Better Quality of Life - Bequol - GDR
Informierte und geblockte Naturmineralien
Bitte besuchen Sie unseren Sponsor
Erinnerungsforum
May 24, 2012, 07:42:49 pm *
Welcome, Guest. Please login or register.

Login with username, password and session length
News: Willkommen im Erinnerungsforum

die Plattform für informelle Wahrheiten und alternative Denkstrukturen
jenseits der Mainstream-Medien
 
   Home   Help Search Login Register  
Better Quality of Life - Bequol - GDR
Informierte und geblockte Naturmineralien
Bitte besuchen Sie unseren Sponsor
Erinnerungsforum > Gesellschaft > Umwelt > Topic: Biologische Invasionen
Pages: [1]   Go Down
« previous next »
  Print  
Author Topic: Biologische Invasionen  (Read 9016 times)
0 Members and 2 Guests are viewing this topic.
earthling
Guest
Biologische Invasionen
« on: May 20, 2009, 08:08:23 pm »

Welche Schäden verursachen invasive Arten?
22/04/2009 - Invasive Arten können natürliche und künstliche Ökosysteme zerstören, Nahrungsketten aus dem Gleichgewicht bringen und die Dienstleistungen der Ökosysteme für den Menschen einschränken. Jetzt haben Ökologen begonnen, diese Schäden zu beziffern. In einer Studie, die gestern in der Online-Ausgabe des US-Fachjournals Frontiers in Ecology and the Environment erschienen ist, haben Ökologen jene Arten aufgelistet, die die Umwelt am meisten schädigen und deren Bekämpfung am teuersten ist.
"Die Auswirkungen vieler Eindringlinge bleiben unbemerkt. Unser Leben hängt aber von den Dienstleistungen ab, die die Natur durch Arten bereitstellt", erklärt die Leiterin der Studie, Dr. Montserrat Vilà von der Estación Biológica de Doñana im spanischen Sevilla. "Die Anwesenheit - und oft auch die Dominanz - von zugewanderten Arten kann viele ökologische Auswirkungen haben, die Veränderungen in den Ökosystemdienstleistungen hervorrufen. Diese Veränderungen können unumkehrbar und so bedeutend sein wie jene durch den Klimawandel oder durch Umweltverschmutzungen."

Vilà und ihre Kollegen präsentieren nun Ergebnisse für über 10.000 gebietsfremde Arten, deren Existenz in Europa nachgewiesen ist. Dazu nutzten sie Daten aus dem Forschungsprojekt DAISIE (Delivering Alien Invasive Species Inventories for Europe), das von der EU 2005 in Auftrag gegeben wurde, um gebietsfremde Arten sowie deren ökologische und ökonomische Auswirkungen quer über Europa zu erfassen. Für 1094 Arten sind ökologische und für 1347 Arten ökonomische Auswirkungen dokumentiert. Von den europäischen Meeresgebieten ist die Nordsee am stärksten betroffen.
weiter http://www.biologie.de/cms/bionews/welche-schäden-verursachen-invasive-arten

Biologische Invasionen: Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa
http://www.amazon.de/Biologische-Invasionen-Neophyten-Neozoen-Mitteleuropa/

Ausstellung "Invasion"
http://www.fr.ch/mhn/de/expositions/mhndet2004.htm#Invasion

Information zu invasiven gebietsfremden Pflanzen
http://www.cps-skew.ch/deutsch/info_invasive_pflanzen.htm
« Last Edit: May 20, 2009, 08:44:31 pm by earthling » Logged
earthling
Guest
Re: Biologische Invasionen
« Reply #1 on: May 20, 2009, 08:47:39 pm »

Invasive Arten bedrohen die biologische Vielfalt
http://www.innovations-report.de/html/berichte/umwelt_naturschutz/bericht-14952.html

Studie: Invasive Arten verursachen massive Kosten
http://www.eu-umweltbuero.at/

Ökologen bringen Preisschilder bei invasiven Arten an - Forschung zeigt Kosten der Schäden an Ökosystemen auf
http://www.vbio.de/informationen/alle_news/e17162?news_id=6959

Invasive Arten: Folgen für den Naturschutz
http://www.vistaverde.de/news/Natur/0502/09_neobiota.php

siehe auch Empfehlungen für Saatgut einheimischer Wildpflanzen
http://www.cps-skew.ch/deutsch/empfehlungen.saatgut.htm

mehr auch hier: http://www2.tu-berlin.de/%7Eneobiota/invasion_links.htm

Neophyten: Schwarze Liste / Pflanzen / gefährliche invasive Arten
http://www.gartendatenbank.de/forum/neophyten-schwarze-liste-pflanzen-gefaehrliche-invasive-arten-t-129-1
« Last Edit: May 20, 2009, 09:12:21 pm by earthling » Logged
earthling
Guest
Blinde Passagiere der Globalisierung
« Reply #2 on: May 20, 2009, 08:52:31 pm »

