Blick scheint die Aufgabe kaum lösbar: Es gibt keine Abholzlizenzen, kein vollständiges Grundbuch und etliche Eigentumskonflikte. Der Begeisterung tut das keinen Abbruch: "Arbeiten, um zu wachsen", steht auf dem Spruchband an einer Schule in Assumpção, die als Versammlungsort dient. Die Vertreter und Aktivisten der ribeirinhos (so werden die Anwohner des Amazonasgebiets genannt, die Indigene und Nachfahren europäischer Einwanderer sind) besprechen, wie es weitergehen soll. Wie kann man nicht nur den Regenwald erhalten, sondern auch die eigene Lebensgrundlage? Wie lässt sich die Produktion optimieren und die Schulbildung in den Gemeinden verbessern?

Die Arbeit der Initiative kann immerhin an eine engagierte Umweltschutzpolitik in Manaus anknüpfen. Der Bundesstaat Amazonas ist etwa viermal so groß wie Deutschland und hat die Rodung seiner Regenwälder bisher auf 2 Prozent des Territoriums beschränkt. Schutzgebiete und Reservate für die indianische Bevölkerung machen insgesamt 40 Prozent der Fläche aus. In den benachbarten Bundesstaaten Pará und Rondônia dagegen sind nach Schätzungen bereits 20 Prozent der Regenwälder vernichtet.

Am Oberlauf des Amazonas und seiner Zuflüsse ist der Wald für die Bevölkerung eine unverzichtbare Ressource, obwohl die Erträge aus dem Holzeinschlag nur die aus Landwirtschaft und Fischerei ergänzen. "Wir brauchen verstärkte Kontrollen", sagt Israel, der Vorsitzende einer Bürgervereinigung, "sonst können wir mit unserem legal geschlagenen Holz nicht mit den illegalen Holzfällern konkurrieren."

Doch die Mittel der staatlichen Umweltbehörde Ibama und des Instituts für Umweltschutz im Bundesstaat Amazonas (Ipaam) reichen trotz der zuletzt kräftigen Etaterhöhungen bei weitem nicht aus, um eine wirksame Überwachung zu ermöglichen.

Außerdem ist es sowieso "unmöglich, einen Förster hinter jeden Baum zu stellen", sagt auch Kiebler. "Ohne aktive Mitwirkung der Bevölkerung vor Ort geht es nicht." Darüber hinaus glaubt der französische Ökonom, dass man die Bewirtschaftung des Regenwalds nicht verhindern kann. "Eine bestehende Nachfrage lässt sich nicht einfach bremsen. Man kann nur versuchen, sie so zu steuern, dass die nachhaltige Nutzung begünstigt wird."

Aber kann man den Regenwald nutzen, ohne ihn zu zerstören? An dieser Frage scheiden sich die Geister in Manaus, dem neuralgischen Zentrum des Amazonas. Hier leben 2 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte aller Einwohner dieses Bundesstaats. Seit vor 40 Jahren unter der brasilianischen Militärdiktatur eine Freihandelszone als Ausgleich für die daniederliegende Kautschukindustrie in Manaus geschaffen wurde, erlebt die Stadt ein kontinuierliches Wachstum der Wirtschaft wie ihrer Bevölkerung. Zu einer flächendeckenden und nachhaltigen Entwicklung hat die Zona Franca bisher allerdings nur wenig beigetragen.

Der Gouverneur, der es allen recht machen will

Gouverneur des Bundesstaates Amazonas ist Eduardo Braga. Er gehört der Partei Demokratische Bewegung Brasiliens (PMBD) an und ist ein Bündnispartner von Präsident Luiz Inácio da Silva. Gewählt wurde er 2002 mit dem Versprechen eines "verantwortungsvollen Umweltschutzes für alle". Im Juni 2003 erklärte er gegenüber der Tageszeitung Folha de São Paulo: "Wenn es uns nicht gelingt, die Wirtschaft der Region in eine landesweite Entwicklung zu integrieren, machen wir uns angreifbar. Dann kann es passieren, dass Weltkonzerne unsere Wälder aufkaufen und unsere natürlichen Reichtümer ausbeuten." Dennoch will Eduardo Braga zugleich auch ausländisches Investitionskapital anlocken.

Unmittelbar nach seinem Amtsantritt gründete Braga ein Staatssekretariat für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung, ein zweites für Wissenschaft und Technik sowie eine Behörde für Forstwirtschaft. Dem Modell von Lula da Silva folgend begann er, Interessengruppen und Expertengremien einzubinden, darunter auch den einflussreichen Gewerkschaftsverband Grupo de Trabalho amazonense (GTA). Dem ehemaligen Gewerkschafter der Kautschuksammler (seringeros) Francisco Ademar Cruz übertrug der Gouverneur die Aufsicht über die Nutzung sämtlicher natürlicher Ressourcen in den Regenwäldern mit Ausnahme des Holzes.

Das Vorzeigeprojekt der politischen und semantischen Erneuerung im Amazonasgebiet war die Einrichtung einer "grünen Freihandelszone" im Jahr 2003. Sie verfolgt das Ziel, "die gemischte Wald-, Weide- und Landwirtschaft ebenso zu erhalten wie die Fischerei, und zwar in einer ökologisch angemessenen, sozial gerechten und wirtschaftlich tragfähigen Art und Weise".


Weiter zum gesamten Artikel: http://www.pro-regenwald.de/ Rubrik News
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Wer eine Wahrheit verbergen will, braucht sie nur offen auszusprechen - sie wird einem ja doch nicht geglaubt.- Charles Maurice de Talleyrand
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