Blinde Passagiere der Globalisierung

Bonn, 08.09.2008: Das Bundesamt für Naturschutz hat in der aktuellen Septemberausgabe der Zeitschrift Natur und Landschaft erstmals ein Themenheft zu invasiven Arten vorgelegt. Mit der Zunahme von Handel, Verkehr und Tourismus kommen auch neue Arten nach Deutschland: Als blinde Passagiere an Schiffsrümpfen, im Ballastwasser oder in Holzpaletten, zumeist aber gezielt als neue Gartenpflanzen, Forstbäume oder Nutztiere, für Aquarien, Gartenteiche, die Fischerei oder Jagd.

Die meisten Arten können nicht Fuß fassen oder bleiben unauffällig. Einige verhalten sich aber invasiv, verdrängen andere Arten, verändern dadurch Ökosysteme oder gefährden sogar die Gesundheit (wie Riesen-Bärenklau und Beifußblättrige Ambrosie). Mit dem sich ändernden Klima werden wird dieser Prozess zunehmen. "Wir wollen die bisher sehr allgemein geführte und von Polarisierungen geprägte Diskussion um neue Arten auf die wirklich problematischen invasiven Arten fokussieren", sagt die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel.

weiter http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AFA_umweltnatur/14609.php

Globalisierung schürt Gefahr invasiver Arten
Jährlich zehn Mrd. Euro Schaden für Gesundheit, Ökologie und Wirtschaft
http://www.eco-world.de/
Logged
earthling
Guest
Einfach Aufessen!
« Reply #3 on: May 20, 2009, 09:13:45 pm »

Böser, guter Knöterich
http://www.youtube.com/watch?v=J9OZexu-3_c

Reportage über das Pilotprojekt der Bionischen Kontrolle des Japanischen Knöterichs in Wiesbaden. Film von BioFrankfurt 2008. Erstausstrahlung erfolgte in der Sendung GartenZeit im Offenen Kanal. http://www.newtritionink.de/

"Mein Appetit ...  Dein Herbizid" http://www.newtritionink.de/shop/pdf/broschuere.pdf

hier eine Diskussion zum Knöterich http://www.floraweb.de/foren/viewtopic.php?t=36
« Last Edit: May 20, 2009, 09:19:38 pm by earthling » Logged
earthling
Guest
Der asiatische Harlekin-Marienkäfer hat Europa erobert
« Reply #4 on: June 14, 2009, 09:45:52 pm »

Schaden für heimische Arten?
Der asiatische Harlekin-Marienkäfer hat Europa erobert
Marienkäfer gehen eigentlich immer nur zwei Beschäftigungen nach: Sie schlagen sich den Bauch voll oder haben Sex oder sind gerade unterwegs zu einem von beiden. Beliebt ist auch die zeitsparende Kombination: Während Herr Marienkäfer sich hinten rechtschaffen müht, frisst sie vorne eine Blattlaus nach der anderen auf. Ein Marienkäferleben ist halt kurz.
Zu besonderer Meisterschaft bringt es der Asiatische Marienkäfer, auch Vielfarbiger oder Harlekin-Marienkäfer genannt, wissenschaftlich Harmonia axyridis. Während etwa unser heimischer Siebenpunkt rund 50 Blattläuse am Tag verzehrt, schafft Harmonia locker das Fünffache.
http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/insektenundspinnen/kaefer/08187.html
Logged
earthling
Guest
Mit Fleischameisen gegen die Aga-Kröte
« Reply #5 on: March 02, 2010, 11:33:26 pm »

Mit Katzenfutter gegen die Aga-Kröte  19. Februar 2010
Sydney (apn) Im Kampf gegen die unkontrollierte Ausbreitung der Aga-Kröte im Norden Australiens haben Wissenschaftler eine neue Methode gefunden. Mit Hilfe von Katzenfutter sollen Fleischameisen an die Ufer der Tümpel gelockt werden, in denen die Kröten ihren Laich ablegen. Wenn die Jungen dann aus dem Wasser kommen, werden sie umgehend von den riesigen Ameisen gefressen. Die Ergebnisse dieser Studie sind jetzt im «Journal of Applied Ecology» erschienen, dem Fachmagazin der britischen Umweltforschungsgesellschaft.


weiter http://de.news.yahoo.com/1/20100219/twl-mit-katzenfutter-gegen-die-aga-krte-1be00ca_1.html
Logged
harakiri
Global Moderator
Hero Member
*****

Karma: 9
Online Online

Posts: 10830



Stinkwanzen überfallen USA - Ernteeinbußen bis zu 20 Prozent
« Reply #6 on: October 13, 2010, 01:10:10 pm »

Schweißfuß-Alarm in Washington
Stinkwanzen überfallen USA 12. Oktober 2010
Nach den Bettwanzen nun die "Stinkwanzen". Die US-Hauptstadt Washington erlebt derzeit eine Invasion abstoßend riechender Insekten. Experten stehen der unerwarteten Plage ratlos gegenüber.
Sie sind braun, etwa einen halben Zentimeter groß und erregen oft allein schon wegen ihrer langen Fühler Ekel. Doch das wahrhaft Abscheuliche an ihnen ist der Gestank. Die US-Hauptstadt Washington wird in diesem Herbst von einer Stinkwanzenplage heimgesucht. Die Insekten sitzen auf Fensterbänken, an Holzfassaden und mittlerweile eigentlich überall. Wer sie einfach totschlägt, hat ein Problem: Werden die Wanzen zerdrückt, verbreiten sie einen widerlichen Geruch, der - wie viele meinen - an Schweißfüße erinnert.

Erst setzte eine Invasion blutsaugender Bettwanzen der US-Ostküste zu - und jetzt kommen auch noch die stinkenden Artverwandten. "Die Situation ist außer Kontrolle geraten. Viele verzweifelte Opfer berichten von mehreren tausend Stinkwanzen in ihren Häusern", sagt Wayne White, Insektenkundler beim Schädlingsbekämfer "American Pest". Die Kammerjäger seines Unternehmens schafften es derzeit einfach nicht, mit der Beseitigung nachzukommen.

Ernteeinbußen bis zu 20 Prozent

Auch die Rentnerin Fran Black aus Thurmont (Maryland) ist von der Plage befallen. "Es ist unglaublich schrecklich. Ich versuche alles, um sie loszuwerden, aber ich schaffe es nicht", klagt die 78-Jährige. "In einem Raum in unserem Haus ist es sogar so schlimm, dass unsere Gäste dort nicht schlafen konnten. Die Wanzen waren einfach überall."

Im Gegensatz zu Bettwanzen sind die Marmorierten Baumwanzen (Halyomorpha halys), wie sie in der Fachwelt heißen, zwar harmlos. Sie beißen nicht, stechen nicht und können keine Krankheiten übertragen. Die trägen Sechsbeiner richten jedoch erheblichen Schaden in der Landwirtschaft an. Weil sie in diesem Jahr massenhaft wie nie zuvor in der Region auftreten, sind sie auch auf Feldern und Plantagen zu einem Problem geworden. Erstmals befallen sie Zierstauden, Bäume, Sojabohnen, Pfirsiche und Äpfel. Bauern beklagen bereits Ernteeinbußen bis zu 20 Prozent...

Experten rätseln allerdings darüber, wie sich die Population in diesem Jahr so explosionsartig vermehren konnte. Der außergewöhnlich warme Sommer könnte eine Begründung sein oder dass die bis heute in 29 US-Staaten verbreiteten Stinkwanzen in den USA so gut wie keine natürlichen Feinde haben und sich so ungehindert vermehren können. Ursprünglich kam die Marmorierte Baumwanze vor rund zehn Jahren aus Asien, wo sie unter dem aparten Namen "stinkende große Schwester" bekannt ist.

http://www.n-tv.de/panorama/Stinkwanzen-ueberfallen-USA-article1692306.html
http://www.ftd.de/lifestyle/outofoffice/:out-of-office-stinkwanzen-verdraengen-bettwanzen/50181693.html
http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/623758/invasion-stinkwanzen-plage-washington.html

Pressemitteilung des Staates Maryland (englisch)  http://www.mda.state.md.us/article.php?i=27943

http://de.wikipedia.org/wiki/Grüne_Stinkwanze
http://de.wikipedia.org/wiki/Graue_Gartenwanze
http://www.fsd-vss.ch/deutsch/inhalt/schadling_feldwanze.htm

Quote
Eine weitere Wanze, die keine Schäden verursacht, aber häufiger in Wohnungen eindringt, um dort zu überwintern, ist die „Große Stinkwanze“ oder „Graue Gartenwanze“ (Rahphigaster nebulosa). Schon allein der Anblick dieser bis zu 16 mm großen grau-braunen Wanzen versetzt empfindliche Menschen in Angst und Schrecken. Doch auch hier gilt wieder das Attribut „harmlos für Mensch und Pflanze“, die Gefahr von einer Stinkwanze gestochen zu werden ist ausgesprochen gering. Entfernen Sie alle Stinkwanzen konsequent und schnell aus der Wohnung, ohne sie dabei zu zerquetschen, da dabei die Stinkdrüsen geleert werden. http://www.pflanzenschutz.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/44ea61ce8c5b5334c1256f50004424d2/d143653919c6c5b7c1256fee00452bbc

« Last Edit: October 13, 2010, 01:19:22 pm by harakiri » Logged
harakiri
Global Moderator
Hero Member
*****

Karma: 9
Online Online

Posts: 10830



Invasive Arten
« Reply #7 on: October 13, 2010, 10:09:21 pm »

Invasive Arten

Invasive Arten, Neobiota, Neozoen, Neophyten, Neomyceten - viele sperrige Fremdwörter und ein fast schon inflationärer Gebrauch der griechischen Vorsilbe "Neo" für "Neu" beschreiben letztlich nur eines, nämlich Lebewesen mit aktuellem Migrationshintergrund.

Bei Neobiota geht es um Lebewesen, die bewusst oder unbewusst, direkt oder indirekt durch den Menschen in einen für sie neues Gebiet eingebracht wurden oder eingewandert sind und sich dort selbständig weiter ausbreiten und fest etablieren. Mit Neozoen, Neophyten und Neomyceten werden diese Neubürger nochmals etwas genauer in Tier-, Pflanzen- und Pilzarten unterteilt (Begriffe siehe Kasten). Das "Neu" bezieht sich etwas willkürlich auf die Zeit seit 1492, weil die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus als Beginn einer bis dahin unbekannten, weltweiten Mobilität der Menschheit gesehen werden kann, durch die auch sehr viele Organismen in neue Gebiete gelangten.

Im engeren Sinn werden als "invasive Neobiota" solche Arten bezeichnet, die sich aggressiv und invasionsartig ausbreiten, gebietsweise dominant werden und dadurch andere Arten bedrängen können. Aus Sicht des Menschen bringen invasive Arten oft ökonomische, ökologische oder medizinische Nachteile. Typisch für viele aggressive Arten ist, dass sie sich in ihrer ursprünglichen Heimat eher unauffällig zeigen und dort im Gleichgewicht mit Gegenspielern und konkurrierenden Arten stehen.


...
http://www.waldwissen.net/dossier/lwf_dossier_invasivearten_2008_DE
Logged
harakiri
Global Moderator
Hero Member
*****

Karma: 9
Online Online

Posts: 10830



Wanze aus Asien erstmals in Europa gesichtet
« Reply #8 on: October 13, 2010, 10:10:58 pm »

09.04.2008
 
Eindringling
Wanze aus Asien erstmals in Europa gesichtet

Eigentlich befällt sie Obstbäume in Ostasien, doch nun ist eine Baumwanzen-Art auch bis nach Europa vorgedrungen. In der Schweiz haben Forscher die Insekten gleich an fünf Standorten nachgewiesen. Vermutlich wurden sie mit Zierpflanzen eingeschleppt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,546373,00.html




Quote
Die Marmorierte Baumwanze erstmals in der Schweiz entdeckt 24.04.2008
Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys)

Die ausgewachsene Marmorierte Baumwanze besitzt häufig einige gelb-orange Punkte auf der Oberseite des Halsschilds.
Foto: B. Wermelinger (WSL)

Im Sommer 2007 wiesen Wissenschafter der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL erstmals die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) nach. Diese in Ostasien heimische Art kam bisher in Europa nicht vor. Sie befällt vor allem Ziergehölze und Obstbäume. Das Insekt dürfte sich in den kommenden Jahren weiter ausbreiten.
mehr (interessant sind auch die Links unten)
http://www.waldwissen.net/themen/waldschutz/invasive_neue_arten/wsl_marmorierte_baumwanze_DE
« Last Edit: October 13, 2010, 10:12:56 pm by harakiri » Logged
harakiri
Global Moderator
Hero Member
*****

Karma: 9
Online Online

Posts: 10830



Re: Biologische Invasionen
« Reply #9 on: October 13, 2010, 10:16:50 pm »



Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys)

Diese (konspirative?) Versammlung von Minikäfern fand kürzlich an meinem Fensterrahmen statt...

Was tun die bloss hier? Und wer sind sie? Weshalb machen sie kleine Zeichnungen auf ihre Eier?
Und weshalb steht der Kerl rechts oben nicht ordentlich in der Reihe?

Comments and faves

   1.

      pe_ma (2 months ago | reply)

      Wanzen werden im Volksmund wegen ihres unangenehmen Duftes „Stinkkäfer“ genannt. In der Schweiz gibt es ca. 760 Arten. Die in die Schweiz eingeschleppte Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) sucht im Herbst an Gebäuden Unterschlupf, um in geschützten Winkeln zu überwintern. Dabei kriecht sie häufig in Ritzen und Spalten von Verkleidungen, Fensterrahmen
      oder Dachstöcken, aber auch in Rollladenkästen.

      Bei den kleinen Kerlen handelt es sich vermutlich um frischgeschlüpfte Nymphen der Marmorierten Baumwanze. Sie haben noch keine Flügel und sind nur rund 0,5 mm klein.


http://www.flickr.com/photos/pe_ma/4863697431/
Logged
harakiri
Global Moderator
Hero Member
*****

Karma: 9
Online Online

Posts: 10830



Gefährdung der biologischen Vielfalt durch invasive gebietsfremde Arten
« Reply #10 on: February 14, 2011, 12:36:08 am »

Die Gefährdung der biologischen Vielfalt durch invasive gebietsfremde Arten Nr. 09/10 (24. Februar 2010)
Verfasser/in: Dipl.-Biol. Angela Winter – Fachbereich WD 8, Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung

Invasive gebietsfremde Arten (im internationalen Sprachgebrauch: Invasive Alien Species = IAS) sind Pflanzen- und Tierarten, die außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes in Konkurrenz um Lebens- räume und Ressourcen andere Arten gefährden. Sie können die biologische Vielfalt verringern, Ökosyste- me schädigen, Kulturlandschaften verändern, die Nutzung von Landschaften oder Gewässern mindern, neue Krankheiten übertragen oder die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Mehr als 11.000 nicht- heimische Arten wurden im Rahmen des von der EU geförderten Forschungsprojektes DAISIE (Delivering Alien Invasive Species Inventory for Europe) ermittelt und in einer europäischen Datenbank dokumentiert (www.europe-aliens.org). Die Datenbank liefert zugleich Angaben zur Früherkennung und Hinweise zur Kontrolle bzw. Ausrottung einzelner IAS. Nach heutigem Wissensstand verursacht die Mehrzahl dieser 11.000 Arten keine Schäden. Rund 15 Prozent führen jedoch zu ökonomischen Schäden; ebenfalls 15 Pro- zent der Arten beeinträchtigen die biologische Vielfalt. Nichtheimische Arten (Neobiota) gelangen vor al- lem durch die internationalen Verkehrs- und Handelsströme nach Deutschland. Aber auch Fluchten von Tieren aus privater Haltung, Zuchten oder Zoologischen Gärten werden beschrieben. So ist aus 3 entlaufe- nen Nandu-Paaren (Straußenvögeln) inzwischen in Mecklenburg-Vorpommern eine Population von über 100 Tieren entstanden. Im Rheinland konkurrieren Papageienkolonien in den Städten mit heimischen Vo- gelarten. Die meisten nichtheimischen Pflanzenarten kommen über den Handel nach Europa und sind ursprünglich als Zierpflanzen für Haus und Garten oder für Aquarien bestimmt. Beispiele für problemati- sche gebietsfremde Pflanzen sind die Herkulesstaude als Auslöser von phototoxischen Reaktionen der Haut, die stark allergenen Pollen der Beifußblättrigen Ambrosie und der Japanische Staudenknöterich. Er kann in einer Vegetationsperiode bis zu 4 m hoch werden und durch seine Schnellwüchsigkeit sowohl die übrige Vegetation verdrängen als auch erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen....

http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2010/biologische_vielfalt.pdf
Logged
Erinnerungsforum
   

Better Quality of Life - Bequol - GDR
Informierte und geblockte Naturmineralien
Bitte besuchen Sie unseren Sponsor
 Logged
Pages: [1]   Go Up
  Print  
Erinnerungsforum > Gesellschaft > Umwelt > Topic: Biologische Invasionen
« previous next »
 
Jump to:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.15 | SMF © 2011, Simple Machines
SMFAds for Free Forums | Sitemap
Valid XHTML 1.0! Valid CSS!
Loading...